Ab dem 12. Januar werden erste Arbeiten durchgeführt – Das umfassende Projekt wird knapp drei Jahre andauern – Verschiedene Bauphasen machen diverse Sperrungen nötig
Mechernich – Sie ist eine Hauptverkehrsachse in Mechernich. Eine, die in die Jahre gekommen ist und jetzt dringend erneuert werden muss. Daher wird die Feytalstraße nun umfassend saniert und umgestaltet. Mit den vorbereitenden Arbeiten wird die Firma Backes ab dem 12. Januar beginnen, teilt Andreas König, städtischer Teamleiter Straßen und öffentliche Grünanlagen, jetzt mit.

Im Laufe des rund dreijährigen Projekts sollen der Hauptsammelkanal sowie die Trinkwasserleitungen erneuert werden. Anschließenden wird die Straße ausgebaut. Erneuert werden auch die Bushaltestelle und der Parkplatz vor der Grundschule. „So sollen die erheblichen Verkehrsströme zu Hol- und Bringzeiten getrennt werden, um die Verkehrssicherheit zu erhöhen“, berichtet Andreas König.
Der Zustand des Kanals, der das Abwasser Mechernichs zur Kläranlage führt, war altersentsprechend schlecht und eine Erneuerung bereits mehrfach von den Aufsichts- und Genehmigungsbehörden gefordert worden. Der Austausch des rund fünf Meter tief liegenden Kanals nehme so viel Platz in Anspruch, dass eine abschnittweise Vollsperrung der Feytalstraße nötig werde, heißt es von den städtischen Planern. Auch der Parkplatz und die Bushaltestellen werden für die erste Bauphase gesperrt, um Platz für den Austausch des Kanals hierunter und auch für die zum Wiedereinbau vorgesehenen Bodenmassen zu erhalten.
Erste Bauphase vom Lidl zur Turnhalle
Die verkehrlichen Auswirkungen sind dementsprechend groß. Die erste Bauphase erstreckt sich von der L61 bis zur Turnhalle und wird rund ein Jahr dauern. Wann genau dieser Abschnitt voll gesperrt werden muss, hängt davon ab, wie schnell die Vorarbeiten abgeschlossen werden können. „Außerdem müssen zunächst alle erforderlichen Materialien vor Ort verfügbar sein“, erklärt Andreas König. Die Stadt wird im Laufe des Projekts immer wieder über die aktuellen Gegebenheiten informieren.

Für die erste Bauphase wird der Durchgangsverkehr mit Großtafeln weiträumig um die Sperrung herumgeführt. Damit der Busverkehr zum Schulzentrum gewährleistet werden kann, werden die Haltestellen provisorisch an die Turmhofstraße und die Heinrich-Heidenthal-Straße verlegt. Die Nutzung der Heinrich-Heidenthal-Straße wird in eine Richtung nur für Linienbusse freigegeben. Die Grundschüler werden von dort über einen eingezäunten Fußweg zur Schule geleitet, für die Gymnasiasten und die Gesamtschüler wird der Weg vom Bus zum Eingang während dieser Bauphase sogar kürzer. Die Fußgängerverkehre zum Kindergarten am Nyonsplatz und auf die Brücke werden mit Zebrastreifen gesichert.
Die Busse fahren laut Stadt weiter über die Feytalstraße zur Bahnstraße, deren Einbahnrichtung ab der Weierstraße gedreht wird, weiter in Richtung Kreisverkehr Friedrich-Wilhelm-Straße. Ein vorheriges Abbiegen der Busse von der Bahnstraße ist aus Platzgründen nicht möglich. „Flankierende Maßnahmen wie die Einrichtung von Halteverboten und die Änderung von Markierungen erfolgen im Vorfeld, um diese besonders wichtigen Verkehre am Laufen zu halten“, betont Andreas König.
Gewerbebetriebe erreichbar
Der Lidl-Markt erhält vor der Sperrung der Feytalstraße eine provisorische Zufahrt von der L61 aus, die Gewerbebetriebe an der Feytalstraße können aus dem Ort heraus provisorisch angefahren werden. Eine Erreichbarkeit der Grundschule und des Tennisclubs mit Kraftfahrzeugen ist nur für den Betriebsdienst und das Rettungswesen möglich. Kinder, die per Auto gebracht werden, sollen am Nyonsplatz abgesetzt werden, um dann die gesicherten Gehwege durch das Baufeld zu nutzen. Unter der Fußgängerbrücke wird ein provisorischer Parkplatz mit 16 Stellplätzen errichtet, der aber erst im letzten Bauabschnitt endgültig ausgebaut wird.

Die Kosten der Gesamtmaßnahme belaufen sich auf rund 5,7 Millionen Euro brutto. Gefördert wird der Ausbau der Feytalstraße über Straßenbauförderung zu 75 Prozent nach dem Gemeindeverkehrsfinanzierungsgesetz. Die Sanierung und den barrierefreien Umbau der zehn Bushaltestellen des Grundschulparkplatzes als Teil des ÖPNV fördert „GoRheinland“ zu 90 Prozent. Übrig bleiben (Stand Dezember 2024) 1.150.000 Euro, die den städtischen Haushalt belasten. Hinzu kommen 506.000 Euro für die Erneuerung der Trinkwasserleitung und 3.380.000 Euro Kanalbaukosten.
Die Ausbauplanung hat die „MR-Ingenieurgesellschaft“ aus Mechernich im Auftrag. Die Stadtverwaltung bittet alle Verkehrsteilnehmer um Ihr Verständnis für diese unbedingt nötigen Arbeiten und um besondere Rücksichtnahme.
pp/Agentur ProfiPress
01/06/2026
