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Henri Grüger

10/30/2026

„Fremd(e) in der Eifel“

Unter dem Titel „Fremd(e) in der Eifel“ verbindet der Verein „KultiWIRt“ am 13. November Vortrag, Diskussion und Musik in Bad Münstereifel. Foto: KultiWIRt/pp/Agentur ProfiPress

Blick in die Nachbarschaft: „KultiWIRt“ lädt am 13. November zu Vortrag, Diskussion und Musik ins Josefshaus ein – Mit Manni Lang, Bürgermeister Sebastian Glatzel und Musikern um Hannes Schöner

Bad Münstereifel/Mechernich – Eine neue Adresse allein macht noch kein Zuhause. Dazu gehören Begegnungen, vertraute Gesichter und das Gefühl, willkommen zu sein. Wie Menschen in der Eifel ankommen und was ihnen das Einleben erleichtert oder erschwert, steht am Freitag, 13. November, im Mittelpunkt eines Abends im Bad Münstereifeler Josefshaus (Alte Gasse 17). Unter dem Titel „Fremd(e) in der Eifel“ verbindet der Verein „KultiWIRt“ von 19 bis 22 Uhr Vortrag, Diskussion und Musik.

Zugewanderte haben die Region seit jeher geprägt. Die Wurzeln vieler Menschen, die heute selbstverständlich zur Eifel gehören, liegen andernorts. Doch der Weg in die neue Gemeinschaft war häufig beschwerlich. Das lag keineswegs allein an unterschiedlichen Sprachen: Auch Deutschsprachige mussten erleben, wie schwer es sein konnte, in der Eifel Fuß zu fassen.

Diesen Erfahrungen nähert sich Manni Lang mit Literatur und rheinischer Sprachgeschichte. Der Mechernicher Autor, Redakteur, Diakon und Vortragskünstler wird aus „Des Teufels General“ zitieren und einige Brocken „internationales Mundart-Wissen“ servieren. Denn selbst im vertrauten rheinischen Platt steckt manche Vokabel französischen oder lateinischen Ursprungs.

Unter dem Titel „Fremd(e) in der Eifel“ verbindet der Verein „KultiWIRt“ am 13. November Vortrag, Diskussion und Musik in Bad Münstereifel. Foto: KultiWIRt/pp/Agentur ProfiPress
Unter dem Titel „Fremd(e) in der Eifel“ verbindet der Verein „KultiWIRt“ am 13. November Vortrag, Diskussion und Musik in Bad Münstereifel. Foto: KultiWIRt/pp/Agentur ProfiPress

Livemusik und Geschichten

Von dort führt der Abend zu den Geschichten von Eltern, Freunden und heutiger Zugezogener: Wie wurden sie aufgenommen? Was hat ihnen geholfen, heimisch zu werden? Darüber und über die Voraussetzungen gelingender Integration kommen Bürgermeister Sebastian Glatzel, die ehrenamtliche Betreuerin Antje von Plettenberg und Vertreter des „KoBIZ“ Euskirchen ins Gespräch. Erfahrungen aus der Flüchtlingshilfe sollen ebenso Raum bekommen wie die gemeinsame Diskussion.

Den musikalischen Part übernehmen Hannes Schöner, Ady Zehntpfennig am Keyboard und Hermann Heuser an der Akustikgitarre. Schöner sagte für den Abend spontan zu: Das Thema berühre auch ein Kernanliegen der Kölner Initiative „Arsch huh“ gegen Rassismus und Neonazis, bei der er seit ihrer Gründung 1992 mitwirkt.

„Dabei ist uns immer sehr wichtig, den Unterschied zwischen Heimatgefühl und Nationalismus zu betonen“, erklärt der ehemalige „Höhner“-Musiker: „Heimatgefühl ist von Hause aus integrativ und Nationalismus dagegen ausgrenzend.“ Zum Austausch bringen die drei Musiker passende Lieder mit.

Den musikalischen Part übernehmen Ex-Höhner Hannes Schöner (Bild), Ady Zehntpfennig am Keyboard und Hermann Heuser an der Akustikgitarre. Archivbild: pp/Agentur ProfiPress
Den musikalischen Part übernehmen Ex-Höhner Hannes Schöner (Bild), Ady Zehntpfennig am Keyboard und Hermann Heuser an der Akustikgitarre. Archivbild: pp/Agentur ProfiPress

Eintrittskarten kosten im Vorverkauf fünf Euro. Erhältlich sind sie im „Printenhaus Portz“ von Markus Prusko, im „Café T“ und bei „Mütters Buchhandlung“ am Markt.

Weihnachtsklänge und Kaffeehaus-Quiz

Weitere Begegnungen stehen bereits im Kalender: Am Samstag, 12. Dezember, lädt „KultiWIRt“ von 19 bis 22 Uhr zur „Groovigen Weihnacht“ in die Burg Bad Münstereifel ein. Das Mitsingkonzert mit Hansjörg Schall steht unter dem Motto „Früher war mehr Lametta … aber heute mehr KI“. Am Samstag, 30. Januar, folgt im kommenden Jahr ebenfalls von 19 bis 22 Uhr das erste historische Kaffeehaus-Quiz mit Horst-Peter Neuse und Peter Schallenberg im „Printenhaus Portz“.

Hinter dem Programm steht „KultiWIRt – Kultur und Demokratie e.V.“. Aus der Initiative, schon sechs Veranstaltungen organisiert hat, wurde erst kürzlich ein Verein. Zum bisherigen Programm gehörten ein ausverkaufter Abend zum Thema Wald, eine Open-Air-Tanzparty mit rund 300 Gästen und eine Sommermusiknacht vor dem „Café T“ mit etwa 150 Besuchern. Der Vorsitzende Stephan Siemens und seine Mitstreiterinnen und Mitstreiter freuen sich über weitere Aktive und Fördermitglieder. Melden kann man sich dazu per Mail unter info@kultiwirt-bam.de.

pp/Agentur ProfiPress