Kallmuth: Bürgermeister und Ordnungsamtsleiter besichtigen neues Heimat-Scheck-Projekt – Tafel aus Cortenstahl, Bank und Hinweistafel – Vorbild für städtische Friedhöfe denkbar
Mechernich-Kallmuth – Bürgermeister Michael Fingel und der Teamleiter des Ordnungsamtes, Constantin Hochgürtel, waren sich einig: So wie in Kallmuth könnte es bald auf vielen städtischen Friedhöfen aussehen. Grabflächen würden nicht mehr wie früher genutzt, weiß der unter anderem für das Friedhofswesen zuständige Hochgürtel. „Weshalb sie immer öfter in Baumreihen umgewandelt werden.“
Was liegt also näher, als den „Friedhof der Zukunft“ so pflegeleicht, naturnah aber dennoch ansprechend zu gestalten, wie hier: mit Kunstwerken, mehrjährigen Stauden und Insektenhotels? Für Michael Fingel nichts. „Die Idee ist prima!“

Beim Ortstermin mit Ortsbürgermeister mit Robert Ohlerth nahmen die Gäste aus dem Rathaus jetzt das neueste Kallmuther Heimat-Scheck-Projekt in Augenschein: ein Kunstwerk aus rostrotem Cortenstahl, direkt am Weg zum naturnahen Urnenfeld gelegen. Entworfen hat die stählerne Tafel das Hosteler Metallbau-Unternehmen Müller, finanziert wurde sie zum größten Teil von den 2000 Euro aus der letzten Heimatscheck-Aktion des Landes NRW. Die fehlenden 400 Euro hat laut Ortsbürgermeister ein freundlicher Spender beigesteuert, der anonym bleiben möchte.
Zu dem Kunstwerk gehört auch eine Infotafel in Burgform, die auf örtliche Sehenswürdigkeiten hinweist. Laut Robert Ohlerth sei dies hauptsächlich interessant für Hinterbliebene aus dem Umland, „davon gibt es heute ja immer mehr.“
Auch ein Igelunterschlupf, ein Insektenhotel und eine Vogeltränke verstecken unter den jungen Laubbäumen. Zudem wurde von dem Förderbetrag eine massive Holzbank angeschafft. „Die schöne Bank hat uns Peter Linden zum Vorzugspreis gebaut, dafür möchte ich ihm von Herzen danken!“ Frisch gepflanzte Stockrosen und andere mehrjährige Stauden sorgen für ein buntes Bild. (Haben dem Ortsbürgermeister in der letzten Hitzeperiode allerdings auch einige schweißtreibende Einsätze an der Gießkanne abverlangt.)
Zur Freude vieler, auch den Verantwortlichen im Rathaus, entwickelt sich ein Teil des Kallmuther Friedhofs also stetig weiter: „Zu einem Ort der Begegnung, der auch mit AOK-Shopper zugänglich ist.“ Ein Punkt, der Robert Ohlerth besonders wichtig ist, denn: „Wir werden alle älter.“
pp/Agentur ProfiPress
07/14/2026

