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Ronald Larmann

08/03/2026

Waldbrand bei Voißel unter Kontrolle

Rund ein Hektar Wald betroffen – Spezialfahrzeug für unwegsames Gelände angefordert – Stadt Mechernich dankt allen Einsatzkräften und warnt vor weiterhin hoher Waldbrandgefahr

Rund ein Hektar Wald betroffen – Spezialfahrzeug für unwegsames Gelände angefordert – Stadt Mechernich dankt allen Einsatzkräften und warnt vor weiterhin hoher Waldbrandgefahr

Mechernich-Voißel Ein Waldbrand in einem schwer zugänglichen Bereich des Nationalparks Eifel nahe Voißel hat am Montagmorgen einen größeren Feuerwehreinsatz ausgelöst. Wie der Erste Beigeordnete der Stadt Mechernich, Thomas Hambach, nach einem Besuch an der Einsatzstelle berichtete, waren nach ersten Erkenntnissen rund ein Hektar Waldboden betroffen. Am späten Vormittag hatten die Einsatzkräfte das Feuer unter Kontrolle gebracht. Die Arbeiten vor Ort dauerten jedoch zunächst weiter an.

Nach Angaben Hambachs war zunächst eine nicht genau zuzuordnende Rauchentwicklung im Bereich Düttling gemeldet worden. Mithilfe einer Drohne suchten die Einsatzkräfte das Waldgebiet ab und konnten die Brandstelle schließlich lokalisieren. An der Bekämpfung des Feuers waren unter anderem Kräfte aus Mechernich und Schleiden, Einheiten des Kreises Euskirchen sowie Mitarbeiter des Nationalparks beteiligt.

Zum Glück kaum Wind

Der Erste Beigeordnete der Stadt Mechernich, Thomas Hambach, machte sich am Vormittag vor Ort ein Bild von der Lage. Das Feuer habe sich vor allem über die trockene Bodenauflage aus Nadeln, Laub und anderem Pflanzenmaterial ausgebreitet.

„Die Nadeln und Blätter am Boden sind ausgesprochen trocken. Das Feuer konnte sich deshalb über den Waldboden weiterbewegen“, berichtete Hambach. Er zeigte sich erleichtert, dass die Flammen trotz der schwierigen Bedingungen unter Kontrolle gebracht werden konnten. Hilfreich sei dabei auch gewesen, dass kaum Wind herrschte und das Feuer dadurch nicht zusätzlich angefacht wurde.

Besprechung am Rande des betroffenen Waldstücks: Zahlreiche Feuerwehrleute waren am Montagmorgen bei einem Waldbrand in einem schwer zugänglichen Bereich des Nationalparks Eifel nahe Voißel im Einsatz. Collage/Screenshots: Ronald Larmann/pp/Agentur ProfiPress
Besprechung am Rande des betroffenen Waldstücks: Zahlreiche Feuerwehrleute waren am Montagmorgen bei einem Waldbrand in einem schwer zugänglichen Bereich des Nationalparks Eifel nahe Voißel im Einsatz. Collage/Screenshots: Ronald Larmann/pp/Agentur ProfiPress

Eine besondere Herausforderung stellte die Lage der Brandstelle dar. Das Gelände war für herkömmliche Löschfahrzeuge nur schwer erreichbar. Feuerwehrfahrzeuge mussten daher zwischen der Einsatzstelle und geeigneten Wasserentnahmestellen pendeln, um die Versorgung mit Löschwasser sicherzustellen.

Zur Unterstützung wurde außerdem der sogenannte „Fire Fighter“ angefordert. Das Spezialfahrzeug ist auf einem geländegängigen Forstfahrzeug aufgebaut und verfügt über einen 10.000 Liter fassenden Wassertank sowie einen leistungsfähigen Wasserwerfer. Es wurde eigens für die Bekämpfung von Waldbränden in unwegsamem Gelände, an Steilhängen und abseits befestigter Waldwege entwickelt.

Sehr gute Zusammenarbeit

„Mein ausdrücklicher Dank gilt allen Einsatzkräften, die hier schnell, professionell und unter schwierigen Bedingungen gehandelt haben“, betonte Thomas Hambach. „Die Zusammenarbeit der beteiligten Feuerwehren, des Kreises, der Forstfachleute und des Nationalparks hat sehr gut funktioniert.“ Zur Ursache des Feuers lagen zunächst keine gesicherten Erkenntnisse vor.

Die Stadt Mechernich appelliert angesichts der trockenen Vegetation weiterhin an die besondere Vorsicht aller Waldbesucher. Im Wald darf weder geraucht noch offenes Feuer entfacht werden. Auch weggeworfene Zigaretten und auf trockener Vegetation abgestellte Fahrzeuge können Brände auslösen. Wald- und Rettungswege müssen für Einsatzfahrzeuge unbedingt freigehalten werden.

Wer Rauch oder Feuer im Wald bemerkt, sollte umgehend den Notruf 112 wählen und den Standort möglichst genau beschreiben. Schon ein kleiner Funke kann unter den derzeitigen Bedingungen ausreichen, um einen Waldbrand auszulösen.

pp/Agentur ProfiPress