Sieben Chöre verwandeln die Aula des städtischen Mechernicher Gymnasiums Am Turmhof in einen klingenden Sangestempel
Mechernich -Als am Ende des Abends mehr als 200 Stimmen gemeinsam den Kanon „Abendstille überall“ anstimmten, herrschte für einen Moment eine besondere Atmosphäre in der Aula des städtischen Mechernicher Schulzentrums. Wo zuvor Titel von „Queen“ und „Die Ärzte“ erklungen waren, afrikanische Rhythmen und romantische Chorliteratur, vereinten sich Sängerinnen, Sänger und Publikum zu einem musikalischen Schlussakkord, der lange in Erinnerung bleiben dürfte.


Es handelte sich um die Premiere eines „Chor-Sommer-Konzertes“ des städtischen Gymnasiums Am Turmhof (GAT), das sich als voller Erfolg erwies. „Sieben Chöre aus der Region um den Mechernicher Bleiberg präsentierten vor gut besetzten Reihen die ganze Bandbreite dessen, was Chormusik sein kann: kraftvoll und leise, traditionell und modern, humorvoll und berührend“, schreibt Pressesprecher Bernhard Karst.


Mit den Worten „Musik ist eine Sprache, die jeder versteht“ begrüßte Organisatorin und Musiklehrerin Kirsten Welsch die Gäste. Ihr Wunsch, Menschen unterschiedlicher Generationen und musikalischer Richtungen bei diesem Konzert zusammenzubringen, erfüllte sich an diesem Abend eindrucksvoll.
Sacro-Pop und „Hard-Chor“ zum Auftakt
Bereits der Auftakt machte deutlich, was das Publikum erwartete. Chor und Sacro-Pop-Band „Rainer Wahnsinn“ um Rainer Pütz begeisterten mit schwungvollen modernen Arrangements und christlichen Inhalten. Schnell wurde mitgeklatscht, gewippt und geswingt. Nicht weniger energiegeladen präsentierte sich der „Hard Chor“ des Sankt-Michael-Gymnasiums Bad Münstereifel mit Titeln wie „Je veux“ und „The Greatest Show“.

Einen bewussten Gegenpol setzte der Männergesangverein (MGV) Steinbach-Erft. Die Sänger bewiesen, dass klassische Chormusik nichts von ihrer Ausdruckskraft verloren hat. Sie ist zeitlos – und den Sängern macht der gemeinsame Gesang hörbar Freude. Vor der Pause gehörte die Bühne den Gastgebern, dem Ensemble „GAT the Voice“, dem Schüler-Eltern-Lehrer- und Ehemaligenchor des Gymnasiums Am Turmhof.

Als die ersten Takte des Ärzte-Klassikers „Westerland“ erklangen, sprang der Funke endgültig aufs Publikum über. Mit einem Augenzwinkern erklärte Chorleiterin und GAT-Musiklehrerin Dr. Antje Lehmhus, vermutlich habe die sommerliche Hitze den Chor musikalisch in Richtung Nordsee getrieben.
Dynamische „Bohemian Rhapsody“
Nach der Pause überzeugte der Kirchenchor Kommern, bevor „TaktVoll Buir“ Facetten moderner Chormusik entfaltete. Den glanzvollen Schlusspunkt setzte der Lumora-Chor unter der Leitung von Pascal Lucke. Mit großer Bühnenpräsenz, eindrucksvollen Solopassagen und populären Arrangements zog das Ensemble das Auditorium in seinen Bann. Spätestens bei Freddie Mercurys „Bohemian Rhapsody“ entfaltete der Chor seine ganze Dynamik.


Bernhard Karst schreibt: „Bemerkenswert war nicht nur die musikalische Vielfalt, sondern auch die Bandbreite der Mitwirkenden selbst. Vom Fünftklässler bis zum Senior standen Menschen unterschiedlichsten Alters gemeinsam auf der Bühne. Was sie verband, war während des gesamten Abends spürbar: die Freude am Singen und die Begeisterung für die Musik.“


Nach rund zweieinhalb Stunden voller Melodien, Emotionen und Begeisterung dankte Kirsten Welsch allen Chorleiterinnen und Chorleitern sowie den zahlreichen Helferinnen und Helfern. Ihr Wunsch: Dass das Chor-Sommer-Konzert keine einmalige Veranstaltung bleibt. Die Chancen dafür stehen gut. Der langanhaltende Applaus am Ende des Abends klang jedenfalls danach.
pp/Agentur ProfiPress
06/24/2026

