Wachendorfer Ruhestandspriester Felix Dörpinghaus (88) feiert am Sonntag, 28. Juni, um 10.45 Uhr in der Mechernicher Pfarrkirche St. Johannes Baptist sein Diamantenes Weihejubiläum – Schwestern Genoveva und Ursula wurden Künstlerinnen, er zunächst Ordensmann bei den Salvatorianern
Mechernich/Wachendorf - Pfarrer Felix Dörpinghaus (88) aus Wachendorf feiert am Sonntag, 28. Juni, in der Mechernicher Pfarrkirche St. Johannes Baptist um 10.45 Uhr sein 60-jähriges Priesterjubiläum. Die Festmesse wird musikalisch vom Kirchenchor St. Cäcilia Mechernich gemeinsam mit Sängerinnen und Sängern des Chores an der Basilika Steinfeld, begleitet von Orchester und Solisten, unter der Leitung von Erik Arndt mit Mozarts „Krönungsmesse“ gestaltet.

Felix Dörpinghaus wurde am 21. Dezember 1937 in Dillingen an der Saar geboren und wuchs in Roisdorf auf. Er entstammt einer katholisch geprägten Familie. Sein Vater war Bruno Dörpinghaus (1903–1995), Ingenieur, enger Mitarbeiter Konrad Adenauers und später Generalsekretär der Arbeitsgemeinschaft der CDU/CSU.
Mit Adenauer befreundet
„Er hatte Mitgliedsnummer 3 in der nach dem Krieg gegründeten Union“, erinnerte sich der Diamantjubilar im Interview mit der Mechernicher Agentur ProfiPress: „Er war mit Adenauer befreundet, der bei uns zu Hause ein- und ausging.“

Besonders bemerkenswert ist die Familiengeschichte: Felix Dörpinghaus hatte eine Zwillingsschwester, Ursula Dörpinghaus, die später als Ordensfrau Schwester Maria Geroldine Dörpinghaus bekannt wurde und als Kunstpädagogin sowie sakrale Künstlerin weit über den Niederrhein hinaus Anerkennung fand. Beide Geschwister entschieden sich für ein Leben im Dienst der Kirche. Auch die ältere Schwester Genoveva war eine renommierte Künstlerin.

Nach seiner Schulzeit trat Felix Dörpinghaus 1960 in den Orden der Salvatorianer ein. Die Salvatorianer, gegründet von Pater Franziskus Jordan, verstehen sich als missionarische Gemeinschaft, die den christlichen Glauben auf vielfältige Weise verkünden will.
Wenige Jahre später empfing „Pater Markus“, wie er sich im Orden nannte, am Fest Peter und Paul 1966 im Passauer Dom von Bischof Simon Conrad die Priesterweihe. Anschließend feierte er seine Primiz in der Heimatgemeinde Roisdorf.

Im Laufe seines priesterlichen Wirkens verließ Dörpinghaus den aktiven Ordensverband der Salvatorianer und wirkte fortan als so genannter „Weltpriester“ im Bistum Aachen. In den 1980er und 1990er Jahren wurde er vor allem im Raum Düren und Eifel bekannt. Unter anderem war er Vikar an St. Mariä Himmelfahrt in Mönchengladbach.

Von 1988 bis 1997 war er Pfarrer der katholischen Pfarrgemeinde St. Josef in Vossenack im Hürtgenwald. Damit war er unmittelbarer Nachfolger des langjährigen Pfarrers Matthias Hegger. Später verlagerte sich sein seelsorglicher Schwerpunkt nach Mechernich, wo er bis heute mit den Pfarreien des Pastoralen Raumes St. Barbara verbunden ist. Felix Dörpinghaus genießt am Bleiberg einen guten Ruf als ruhiger, ausgleichender und den Menschen zugewandter Geistlicher.
Kein kirchlicher Karrieremann
Auffällig ist, dass Felix Dörpinghaus nie als kirchenpolitischer „Karrieremann“ wahrgenommen wurde. Die Berichte über ihn betonen vielmehr seine Nähe zu den Menschen, seine Bescheidenheit und seine Bereitschaft, auch im hohen Alter weiterhin Gottesdienste, Wallfahrten und Gemeindeveranstaltungen zu begleiten.

Als er 2017 seinen 80. Geburtstag feierte, bat er statt persönlicher Geschenke um Spenden für ein Brunnenprojekt in Indien – eine kleine Geste, die viel über sein Selbstverständnis aussagt. 2026 kann der Wahl-Wachendorfer nun sein Diamantenes Priesterjubiläum feiern. Das Bistum Aachen und sein Chef, Pfarrer Erik Pühringer, würdigen den 88-Jährigen ausdrücklich als einen Geistlichen, der das kirchliche Leben in Mechernich und der Region über Jahrzehnte mitgeprägt hat.

Auch im hohen Alter ist Felix Dörpinghaus noch in Liturgie und Seelsorge präsent und vielen Menschen als zugewandter Priester bekannt. Immer wieder wirkt er bei Gottesdiensten, Wallfahrten und Gemeindefeiern mit und begleitet das kirchliche Leben in Mechernich und Umgebung. In der Bevölkerung genießt er große Wertschätzung – nicht zuletzt wegen seiner ruhigen, verbindlichen Art und seiner langjährigen pastoralen Erfahrung.

Der Pastorale Raum lädt alle Gläubigen und Wegbegleiter herzlich zum Mitfeiern des Jubiläumsgottesdienstes ein. Im Anschluss an die Messe lädt der Kirchengemeindeverband (KGV) Mechernich zur Begegnung mit dem Jubilar ins Johanneshaus ein.
pp/Agentur ProfiPress
06/22/2026

