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Manfred Lang

03/20/2026

Erik Arndt eint Klang und Konzept

Das Eifeler Musikfest in Steinfeld unter der Intendanz des Mechernicher Kirchenmusikers wächst weiter

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Das Eifeler Musikfest in Steinfeld unter der Intendanz des Mechernicher Kirchenmusikers wächst weiter – Zweite Steinfelder Kulturtage, die mit dem Hermann-Josef-Fest am 16. und 17. Mai und dem „Steinfeld Calling“ beginnen, mit dem Impulsfestival „Transient“ ihre Fortsetzung finden und in das 78. Eifeler Musikfest vom 29. bis 31. Mai münden, sind eine Veranstaltung der Stiftung Kloster Steinfeld unter Programmmanager Martin Reinicke

Mechernich/Steinfeld – Wenn sich im historischen Ambiente der ehemaligen Abtei Steinfeld Kultur, Musik und Begegnung verbinden, steht ein Name bei der Stiftung Kloster Steinfeld und Programmmanager Martin Reinicke besonders im Fokus: Erik Arndt. Der Kirchenmusiker aus Mechernich prägt als Intendant maßgeblich das Profil des Eifeler Musikfestes – und entwickelt es mit klarer künstlerischer Handschrift kontinuierlich weiter.

Intendant Erik Arndt (v.r.), Programmchef Martin Reinicke, Landrat Markus Ramers, Kalls Bürgermeister Emmanuell Kunz und Sänger Uwe Reetz stellten „Steinfeld Calling 2026“ in einer Pressekonferenz dem Schleidener „WochenSpiegel“ vor. Foto: Michael Nielen/pp/Agentur ProfiPress
Intendant Erik Arndt (v.r.), Programmchef Martin Reinicke, Landrat Markus Ramers, Kalls Bürgermeister Emanuell Kunz und Sänger Uwe Reetz stellten „Steinfeld Calling 2026“ in einer Pressekonferenz dem Schleidener „WochenSpiegel“ vor. Foto: Michael Nielen/pp/Agentur ProfiPress

Unter der Überschrift „Wenn das Kloster zur Bühne wird“ berichtet der Redakteur Michael Nielen im Schleidener „WochenSpiegel“ diese Woche über die zweiten Steinfelder Kulturtage, die mit dem Hermann-Josef-Fest am 16. und 17. Mai und dem „Steinfeld Calling“ beginnen, mit dem Impulsfestival „Transient“ ihre Fortsetzung finden und in das 78. Eifeler Musikfest vom 29. bis 31. Mai münden.

Dass die Idee dieses kulturellen Dreiklangs trägt, hat sich bereits im Vorjahr mit 3500 Besuchern bei den ersten Steinfelder Kulturtage unter Beweis gestellt. „Steinfeld Calling“ richtet sich ans breite Publikum und ist das bunteste der drei Formate. Spiritueller Kern ist das traditionsreiche Hermann-Josef-Fest, Höhepunkt das Pontifikalamt mit dem Hamburger Erzbischof Stefan Heße am Sonntag, 17. Mai, um 10 Uhr. Intendant Erik Arndt, Chor und Orchester an der Basilika Steinfeld bringen die so genannte „Waisenhaus Messe“ – Messe in c-Moll KV 139, von Wolfgang Amadeus Mozart zur Aufführung.

Tradition und Innovation

Arndt, der in der Region vor allem durch seine kirchenmusikalische Arbeit bekannt ist, verfolgt mit dem Festival ein Konzept, das Tradition und Innovation bewusst miteinander verzahnt. Sein Anspruch und der von Programmmanager Martin Reinicke: Musik nicht nur aufzuführen, sondern erlebbar zu machen. Dabei setzen die beiden auf stilistische Vielfalt – von klassischer Kammermusik über geistliche Werke bis hin zu moderneren Formaten, die neue Zuhörergruppen ansprechen.

Unter dem Motto „Musik und Mitmachen“ wird der Klosterhof ab Samstag, 16. Mai, zur Bühne für Musik, Kleinkunst und besondere Momente – „offen, vielfältig und generationsübergreifend“, so die Veranstalter Martin Reinike und Erik Arndt mit Landrat Markus Ramers, dem Kaller Bürgermeister Emmanuell Kunz und Mitstreiter Uwe Reetz im Pressegespräch mit Michael Nielen.

Samstag um 19 Uhr tritt die Live-Band „Rostfrei“ im Klosterhof auf. Von 21.30 bis 23 Uhr wird die  Klosterfassade mit faszinierenden Lichtprojektionen illuminiert und starkem Sound beschallt. Sonntag 17. Mai, von 11.15 bis 14 Uhr präsentiert der Musikverein Hümmel Gute-Laune-Musik. Von 11 bis 18 Uhr tritt der Mitmachzirkus „Reinspaziert“ in Aktion: „Spaß und Artistik für Groß und Klein.“

Um 11.30 Uhr sorgt der Zauberzirkus „Kikifax“ für magische Momente direkt vor der Bühne. Um 12.30 und 15.30 Uhr werden Basilika-Führungen angeboten. Um 15 und 15.30 Uhr begeistert und verbindet Uwe Reetz Kinder beim Mitsingen. Von 15.30 bis 18 Uhr konzertiert das Ensemble „Saitensprung“ mit handgemachten Coversongs. Dahinter verbergen sich Dr. Nicole Besse, Erik Arndt und Uwe Reetz. Außerdem wird „Kostbares und Köstliches im Klosterhof“ angeboten. Ab19 Uhr gibt es „Spanferkel und mehr“.

Sonntag, 17. Mai, von 11 bis 18 Uhr zieht ein „Markt der Genüsse“ die Menschen an mit aromatische Käse-Spezialitäten, „Craft Beer“ aus Belgien, handgemachten Marmeladen und Chutneys aus der Region, Honig und Honigprodukten, stilvollem Schmuck aus lokalen Ateliers und Holzschnitzereien. Dazu wird ab 10 Uhr Kulinarik vom Grill und aus der Pfanne serviert.

Improvisation und Kulinarik

Die Veranstaltung „Transient“ am 22. und 23. Mai – so wird das Improvisationsfestival genannt – hat sich in den vergangenen Jahren zu einem Treffpunkt für Künstler und Zuhörer entwickelt. Internationale Musiker kommen zusammen und schaffen gemeinsam neue Klänge. Im Projekt „Music for Places“ unter der künstlerischen Leitung von Prof. Jeremias Schwarzer werden Impulse aus Bad Münstereifel und Nettersheim aufgegriffen und im Kloster Steinfeld präsentiert – drei Orte mit Geschichte, Charakter und besonderer Atmosphäre.

Der Steinfelder Intendant und Mechernicher Kirchenmusiker Erik Arndt, der in der Region bekannt ist, verfolgt mit dem Steinfelder Festival ein Konzept, das Tradition und Innovation bewusst miteinander verzahnt. Sein Anspruch: Musik nicht nur aufzuführen, sondern erlebbar zu machen. Archivfoto: Stephan Everling/pp/Agentur ProfiPress

Der Steinfelder Intendant und Mechernicher Kirchenmusiker Erik Arndt, der in der Region bekannt ist, verfolgt mit dem Steinfelder Festival ein Konzept, das Tradition und Innovation bewusst miteinander verzahnt. Sein Anspruch: Musik nicht nur aufzuführen, sondern erlebbar zu machen. Archivfoto: Stephan Everling/pp/Agentur ProfiPress

Gefördert von der Kulturstiftung des Bundes im Programm „Lokal“, entsteht mehr als ein Festival: „Transient bringt junge Kulturschaffende aus Deutschland und ganz Europa zusammen. Musikerinnen, Komponisten und Klangkünstler begegnen einander, tauschen Ideen aus, entwickeln neue Werke – inspiriert von Landschaft, Architektur und den Menschen vor Ort“, heißt es im Programm.

Nachtkonzert „Von Himmel und Erde“

Das Eröffnungskonzert „Kinderszenen aus Istanbul“ beginnt am 22. Mai um 20 Uhr als Kulturen übergreifendes Gesprächskonzert mit Serra Tavsanli, ein Klavierabend mit Videoinstallation, bei freiem Eintritt in der Aula des Hermann-Josef-Kollegs. Samstag, 23.Mai, von 11 bis 18 Uhr gibt es ebenfalls zu freiem Eintritt „Steinfelder Resonanzen“ mit Musik, Wanderung, Lesungen und Gesprächen.

Mitwirkende sind der Chor der Basilika Steinfeld, Nicole Besse (Violine), Erik Arndt (Tasteninstrumente), Blasmusiker:innen der Region: Frank Reinshagen, Saxophon und Komposition, Theaterschule Nettersheim, Heidrun Grote, Regie und Rezitation, sowie das TRANSIENT Interdisciplinary Research Ensemble mit Olivia Stahn, Sopran, Maxine Troglauer, Posaune, Folkert Uhde und Ilka Seifert, Konzertdesign, Jeremias Schwarzer, Blockflöte und künstlerische Leitung.

Am Samstag, 23. Mai, um 21 Uhr beginnt bei freiem Eintritt das Nachtkonzert „Von Himmel und Erde“, Blockflötenmusik aus 1000 Jahren Musikgeschichte mit Werken von Hildegard von Bingen, J.M. Hotteterre, A. Virgiliano, Liza Lim, Transkriptionen persischer Ney- Musik u.a. in der alten Klosterbibliothek.

Das älteste der drei Formate ist das Eifeler Musikfest. Gegründet wurde es 1947 und ist heute ein fester Bestandteil der regionalen Kulturszene. Es vereint klassische Musik mit neuen Einflüssen. Zum Auftakt am Freitag, 29. Mai, um 19 Uhr lädt ein Kammerkonzert mit Thomas Bonni und Ensemble zu einer musikalischen Reise „um Johann Philipp Krieger“ ein.

Im Mittelpunkt stehen Kantaten für Bass, zwei Violinen und Basso continuo sowie Triosonaten – zentrale Gattungen der barocken Kammermusik. Werke von Bernardo Pasquini, Alessandro Scarlatti, Antonio Caldara und Georg Friedrich Händel versprechen einen Abend voller feiner Klangfarben und erzählerischer Tiefe – eine Einladung zum Zuhören, Staunen und Weiterdenken.

Die Veranstaltung „Transient“ am 22. und 23. Mai – so wird das Improvisationsfestival im Kloster Steinfeld genannt – hat sich in den vergangenen Jahren zu einem Treffpunkt für Künstler und Zuhörer entwickelt. Internationale Musiker kommen zusammen und schaffen gemeinsam neue Klänge. Luftbild: Felix Lang/pp/Agentur ProfiPress

Die Veranstaltung „Transient“ am 22. und 23. Mai – so wird das Improvisationsfestival im Kloster Steinfeld genannt – hat sich in den vergangenen Jahren zu einem Treffpunkt für Künstler und Zuhörer entwickelt. Internationale Musiker kommen zusammen und schaffen gemeinsam neue Klänge. Luftbild: Felix Lang/pp/Agentur ProfiPress

Am Samstag, 30. Mai, ebenfalls um 19 Uhr, folgt das Festkonzert unter dem Titel „Zwei Klangwelten“. Das Neusser Kammerorchester und der Kirchenchor an St. Peter in Zülpich gestalten unter der Leitung von Holger Weimbs ein Programm voller Kontraste und Emotionen. Edvard Griegs Holberg-Suite op. 40 verbindet barocke Tanzformen mit romantischer Tonsprache und wirkt dabei zugleich historisch und überraschend frisch.

Dem gegenüber steht Giacomo Puccinis Messa di Gloria, ein frühes Werk des späteren Opernkomponisten, das bereits durch ausdrucksstarke Melodien, dramatische Spannungsbögen und eine kraftvolle Interpretation des Messtextes beeindruckt.

Den Abschluss und zugleich den spirituellen Höhepunkt bildet am Sonntag, 31. Mai, um 10 Uhr das Festhochamt in der Basilika Steinfeld. Hier liegen die musikalischen Wurzeln des Festivals: Chor und Orchester an der Basilika gestalten unter der Leitung von Erik Arndt die Messe und knüpfen damit an die lange Tradition des Eifeler Musikfests an. Der Eintritt ist frei, Spenden sind willkommen.

Karten für die Konzerte sind im Vorverkauf über Ticket Regional, im Kloster-Café Steinfeld sowie an der Abendkasse erhältlich. Veranstaltungsort ist die Basilika im Kloster Steinfeld in Kall.

Arndts und Reinickes Handschrift

Auch in der Programmauswahl zeigt sich Erik Arndts und Martin Reinickes Handschrift: Internationale Künstlerinnen und Künstler treffen auf regionale Ensembles, Nachwuchstalente stehen neben etablierten Namen. Damit schaffen die beiden Kulturmotoren nicht nur musikalische Qualität, sondern fördert zugleich die kulturelle Vernetzung in der Eifel.

Ein weiterer Schwerpunkt liegt auf thematischen Programmlinien. Statt einzelner, lose verbundener Konzerte entwickeln Arndt und Reinicke oft übergreifende inhaltliche Bögen, die sich durch eine gesamte Festivalsaison ziehen. So entstehen musikalische Erzählungen, die das Publikum über mehrere Veranstaltungen hinweg begleiten.

Neben der künstlerischen Leitung ist Arndt neben Martin Reinicke auch organisatorisch stark eingebunden. Die Weiterentwicklung des Festivals – etwa durch neue Formate oder Kooperationen – trägt deutlich seine Handschrift. Ziel ist es, das Eifeler Musikfest langfristig als festen Bestandteil der regionalen Kulturlandschaft zu etablieren und zugleich überregionale Strahlkraft zu gewinnen.

Das Publikum nimmt die Angebote zunehmend an, und auch die Wahrnehmung über die Region hinaus steigt. Für Erik Arndt ist das Bestätigung und Ansporn zugleich. Sein Blick bleibt nach vorn gerichtet – auf neue Ideen, neue Klänge und neue Wege, Musik in der Eifel lebendig zu machen. Grafik-Repro: Sabine Roggendorf/pp/Agentur ProfiPress

Das Publikum nimmt die Angebote zunehmend an, und auch die Wahrnehmung über die Region hinaus steigt. Für Erik Arndt ist das Bestätigung und Ansporn zugleich. Sein Blick bleibt nach vorn gerichtet – auf neue Ideen, neue Klänge und neue Wege, Musik in der Eifel lebendig zu machen. Grafik-Repro: Sabine Roggendorf/pp/Agentur ProfiPress

Dass dieser Ansatz aufgeht, zeigt die wachsende Resonanz: Das Publikum nimmt die Angebote zunehmend an, und auch die Wahrnehmung über die Region hinaus steigt. Für Erik Arndt ist das Bestätigung und Ansporn zugleich. Sein Blick bleibt nach vorn gerichtet – auf neue Ideen, neue Klänge und neue Wege, Musik in der Eifel lebendig zu machen.

Er ist bei allen Veranstaltungen als Mitwirkender dabei und als Organisator und Intendant des Programms für das Eifeler Musikfest verantwortlich. Das Festhochamt zum Herrmann-Josef-Fest und Eifeler Musikfestes leitet er musikalisch.

Beim Transient-Impulsfestival ist Jeremias Schwarzer der Organisator und aus der fruchtbaren Zusammenarbeit mit ihm und Frank Reinshagen im letzten Jahr ist sowohl der Basilikachor im Programm involviert, als auch Nicole Besse und Erik Arndt mit einem Beitrag: „Wir spielen Werke der zeitgenössischen Komponistin Konstantia Gourzi.“

Der Titel des Kammerkonzertes mit Thomas Bonni lautet „… per forza d’amore – Römische Kompositonen um 1700“. 

pp/Agentur ProfiPress

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