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Manfred Lang

05/20/2026

Wenn die Orgel rockt

Markus Goecke spielt am 29. Mai auf der Seifert-Orgel „Best of Rock Classics“ – Mit philosophischer Anmerkung zu Rock und Orgelmusik

Markus Goecke spielt am 29. Mai auf der Seifert-Orgel „Best of Rock Classics“ – Mit philosophischer Anmerkung zu Rock und Orgelmusik von Georg Schneider – Veranstalter ist der Verein der Freunde und Förderer der Musik-Kultur um Volker Prinz

Euskirchen-Großbüllesheim – Kirchenorgel und Rockmusik – passt das zusammen? Markus Goecke liefert darauf seit Jahren eine eindrucksvolle Antwort. Am Freitag, 29. Mai, um 19 Uhr bringt der Euskirchener Konzertorganist die Seifert-Orgel in der Pfarrkirche St. Michael zum Klingen – mit einem Programm, das Rockgeschichte neu hörbar macht.

Rock trifft am 29. Mai in Großbüllesheim Kirchenraum: Der international renommierte Organist Markus Goecke aus Euskirchen interpretiert große Klassiker von Nirvana bis Deep Purple auf der Seifert-Orgel in St. Michael – begleitet von Impulsen des Theologen Georg Schneider. Repro: Veranstalter/pp/Agentur ProfiPress
Rock trifft am 29. Mai in Großbüllesheim Kirchenraum: Der international renommierte Organist Markus Goecke aus Euskirchen interpretiert große Klassiker von Nirvana bis Deep Purple auf der Seifert-Orgel in St. Michael – begleitet von Impulsen des Theologen Georg Schneider. Repro: Veranstalter/pp/Agentur ProfiPress

Unter dem Titel „Best of Rock Classics“ hat Goecke große Songs der vergangenen Jahrzehnte für die Orgel bearbeitet. Zu hören sind unter anderem Nirvanas „Smells Like Teen Spirit“, Princes „Purple Rain“, Rammsteins „Engel“, der Klassiker „The House of the Rising Sun“, Phil Collins’ „Another Day in Paradise“ sowie „Knockin’ On Heaven’s Door“ in der Fassung von Guns N’ Roses.

Der vielfach ausgezeichnete Musiker Markus Goecke – unter anderem Preisträger beim Concours Suisse de l'Orgue – studierte bei renommierten Organisten wie Marie-Claire Alain und ist regelmäßig bei Festivals und in großen Kirchen Europas zu hören. Foto: Veranstalter/pp/Agentur ProfiPress
Der vielfach ausgezeichnete Musiker Markus Goecke – unter anderem Preisträger beim Concours Suisse de l'Orgue – studierte bei renommierten Organisten wie Marie-Claire Alain und ist regelmäßig bei Festivals und in großen Kirchen Europas zu hören. Foto: Veranstalter/pp/Agentur ProfiPress

Auch „Stairway to Heaven“ von Led Zeppelin, Metallicas „Nothing Else Matters“, „Heaven“ von den Talking Heads und Deep Purples „Smoke on the Water“ stehen auf dem Programm. Was auf den ersten Blick ungewöhnlich wirkt, entfaltet auf der Orgel eine ganz eigene Kraft. „Mit ihrer enormen Klangvielfalt kann sie hymnische Weite, intime Klangfarben und eruptive Energie gleichermaßen abbilden – Qualitäten, die viele dieser Songs auszeichnen“, schreibt Seelsorgebereichskirchenmusiker Volker Prinz für den Veranstalter, den Verein der Freunde und Förderer der Musik-Kultur.

Sinnsuche, Schuld und Liebe

Goecke verstehe es, die genannten Facetten auszuschöpfen und die Stücke in eine neue, oft überraschend dichte Klangsprache zu übersetzen, so Prinz weiter. Dass ihm dies gelingt, zeige seine internationale Konzerttätigkeit. Der vielfach ausgezeichnete Musiker – unter anderem Preisträger beim Concours Suisse de l'Orgue – studierte bei renommierten Organisten wie Marie-Claire Alain und ist regelmäßig bei Festivals und in großen Kirchen Europas zu hören.

Die Seifert-Orgel in St. Michael Großbüllesheim ist ein Instrument von bemerkenswerter Eigenart – nicht monumental in ihrem Äußeren, aber von durchdachter Klangarchitektur. 2011 von der Orgelbauwerkstatt Romanus Seifert & Sohn erbaut, vereint sie auf zwei Manualen und Pedal 31 Register mit rund 1.700 Pfeifen. Foto: Volker Prinz/pp/Agentur ProfiPress
Die Seifert-Orgel in St. Michael Großbüllesheim ist ein Instrument von bemerkenswerter Eigenart – nicht monumental in ihrem Äußeren, aber von durchdachter Klangarchitektur. 2011 von der Orgelbauwerkstatt Romanus Seifert & Sohn erbaut, vereint sie auf zwei Manualen und Pedal 31 Register mit rund 1.700 Pfeifen. Foto: Volker Prinz/pp/Agentur ProfiPress

Eine besondere Dimension erhält der Abend durch die Beiträge von Georg Schneider. Der Diplom-Theologe und systemische Berater führt mit pointierten lehrreichen Kommentaren in die einzelnen Werke ein und schlägt dabei philosophisch Brücken zwischen Rockmusik und existenziellen Fragen. Viele der Songs kreisen um Themen wie Sinnsuche, Schuld, Liebe oder Erlösung – Motive, die natürlich auch im kirchlichen und spirituellen Kontext Platz haben.

Volker Prinz: „Dieses Konzert soll mehr als eine musikalische Grenzüberschreitung werden, ein Dialog zwischen den Klangwelten – und zu einer Einladung an alle, bekannte Musik neu zu hören.“ Veranstalter ist der Verein der Freunde und Förderer der Musik-Kultur.

pp/Agentur ProfiPress