Wonach suchen Sie

Manfred Lang

10/20/2026

Drei Autoren, drei Morde…

… und Ralf Kramp verhört die Verdächtigen: Andrea Revers, Ralf Lano und Manfred Lang präsentieren am Donnerstag, 29. Oktober, um 19.30 Uhr im Café Sherlock in Hillesheim ihre neuen Eifelkrimis – Ralf Kramp moderiert einen mörderisch unterhaltsamen Abend zwischen Dorfgeheimnissen, Nachkriegsmorden und den Schatten des Mechernicher Bleibergs

… und Ralf Kramp verhört die Verdächtigen: Andrea Revers, Ralf Lano und Manfred Lang präsentieren am Donnerstag, 29. Oktober, um 19.30 Uhr im Café Sherlock in Hillesheim ihre neuen Eifelkrimis – Ralf Kramp moderiert einen mörderisch unterhaltsamen Abend zwischen Dorfgeheimnissen, Nachkriegsmorden und den Schatten des Mechernicher Bleibergs

Mechernich/Hillesheim – Eine junge Frau verschwindet nach einem Dorffest und taucht vierzig Jahre später als Leiche wieder auf. In einem Eifeldorf der Nachkriegszeit werden ein Lastwagenfahrer ermordet und ein weiterer Toter aus einem Teich gezogen. Und am Mechernicher Bleiberg liegt ein Mann, dessen Tod offenbar von Geheimnissen überlagert wird. Drei Fälle, drei Autoren, jede Menge Verdächtige – und ausgerechnet Ralf Kramp, der „Mister Crime aus Hillesheim“, soll am Ende für Ordnung sorgen.

Am Donnerstag, 29. Oktober, um 19.30 Uhr wird das Café Sherlock im Hillesheimer Kriminalhaus wieder einmal zum Schauplatz literarischer Verbrechen. Unter dem Titel „Eifel-Krimiabend“ präsentieren Andrea Revers, Ralf Lano und Manfred Lang ihre neuen Kriminalromane. Alle drei Bücher sind im Hillesheimer KBV-Verlag erschienen beziehungsweise für diesen Herbst angekündigt.

Die Moderation übernimmt Verleger, Krimiautor und ausgewiesener Meister des schwarzen Humors, Ralf Kramp, der seine Kollegin und die Kollegen nicht nur lesen lassen will, sondern ihnen gewiss auch die eine oder andere unangenehme Frage stellen wird.

Ein Dorf hat geschwiegen

Den Anfang der mörderischen Runde macht Andrea Revers mit ihrem neuen Eifelkrimi „Späte Ernte“. Darin ermittelt die pensionierte Mordermittlerin Frederike Suttner, von ihren Lesern längst als eine Art Eifeler „Miss Marple“ geschätzt, bereits in ihrem siebten Fall. Als ein altes Getreidesilo abgerissen wird, kommt eine Leiche zum Vorschein. Die Tote ist eine junge Frau, die vor mehr als vier Jahrzehnten nach einem Dorffest spurlos verschwand. Damals hieß es, sie sei fortgelaufen. Offenbar hatten einige Dorfbewohner gute Gründe, sich mit dieser Erklärung zufriedenzugeben.

Drei Autoren, drei neue Eifelkrimis und ein Moderator, der seine Gäste ins Kreuzverhör nehmen wird: Andrea Revers (oben links) präsentiert „Späte Ernte“, Ralf Lano (unten links) seinen historischen Eifelkrimi „Die Schuld währt bis zum Tod“ und Manfred Lang (rechts) seinen Mechernich-Thriller „Schattenwölfe“. Ralf Kramp moderiert den mörderischen Leseabend am Donnerstag, 29. Oktober, ab 19.30 Uhr im Café Sherlock in Hillesheim. Eintrittskarten kosten 15 Euro und sind bei der Buchhandlung Lesezeichen erhältlich. Grafik: Veranstalter/pp/Agentur ProfiPress
Drei Autoren, drei neue Eifelkrimis und ein Moderator, der seine Gäste ins Kreuzverhör nehmen wird: Andrea Revers (oben links) präsentiert „Späte Ernte“, Ralf Lano (unten links) seinen historischen Eifelkrimi „Die Schuld währt bis zum Tod“ und Manfred Lang (rechts) seinen Mechernich-Thriller „Schattenwölfe“. Ralf Kramp moderiert den mörderischen Leseabend am Donnerstag, 29. Oktober, ab 19.30 Uhr im Café Sherlock in Hillesheim. Eintrittskarten kosten 15 Euro und sind bei der Buchhandlung Lesezeichen erhältlich. Grafik: Veranstalter/pp/Agentur ProfiPress

Frederike Suttner beginnt nachzuforschen und stößt zwischen Kirchenchor, Dorfklatsch und hartnäckigem Schweigen auf ein Geflecht aus alten Geschichten, verdrängter Schuld und handfesten Drohungen. Denn manche Geheimnisse gedeihen auf dem Dorf offenbar besonders gut, wenn man sie nur lange genug unter der Erde versteckt.

Andrea Revers versteht es, die scheinbar beschauliche Eifeler Dorfwelt mit ihren menschlichen Abgründen zu konfrontieren. Ihre eigenwillige Ermittlerin weiß, dass hinter freundlichen Fassaden mitunter weniger freundliche Wahrheiten verborgen liegen.

Zwei Tote und ein Grobschmied

Ralf Lano führt sein Publikum mit „Die Schuld währt bis zum Tod“ zurück ins Jahr 1948. Die Währungsreform hat gerade stattgefunden, die Menschen schöpfen Hoffnung auf bessere Zeiten, und im fiktiven Eifeldorf Disselbach scheint langsam wieder Normalität einzukehren.

Doch dann wird in den umliegenden Wäldern ein Lastwagenfahrer bei einem brutalen Überfall ermordet. Kurz darauf entdecken spielende Jungen einen weiteren Toten in einem Teich. Die Ermittlungen führen Kommissar Peters schließlich nach Disselbach und zu einem Flüchtlingslager im Wald.

Auch der Dorfschmied Karl, eigentlich mit der Modernisierung seiner Werkstatt beschäftigt, wird immer tiefer in die rätselhaften Vorgänge hineingezogen. Was zunächst nach gewöhnlicher Nachkriegskriminalität aussieht, entwickelt sich zu einer Geschichte über alte Verstrickungen, Misstrauen und Schuld, die den Krieg überdauert hat.

Lano, 1965 in Kyllburg geboren, ist gelernter Werkzeugmacher und Maschinenbautechniker. Die Welt des Handwerks, die Lebensverhältnisse der Nachkriegszeit und die Menschen der Westeifel sind ihm vertraut. Dieses Wissen verleiht seinen historischen Krimis eine besondere Bodenhaftung. Für eine seiner Kurzgeschichten wurde er 2022 für den Deutschen Kurzkrimi-Preis nominiert.

Bleiberg wirft Schatten

Manfred „Manni“ Lang wiederum macht in seinem ersten großen Kriminalroman „Schattenwölfe“ den stillgelegten Tagebau „Virginia“ am Mechernicher Bleiberg zum Ausgangspunkt eines gefährlichen Rätsels. 1981 wird auf dem Gelände des ehemaligen Bleierz-Tagebaus ein Toter entdeckt. Die junge Stadtverwaltungsangestellte Lena Cremer glaubt nicht an einen Unfall und beginnt gemeinsam mit dem Lokalreporter Albert Neesgen Nachforschungen anzustellen.

Was zunächst wie ein örtlicher Kriminalfall aussieht, führt die beiden zurück in die Zeit des Nationalsozialismus, in die Wirren des Kriegsendes und in die undurchsichtige Welt des Kalten Krieges. Alte Fotografien, geheimnisvolle Akten, vergessene Stollen und Menschen mit gefährlichen Absichten spielen dabei ebenso eine Rolle wie die Frage, was aus geraubten Kunstschätzen des Dritten Reiches geworden ist.

Der Mechernicher Journalist, Autor und Diakon Manfred Lang, bislang vor allem mit humorvollen und heimatkundlichen Büchern sowie seinen Eifelgeschichten hervorgetreten, verbindet in „Schattenwölfe“ historische Hintergründe mit einem spannungsreichen Kriminalfall. Dass die Handlung in seiner Heimatstadt spielt und die Geschichte des Bleibergs eine zentrale Rolle einnimmt, ist kein Zufall: Lang kennt das Revier und seine Vergangenheit seit Jahrzehnten, er rechnet nicht nur nebenbei mit der offensichtlich nicht totzukriegenden Naziideologie ab.

Verhör durch erfahrenen Täter

Für die Verbindung der drei höchst unterschiedlichen Kriminalfälle sorgt Ralf Kramp. Der Hillesheimer Schriftsteller, Verleger und Betreiber des Kriminalhauses ist selbst seit Jahrzehnten als Erfinder ebenso spannender wie rabenschwarzer Geschichten bekannt. Als Moderator darf er diesmal allerdings nicht selbst morden, sondern muss sich darauf beschränken, seine Gäste über deren literarische Untaten auszufragen.

Der Schauplatz könnte passender kaum sein. Das Café Sherlock im Kriminalhaus am Hillesheimer Markt ist umgeben von Erinnerungsstücken der Kriminalliteratur, während sich unter demselben Dach die Buchhandlung Lesezeichen und eine riesige Sammlung von Kriminalromanen befinden. Wo sonst sollte man drei neue Eifelkrimis vorstellen, wenn nicht mitten in der selbst ernannten Krimihauptstadt der Vulkaneifel?

Der Eifel-Krimiabend beginnt am Donnerstag, 29. Oktober, um 19.30 Uhr im Café Sherlock, Am Markt 5–7, in Hillesheim. Der Eintritt kostet 15 Euro. Eintrittskarten können per E-Mail an info@lesezeichen-hillesheim.de oder telefonisch unter 06593/809433 bestellt werden.

pp/Agentur ProfiPress