Kreis Euskirchen räumt mit Mythen rund um die Biotonne auf: – Gekochte Speisereste, Brot und Zitrusfrüchte gehören in die Braune Tonne – Nur Fleisch, Fisch und Wurst in den Restmüll – Falsch entsorgte Abfälle erschweren die Verwertung
Mechernich/Kreis Euskirchen – Apfelschalen, Brotreste oder verdorbene Lebensmittel: Noch immer landen auch in unserem Stadtgebiet große Mengen Bioabfall in der falschen Tonne. Eine aktuelle Restmüllanalyse zeigt, dass rund 36 Prozent des Restmülls im Kreis Euskirchen aus organischen Abfällen bestehen – dabei gehören die doch in die Biotonne!

Um mit hartnäckigen Irrtümern aufzuräumen, startet die Abfallwirtschaft des Kreises demnächst eine Informationsoffensive. Ziel ist es, Bürgerinnen und Bürger darüber aufzuklären, was wirklich in die Biotonne darf, und was nicht. Denn neben rohen Küchen- und Gartenabfällen gehören auch gekochte Speisereste, Brot oder Zitrusfrüchte in die Biotonne. Lediglich Fleisch, Fisch und Wurst müssen weiterhin im Restmüll entsorgt werden.
„Die getrennte Sammlung von Bioabfällen ist ein wichtiger Beitrag zum Klima- und Ressourcenschutz“, betont Lothar Mehren, Bioabfallexperte des Kreises Euskirchen. Nur so könne aus Bioabfällen hochwertiger Kompost entstehen, der im Kompostwerk Mechernich weiterverarbeitet und als Dünger genutzt werde.

Ein weiterer wichtiger Hinweis: Plastik – auch sogenanntes kompostierbares – gehört nicht in die Biotonne! Falsch entsorgte Abfälle erschweren die Verwertung erheblich.
Richtiges Trennen lohnt sich dabei nicht nur für Umwelt und Klima, sondern auch finanziell: Wer Bioabfälle konsequent getrennt sammelt, kann langfristig Restmüllvolumen und Kosten reduzieren. Der Kreis Euskirchen beteiligt sich mit der Kampagne an der bundesweiten Initiative „Bio zu Bio“ und informiert ab Ende Februar auch über seine Social-Media-Kanäle.
pp/Agentur ProfiPress
02/02/2026

