Ökumenischer Weltgebetstag der Mechernicher Frauen stellt am Freitag, 6. März, ab 15 Uhr im Dietrich-Bonhoeffer-Haus in Mechernich Nigeria in den Mittelpunkt – Motto: „Kommt! Bringt Eure Last“
Mechernich – Was bedeutet es, in einem Land zu leben, das reich an Öl, Kultur und Kreativität ist, dessen Menschen aber zugleich unter Terror, Korruption, Umweltzerstörung und Armut leiden? Was heißt es, schwere Lasten zu tragen – sichtbar im Alltag und unsichtbar im Inneren – und dennoch Hoffnung aus dem Glauben zu schöpfen?
Diesen Fragen widmet sich der ökumenische Weltgebetstag der Frauen, der am Freitag, 6. März, ab 15 Uhr im evangelischen Dietrich-Bonhoeffer-Haus in Mechernich gefeiert wird. Die Gottesdienstordnung wurde diesmal von christlichen Frauen aus Nigeria vorbereitet und steht unter dem biblischen Leitwort „Kommt! Bringt Eure Last.“
Nigeria ist das bevölkerungsreichste Land Afrikas. Über 230 Millionen Menschen aus mehr als 250 Ethnien leben dort, sprechen über 500 Sprachen und prägen eine lebendige Kultur. Gleichzeitig ist das Land von tiefen Spannungen geprägt.
Religiöse Konflikte zwischen dem muslimisch geprägten Norden und dem christlichen Süden, Gewalt, wirtschaftliche Ungleichheit und Umweltprobleme erschweren das Leben vieler Menschen. Besonders Frauen tragen dabei vielfache Lasten – in Familie, Gesellschaft und Alltag.

Mut in der Bedrängnis
Die Frauen aus Nigeria, die den diesjährigen Weltgebetstag inhaltlich gestaltet haben, nehmen diese Realität ernst. In Gebeten, Liedern und persönlichen Geschichten erzählen Mechernicher Frauen deren Texte, die von Angst und Bedrängnis handeln, aber auch von Mut, Zusammenhalt und der Kraft des Glaubens, der überall auf der Welt hilft, Lasten zu tragen und Hoffnung nicht aufzugeben.
Seit fast einem Jahrhundert hat der Weltgebetstag dabei eine eigene Geschichte. Entstanden aus der internationalen Frauenmissions- und ökumenischen Bewegung, wird der „World Day of Prayer“ seit 1927 jeweils am ersten Freitag im März gefeiert. Getragen vom Leitgedanken „informiert beten – betend handeln“ ist er heute eine der größten ökumenischen Basisbewegungen von Frauen weltweit.
Lange Tradition am Bleiberg
Auch in Mechernich hat sich diese Tradition fest etabliert. In den vergangenen Jahren wurde der Weltgebetstag am Bleiberg immer wieder ökumenisch begangen – mal im Dietrich-Bonhoeffer-Haus, im katholischen Kommerner Pfarrheim St. Severinus, in der Alten Schule in Bleibuir oder im Johanneshaus neben der Mechernicher Pfarrkirche, häufig verbunden mit Begegnung, Länderinformationen und Aktionen des fairen Handels.
Nach dem Gottesdienst besteht Gelegenheit zum Austausch bei einem Nachtreffen ab 16 Uhr. Dabei werden weitere Informationen über Nigeria gegeben. Zudem bietet die Eifler Brunnenhilfe Produkte aus dem Eine-Welt-Handel zum Verkauf an.
Der Weltgebetstag verbindet Menschen über Länder- und Kontinentalgrenzen hinweg. Er lädt dazu ein, die Stimmen von Frauen aus aller Welt zu hören, eigene Lasten vor Gott zu bringen und im gemeinsamen Gebet Hoffnung zu teilen.
pp/Agentur ProfiPress
02/23/2026

