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Henri Grüger

09/15/2026

Ein Baum, sieben Religionen

Blick in die Nachbarschaft: Viertes interreligiöses Gebet für Frieden am 18. September im Euskirchener Veybachpark

Blick in die Nachbarschaft: Viertes interreligiöses Gebet für Frieden am 18. September im Euskirchener Veybachpark

Euskirchen/Mechernich – Er trägt vier verschiedene Apfelsorten – und eine Botschaft, die weit über den Euskirchener Veybachpark hinausreicht: Der „Friedensbaum der Religionen“ steht für Vielfalt, Zusammenhalt und ein respektvolles Miteinander. Am Freitag, 18. September, wird er nun bereits zum vierten Mal zum Mittelpunkt eines interreligiösen Festes. Beginn ist um 17 Uhr auf der Wiese zwischen dem evangelischen Kindergarten und dem Veybach (auf Höhe Keltenring 77).

Menschen unterschiedlicher Religionen und Glaubensrichtungen aus dem ganzen Kreis wollen dort gemeinsam innehalten, feiern und für den Frieden beten. Sie eint die Überzeugung, dass Religionen trotz aller Unterschiede in ihrem Kern für Mitgefühl, Menschlichkeit und Frieden stehen – und dass Zusammenhalt gerade dort wachsen kann, wo Vielfalt nicht als Hindernis, sondern als Bereicherung verstanden wird.

Der Euskirchener „Friedensbaum der Religionen“ steht für Vielfalt, Zusammenhalt und ein respektvolles Miteinander. Am 18. September wird er zum vierten Mal zum Mittelpunkt eines interreligiösen Festes. Symbolbild: KI-generiert/pp/Agentur ProfiPress
Der Euskirchener „Friedensbaum der Religionen“ steht für Vielfalt, Zusammenhalt und ein respektvolles Miteinander. Am 18. September wird er zum vierten Mal zum Mittelpunkt eines interreligiösen Festes. Symbolbild: KI-generiert/pp/Agentur ProfiPress

Der Apfelbaum wurde 2023 gepflanzt. Inzwischen trägt er vier verschiedene Apfelsorten und soll künftig mit weiteren Sorten veredelt werden. So wird er Jahr für Jahr mehr zu einem lebendigen Symbol für das Zusammenwachsen unterschiedlicher Glaubensgemeinschaften: verschiedene Früchte an einem gemeinsamen Stamm.

Alle sind eingeladen

Vertreterinnen und Vertreter von sieben Religionsgemeinschaften werden während des Festes kurze Gebete, Texte und Gedanken zum Thema Frieden vortragen. Beteiligt sind die katholische und die evangelische Kirche, die Ahmadiyya Muslim Jamaat, die Neuapostolische Kirche, DITIB Euskirchen, die Bahai-Gemeinde Euskirchen/Zülpich sowie der Zen-Buddhismus des Dharmahauses Euskirchen.

Nach einer kurzen Vorstellung des interreligiösen Projektes werden Euskirchens Bürgermeister Sacha Reichelt und Landrat Markus Ramers das Fest eröffnen. Anschließend stehen die Friedensgebete im Mittelpunkt. Eingeladen sind ausdrücklich alle Bürgerinnen und Bürger – unabhängig von Religion, Weltanschauung oder Herkunft. Sie können zuhören, miteinander ins Gespräch kommen und gemeinsam ein sichtbares Zeichen gegen Spaltung und Ausgrenzung setzen.

Nach dem offiziellen Teil soll die Begegnung in geselliger Runde weitergehen. Bei Äpfeln, Fingerfood und Getränken besteht Gelegenheit zum persönlichen Austausch. Weitere Informationen gibt Roland Kuhlen telefonisch unter (0 22 51) 1 55 38 sowie per Mail an roland.kuhlen@kreis-euskirchen.de.

Getragen wird das Fest von den beteiligten Religionsgemeinschaften. Unterstützung kommt von der Stadt, dem Kreis und dem Kommunalen Integrationszentrum des Kreises. Finanziell gefördert wird die Veranstaltung durch das nordrhein-westfälische Ministerium für Kinder, Jugend, Familie, Gleichstellung, Flucht und Integration.

pp/Agentur ProfiPress