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Redaktion ProfiPress

04/14/2026

Eine rasante Travestie-Parade

 

6 min read

Blick in die Nachbarschaft: „Regina Red“ und „Adelheid von Seidennaht“ begeisterten im ausverkauften Saal Gier in Kall – Nenas 99 Luftballons, Falkos Amadeus und eine spektakuläre Laser-Show zu Helene Fischers „Atemlos“

Kall/Mechernich – Die Herren Damen ließen bitten und verwandelten den Kaller Saal Gier mit einer spektakulären Travestieshow zeitweise in ein Tollhaus.

Boten im Kaller Saal Gier eine bunte Show: „Regina Red“ und „Adelheid von Seidennaht“ sind bekannte Künstler in der deutschen Travestie-Szene. Foto: Reiner Züll/pp/Agentur ProfiPress
Boten im Kaller Saal Gier eine bunte Show: „Regina Red“ und „Adelheid von Seidennaht“ sind bekannte Künstler in der deutschen Travestie-Szene. Foto: Reiner Züll/pp/Agentur ProfiPress

High-Heels, Nagellack, Glitzerfummel und jede Menge Schminke bestimmten das Bild, als „Regina Red“, alias René Berlin, und „Adelheid von Seidennaht“, alias Tom Ger, dem Publikum in der Mechernicher Nachbarschaft eine so frivole wie humoristische Show boten, die es in sich hatte. Gut drei Stunden lang waren hier Klamauk, Parodien und Musik angesagt.

Der Saal Gier war bis auf den letzten Platz besetzt. Weil viele Interessenten keine Eintrittskare mehr bekamen, vereinbarte der Kneipen-Verein mit Regina Red einen weiteren Show-Termin am 12. September. Foto: Reiner Züll/pp/Agentur ProfiPress
Der Saal Gier war bis auf den letzten Platz besetzt. Weil viele Interessenten keine Eintrittskare mehr bekamen, vereinbarte der Kneipen-Verein mit Regina Red einen weiteren Show-Termin am 12. September. Foto: Reiner Züll/pp/Agentur ProfiPress

Regina Red gastierte zum nunmehr fünften Mal beim „Verein zur Erhaltung der Gaststätte Gier“, und auch dieses Mal war die Show schon frühzeitig ausverkauft. Zum zweiten Mal hatte Rene Berlin, der bis vor einem Jahr noch den Namen René Schaffrath trug, seinen Show-Kollegen Tom Ger mit nach Kall gebracht.

Der Spiegel im Schminkkoffer ist für Adelheid von Seidennaht ein wichtiges Utensil in der Garderobe.  Foto: Reiner Züll/pp/Agentur ProfiPress
Der Spiegel im Schminkkoffer ist für Adelheid von Seidennaht ein wichtiges Utensil in der Garderobe.  Foto: Reiner Züll/pp/Agentur ProfiPress

Der ist übrigens ein Schwergewicht in der deutschen Travestie-Szene. Im bekannten Kölner Theater „Kulturschock“ tritt er als „Adelheid von Seidennaht“ sowie als „Edeltraud von Eigenart“ auf.

Knapp vier Stunden lang ließen Regina Red (l.) und Adelheid von Seidennaht mit flotten Parodien und frivolen Sprüchen keine Langeweile im Saal aufkommen. Foto: Reiner Züll/pp/Agentur ProfiPress
Knapp vier Stunden lang ließen Regina Red (l.) und Adelheid von Seidennaht mit flotten Parodien und frivolen Sprüchen keine Langeweile im Saal aufkommen. Foto: Reiner Züll/pp/Agentur ProfiPress

Und auch der in Hellenthal-Hecken wohnende René Berlin hat in seiner Rolle der „Regina Red“ den Olymp der Travestiekunst erklommen. Seit ein paar Monaten gehört er dem Künstler-Team der Dragqueen Olivia Jones in dessen „Olivias Showclub“ auf St. Pauli an.

Regia Red ging auch mit dem Publikum auf Tuchfühlung: etwa mit Sascha Fritton, der extra aus Trier angereist war, um Red zu erleben. Foto: Reiner Züll/pp/Agentur ProfiPress
Regia Red ging auch mit dem Publikum auf Tuchfühlung: etwa mit Sascha Fritton, der extra aus Trier angereist war, um Red zu erleben. Foto: Reiner Züll/pp/Agentur ProfiPress 

47 fliegende Kostümwechsel

Knapp vier Stunden lang ließen die beiden Travestiekünstler mit Parodien und frivolen Sprüchen keine Langeweile aufkommen. In der Garderobe ging es hektisch zu, denn zwischen den insgesamt 25 Programm-Nummern waren Kleider- und Kostümwechsel angesagt.

Wenn es um Klamauk bei der Travestie-Show geht, ist Regina Red voll in ihrem Element. Foto: Reiner Züll/pp/Agentur ProfiPress
Wenn es um Klamauk bei der Travestie-Show geht, ist Regina Red voll in ihrem Element. Foto: Reiner Züll/pp/Agentur ProfiPress

So präsentierten sie sich dem Publikum im Verlauf des Abends in 47 verschiedenen Outfits.

Regina Red, alias René Berlin, präsentierte sich im Saal Gier stilecht als Rock-Röhre Tina Turner. Foto: Reiner Züll/pp/Agentur ProfiPress
Regina Red, alias René Berlin, präsentierte sich im Saal Gier stilecht als Rock-Röhre Tina Turner. Foto: Reiner Züll/pp/Agentur ProfiPress

Die Künstler überzeugten auch gesanglich, egal ob mit oder ohne Playback. Die meisten Lieder wurden jedoch live gesungen. Regina und Adelheit brachten Nenas „99 Luftballons“, Falkos „Rock me Amadeus“ oder Helene Fischers „Atemlos“ zu Gehör, wobei Red zu letzterem eine spektakuläre Tanz- und Lasershow im abgedunkelten Saal bot. Das Publikum, größtenteils im mittleren Alter, war aus dem Häuschen.

Die Travestie-Künstler verwandelten den Saal Gier zeitweise in ein echtes Tollhaus. Das Publikum war begeistert. Foto: Reiner Züll/pp/Agentur ProfiPress
Die Travestie-Künstler verwandelten den Saal Gier zeitweise in ein echtes Tollhaus. Das Publikum war begeistert. Foto: Reiner Züll/pp/Agentur ProfiPress

Und auch die Titanic, eine Zauberschau, die Frau in Leder oder die Reeperbahn waren Themen, denen sich Regina Red und Adelheid von Seidennaht widmeten.

Regina Red als „Frau in Leder“. Foto: Reiner Züll/pp/Agentur ProfiPress

Und natürlich zogen sie auch einige Männer nicht nur durch den Kakao, sondern auch ins Geschehen mit ein. Vor allem Red ging mit den Herren auf Tuchfühlung. Einmal setzte er sich auf den Schoß eines Gastes, dann küsste er die Glatze eines Besuchers, und einen anderen fütterte er mit einer Banane.

Regina Red (r.) und Adelheid von Seidennaht waren mir drei Wagenladungen an Kostümen in Kall angereist. 47-mal wechselten sie im Lauf des Abends ihr Outfit. Foto: Reiner Züll/pp/Agentur ProfiPress
Regina Red (r.) und Adelheid von Seidennaht waren mir drei Wagenladungen an Kostümen in Kall angereist. 47-mal wechselten sie im Lauf des Abends ihr Outfit. Foto: Reiner Züll/pp/Agentur ProfiPress

Es ging auf Mitternacht zu, als sich René Berlin und Tom Ger mit einigen Udo-Jürgens-Songs, und einem lang andauernden Schlagermedley als Zugabe, vom dankbaren Publikum verabschiedeten. Weil die Veranstaltung schon frühzeitig ausverkauft war und viele Kartenwünsche nicht erfüllt werden konnten, hat sich der Verein zur Erhaltung der Gaststätte Gier bei Regina Red erfolgreich um einen weiteren Termin bemüht.

Stimmgewaltig: Adelheid von Seidennaht in ihrem Element. Foto: Reiner Züll/pp/Agentur ProfiPress
Stimmgewaltig: Adelheid von Seidennaht in ihrem Element. Foto: Reiner Züll/pp/Agentur ProfiPress

Am Samstag, 12. September, heißt es nun im Kaller Saal Gier wieder: „Bühne frei für Regina Red“. Beim Kartenvorverkauf sollen die Regina-Fans, denen der Verein eine Absage erteilen musste, vorrangig berücksichtigt werden.

pp/Agentur ProfiPress

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