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Steffi Tucholke

03/30/2026

100 Tonnen in der Luft

 

5 min read

Fertigteile aus Beton wurden aus luftiger Höhe millimetergenau montiert – Brücke bei Burg Veynau soll Mitte April wieder befahrbar sein – 30 Tonnen Stahl und 60 Kubikmeter Beton verbaut

Mechernich/Euskirchen – 100 Tonnen waren die Betonteile insgesamt schwer, die zur Fertigstellung der Brücke über den Veybach bei Burg Veynau durch luftige Höhen schwebten.

Der wichtigste Schritt ist geschafft: Für den Neubau der Brücke nahe Burg Veynau über den Veybach wurden die Fertigbetonteile aus luftiger Höhe montiert. Foto: Benjamin Wunsch/Kocks Consult GmbH/pp/ProfiPress

Vier Fertigteile hatte die Firma Backes in Stadtkyll gefertigt, mit einem Schwertransport zur Baustelle transportiert und schließlich mit einem Schwerlastkran millimetergenau auf die Widerlager der Betonbrücke platziert. Nun muss nur noch Erdreich aufgeschüttet und der anschließende Straßenbau fertiggestellt werden, damit die Brücke planmäßig Mitte April wieder befahren werden kann.

Genaues Arbeiten war gefragt – sowohl bei der Planung, als auch bei der Ausführung – um die je 20 bis 30 Tonnen schweren Betonteile passgenau zu montieren. Foto: Benjamin Wunsch/Kocks Consult GmbH/pp/ProfiPress
Genaues Arbeiten war gefragt – sowohl bei der Planung, als auch bei der Ausführung – um die je 20 bis 30 Tonnen schweren Betonteile passgenau zu montieren. Foto: Benjamin Wunsch/Kocks Consult GmbH/pp/ProfiPress

„Ich bin froh, dass alles gepasst hat. Das Schwierigste ist jetzt geschafft“, freute sich Andreas König, Teamleiter Straßen der Stadt Mechernich. Das sah auch Marcel Maniecky so. Er ist Bauleiter der Firma Backes und beaufsichtigte die Montage der Fertigteile. „Das Auflegen der Betonteile ist für den Brückenbau ein Meilenstein“, freute er sich über den erfolgreichen Abschluss, der in nur drei Stunden über die Bühne ging.

Vier Fertigbetonteile, insgesamt 100 Tonnen schwer, wurden mit einem Schwerlastkran auf die Widerlager der Brücke aufgelegt. Foto: Steffi Tucholke/pp/Agentur ProfiPress
Vier Fertigbetonteile, insgesamt 100 Tonnen schwer, wurden mit einem Schwerlastkran auf die Widerlager der Brücke aufgelegt. Foto: Steffi Tucholke/pp/Agentur ProfiPress

Seit Oktober ist er mit einem Team aus drei bis vier Mitarbeitern vor Ort. Angefangen mit dem Rückbau der vom Hochwasser 2021 zerstörten Brückenteile über die Tiefengründung mittels neun Meter tief in die Erde eingebrachter Spunddielen bis zur vor-Ort-Betonierung der Widerlager, auf die die Brücke schließlich aufgelegt werden konnte, hatten die Bauarbeiter einiges zu tun.

Millimetergenau mussten die Stahltaschen der Betonteile auf die Widerlager der Brücke passen. Foto: Benjamin Wunsch/Kocks Consult GmbH/pp/ProfiPress
Millimetergenau mussten die Stahltaschen der Betonteile auf die Widerlager der Brücke passen. Foto: Benjamin Wunsch/Kocks Consult GmbH/pp/ProfiPress

Brücke muss viel aushalten können

„Allein für die Tiefengründung mittels Spunddielen haben wir 30 Tonnen Stahl verwendet. Für die Betonteile brauchte es 60 Kubikmeter Beton“, erzählte Vorarbeiter Thorsten Lenz. Jetzt muss noch Erdreich angeschüttet werden sowie die Brückenoberfläche vorbehandelt und versiegelt werden. So soll sie nahezu wasserdicht und vor allem widerstandsfähig werden, denn die Brücke muss viel aushalten können: als Zufahrt zu einer Tongrube ist sie darauf ausgelegt, dass auch Schwerlastfahrzeuge darüber fahren können.

Impression der Betonbrücke, die nun nahe Burg Veynau über den Veybach führt. Foto: Steffi Tucholke/pp/Agentur ProfiPress
Impression der Betonbrücke, die nun nahe Burg Veynau über den Veybach führt. Foto: Steffi Tucholke/pp/Agentur ProfiPress

Doch die Brücke nahe der Burg Veynau hat noch eine Besonderheit: Sie durfte nicht zu nah an die alte Linde gebaut werden, die am Ufer des Veybachs steht. „Es ist eine alte Gerichtslinde, also eine Stätte, an der früher Streitigkeiten beigelegt wurden. Die Gerichtsbarkeit lag damals bei den Adligen, daher die Nähe zur Burg Veynau. Die Linde ist sicherlich 500 bis 700 Jahre alt“, erklärte Axel Jakob von der Unteren Naturschutzbehörde Kreis Euskirchen.

Ein Meilenstein des Brückenbaus ist geschafft. Mitte April soll die Brücke nahe Burg Veynau wieder befahrbar sein. Foto: Benjamin Wunsch/Kocks Consult GmbH/pp/ProfiPress
Ein Meilenstein des Brückenbaus ist geschafft. Mitte April soll die Brücke nahe Burg Veynau wieder befahrbar sein. Foto: Benjamin Wunsch/Kocks Consult GmbH/pp/ProfiPress

Die Linde sei einer der ältesten Bäume im Kreis Euskirchen und aufgrund seiner plastischen Verformung ein sehr spannender Baum: „Er ist wie eine Bananenschale auseinandergebogen.“ Sogar in ganz Deutschland gebe es nur noch wenige dieser Art. „Deshalb mussten wir immer darauf achten, dass sie nicht beschädigt wird“, erzählte Marcel Maniecky. Tatsächlich wurde die Straße im Vergleich zu ihrem vorherigen Verlauf ein kleines Stück verschoben, um auf Nummer sicher zu gehen, dass die alte Linde nicht beschädigt wird.

pp/Agentur ProfiPress

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