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Henri Grüger

10/21/2026

Ein Dach für die Dorfgemeinschaft

Beim Richtfest des neuen Lessenicher Dorfgemeinschaftshauses sprach zunächst Ortsbürgermeister Michael Wolfgarten zu den Anwesenden und erinnerte an den bisherigen Bauprozess. Foto: Henri Grüger/pp/Agentur ProfiPress

Richtfest in Mechernich-Lessenich: getragen von vielen helfenden Händen, guter Laune und dem Wunsch nach einem lebendigen Treffpunkt für alle Generationen

Mechernich-Lessenich – Noch ist im neuen Dorfgemeinschaftshaus einiges zu tun. Doch mit dem Dach über dem Gebäude ist ein wichtiger Schritt geschafft: Etwas mehr als vier Monate nach dem Spatenstich feierte Lessenich nun Richtfest. Wie dringend erwartet der Neubau ist, zeigte sich schon im September: Die Kirmes fand bereits am neuen Standort am Sportplatz statt – mit Festzelt und vielen Gästen. Darunter auch hunderte Jugendliche.

Beim Richtfest des neuen Lessenicher Dorfgemeinschaftshauses sprach zunächst Ortsbürgermeister Michael Wolfgarten zu den Anwesenden und erinnerte an den bisherigen Bauprozess. Foto: Henri Grüger/pp/Agentur ProfiPress
Beim Richtfest des neuen Lessenicher Dorfgemeinschaftshauses sprach zunächst Ortsbürgermeister Michael Wolfgarten zu den Anwesenden und erinnerte an den bisherigen Bauprozess. Foto: Henri Grüger/pp/Agentur ProfiPress

„Wir feiern, dass aus einer Idee so langsam Wirklichkeit wird“, so Ortsbürgermeister Michael Wolfgarten in seiner Rede. Das Haus solle ein Ort werden, an dem Menschen zusammenkommen, miteinander reden, feiern, helfen und lachen. Gemeinschaft solle hier nicht nur im Namen stehen, sondern tatsächlich gelebt werden. „Es sind nicht die Mauern, die ein solches Gebäude zu unserem Haus machen. Es sind die Menschen, die zusammenkommen.“

Noch ist das Gebäude nicht fertig, doch die nächste Kirmes soll bereits in den neuen Räumlichkeiten stattfinden. Foto: Henri Grüger/pp/Agentur ProfiPress
Noch ist das Gebäude nicht fertig, doch die nächste Kirmes soll bereits in den neuen Räumlichkeiten stattfinden. Foto: Henri Grüger/pp/Agentur ProfiPress

Viele helfende Hände

Wie viel davon bereits in den Bau eingeflossen ist, zeigte Wolfgarten mit seinem Dank an die vielen Helferinnen und Helfer. Bürgerinnen und Bürger unterschiedlichen Alters hätten in ihrer Freizeit geplant, gerechnet, organisiert und mit angepackt. Stellvertretend nannte er unter anderem Jürgen Kaule, Peter Kau, Michael Breuer sowie Jonas Reck und Maurice Diefenthal vom Junggesellen- und Männerverein. Auch die bauausführenden Firmen Weiler Bau aus Mülheim in der Eifel, die Zimmerei Schneider und die Dachdeckerei Schäfer aus Zülpich unterstützten das Vorhaben.

Den traditionellen Richtspruch hielt Zimmermeister Georg Schneider. Das neue Gebäude solle „ein Ort für alle, für Große und Kleine“ werden. Foto: Henri Grüger/pp/Agentur ProfiPress
Den traditionellen Richtspruch hielt Zimmermeister Georg Schneider. Das neue Gebäude solle „ein Ort für alle, für Große und Kleine“ werden. Foto: Henri Grüger/pp/Agentur ProfiPress

Rund 20 Prozent der Bausumme sollen insgesamt durch sogenannte Hand- und Spanndienste aus der Bürgerschaft erbracht werden. Die nächsten Aufgaben stehen bereits an: Zwischenwände müssen fertiggemauert, Böden vorbereitet sowie Fenster und Türen eingebaut werden. Auch bei Elektro- und Haustechnik soll die Dorfgemeinschaft mitwirken. „Wir freuen uns über jede helfende Hand“, warb Wolfgarten um weitere Unterstützung.

Bürgermeister Fingel erinnerte daran, dass ein Dorfgemeinschaftshaus mehr sei als ein Gebäude. Gerade weil gesellige Treffpunkte vielerorts verschwänden, brauche es Orte, an denen Menschen einander begegnen könnten. Foto: Henri Grüger/pp/Agentur ProfiPress
Bürgermeister Fingel erinnerte daran, dass ein Dorfgemeinschaftshaus mehr sei als ein Gebäude. Gerade weil gesellige Treffpunkte vielerorts verschwänden, brauche es Orte, an denen Menschen einander begegnen könnten. Foto: Henri Grüger/pp/Agentur ProfiPress

Der Mechernicher Bürgermeister Michael Fingel lobte indes das verlässliche Zusammenspiel zwischen Dorf und Stadtverwaltung. Was in Lessenich zugesagt werde, werde auch umgesetzt, sagte er. Das sei leider keine Selbstverständlichkeit. Das Projekt zeige, was entstehen könne, wenn Land, Stadt und Menschen vor Ort zusammenarbeiteten. Das Land hatte 250.000 Euro aus dem Heimatförderprogramm bewilligt, die Stadt Mechernich steuert 150.000 Euro bei.

Bürgermeister Fingel erinnerte auch daran, dass ein Dorfgemeinschaftshaus mehr sei als ein Gebäude. Gerade weil gesellige Treffpunkte wie Kneipen vielerorts verschwänden, brauche es Orte, an denen Menschen einander begegnen könnten. Mit der Fertigstellung beginne deshalb auch die Aufgabe, das Haus dauerhaft mit Leben zu füllen.

Auch Horst Sielaff, Ortsbürgermeister des benachbarten Antweiler, gratulierte bestens gelaunt. Foto: Henri Grüger/pp/Agentur ProfiPress
Auch Horst Sielaff, Ortsbürgermeister des benachbarten Antweiler, gratulierte bestens gelaunt. Foto: Henri Grüger/pp/Agentur ProfiPress

„Ort für alle“

Manfred Rechs von der Unabhängigen Wähler-Vereinigung Mechernich (UWV) erinnerte an die Diskussionen über Größe und Nutzung des Hauses. Durch Gespräche zwischen Vereinen und Verwaltung sei schließlich die Idee gereift, den Neubau mit dem benachbarten TuS-Gebäude zu verbinden. Eine vorbereitete Öffnung soll die gemeinsame Nutzung ermöglichen; der befestigte Platz bietet Raum für ein Festzelt. So können Veranstaltungen auch künftig größer gefeiert werden.

Manfred Rechs von der UWV Mechernich erinnerte unter anderem an frühere Diskussionen über Größe und Nutzung des Hauses, die sich nun erledigt hätten. Foto: Henri Grüger/pp/Agentur ProfiPress
Manfred Rechs von der UWV Mechernich erinnerte unter anderem an frühere Diskussionen über Größe und Nutzung des Hauses, die sich nun erledigt hätten. Foto: Henri Grüger/pp/Agentur ProfiPress

Auch Horst Sielaff, Ortsbürgermeister des benachbarten Antweiler, gratulierte. Er kenne den Platz vom Fußball und von früheren Kirmesbesuchen und halte ihn für gut geeignet. Den traditionellen Richtspruch hielt schließlich Zimmermeister Georg Schneider. Das neue Gebäude solle „ein Ort für alle, für Große und Kleine“ werden. Unter dem Dachgebälk möge das Dorf zusammenrücken – bei Festen ebenso wie im Alltag. Anschließend stießen die Gäste gemeinsam auf die Zukunft an, bevor der Abend in geselliger Runde samt Leckereien vom Grill einen entspannten Ausklang fand.

pp/Agentur ProfiPress