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Manfred Lang

01/21/2026

„Crashrettung“ aus brennender Halle

ABC-Zug der Feuerwehr Mechernich probte den Ernstfall eines Gefahrguteinsatzes im Industriegebiet Satzvey

4 min read

ABC-Zug der Feuerwehr Mechernich probte den Ernstfall eines Gefahrguteinsatzes im Industriegebiet Satzvey

Mechernich-Satzvey – Unter realitätsnahen Bedingungen hat der ABC-Zug der Freiwilligen Feuerwehr der Stadt Mechernich gemeinsam mit der Löschgruppe Satzvey eine groß angelegte Gefahrgutübung im Industriegebiet Satzvey durchgeführt. Ziel war es, das Zusammenspiel der Einheiten bei einem komplexen Einsatz mit gefährlichen Stoffen zu trainieren und Abläufe unter Einsatzbedingungen zu überprüfen.

Unter realitätsnahen Bedingungen hat der ABC-Zug der Freiwilligen Feuerwehr der Stadt Mechernich gemeinsam mit der Löschgruppe Satzvey eine groß angelegte Gefahrgutübung im Industriegebiet Satzvey durchgeführt. Foto: David Langstein/FF Mechernich/pp/Agentur ProfiPress
Unter realitätsnahen Bedingungen hat der ABC-Zug der Freiwilligen Feuerwehr der Stadt Mechernich gemeinsam mit der Löschgruppe Satzvey eine groß angelegte Gefahrgutübung im Industriegebiet Satzvey durchgeführt. Foto: David Langstein/FF Mechernich/pp/Agentur ProfiPress

Ausgangspunkt war eine fingierte Alarmmeldung der Leitstelle: „Fahrzeugbrand in der Halle der Firma Repro“. Beim Eintreffen der ersten Einsatzkräfte traf die Löschgruppe Satzvey auf einen sichtlich aufgeregten Mitarbeiter, der in gebrochenem Deutsch von einem Kollegen berichtete, der sich noch in der brennenden Halle befinde. Weitere Informationen waren zunächst nicht verfügbar.

Ein Atemschutztrupp drang umgehend in das Gebäude vor, um den Kollegen zu finden und zu retten. Dabei stellten die Einsatzkräfte fest, dass im Inneren eine größere Menge unbekanntes Granulat brannte. Die vermisste Person wurde entdeckt und per so genannter „Crashrettung“  aus dem Gefahrenbereich gebracht und an den Rettungsdienst übergeben. Parallel wurde der ABC-Zug zur Unterstützung alarmiert.

Möglichst schnell raus

Unter einer „Crashrettung“ versteht man die schnellstmögliche Entfernung einer akut lebensbedrohten Person aus dem Gefahrenbereich – etwa aus einem brennenden Gebäude oder Fahrzeug. Dabei steht die schnelle Befreiung im Vordergrund, auch wenn dies zulasten einer besonders schonenden Rettung geht.

Feuerwehrmänner unter schwerem Atemschutz nach der so genannten „Crashrettung“ eines eingeschlossenen Arbeiters in der brennenden Werkshalle. Foto: David Langstein/FF Mechernich/pp/Agentur ProfiPress
Feuerwehrmänner unter schwerem Atemschutz nach der so genannten „Crashrettung“ eines eingeschlossenen Arbeiters in der brennenden Werkshalle. Foto: David Langstein/FF Mechernich/pp/Agentur ProfiPress

Nach dem Eintreffen der Spezialeinheiten wurden Einsatzleitwagen in Betrieb genommen sowie Dekontaminationsstellen aufgebaut. Ein Trupp unter Chemikalienschutzanzügen (CSA) ging anschließend zur weiteren Erkundung vor.

Alexander Kloster vom Fachbereich Presse- und Öffentlichkeitsarbeit der Stadtfeuerwehr schreibt dem „Bürgerbrief“: „Hauptaufgaben waren die Identifizierung des brennenden Stoffes, die Bewertung seiner Gefährlichkeit sowie die Festlegung geeigneter Löschmaßnahmen. Die Warnung der Bevölkerung wurde ebenso geprüft wie weitere taktische Schritte.“

Zugverkehr gestoppt

Alle betroffenen Personen wurden im Feuerwehrgerätehaus medizinisch versorgt. Mehrere Rettungswagen sowie ein Notarzteinsatzfahrzeug standen im Übungsszenario theoretisch zur Verfügung. Zur umfassenden Messung möglicher Schadstoffe wurde zudem reell der Gerätewagen MESS an die Einsatzstelle gerufen.

Die Übungsleitung zeigte sich mit der Leistung der Einsatzkräfte zufrieden: „Das anspruchsvolle Szenario stellte die Leute vor komplexe Herausforderungen und bot zugleich wertvolle Erkenntnisse zur Optimierung von Abläufen.“ Foto: David Langstein/FF Mechernich/pp/Agentur ProfiPress
Die Übungsleitung zeigte sich mit der Leistung der Einsatzkräfte zufrieden: „Das anspruchsvolle Szenario stellte die Leute vor komplexe Herausforderungen und bot zugleich wertvolle Erkenntnisse zur Optimierung von Abläufen.“ Foto: David Langstein/FF Mechernich/pp/Agentur ProfiPress

Die Crew kontrollierte Bereiche entlang der Autobahn 1 bis Wißkirchen. Die Messergebnisse blieben aber unauffällig, was eine Schadstoffbelastung der weiteren Umgebung zunächst ausschloss. Infolgedessen wurde der übungshalber zuvor theoretisch vorsorglich unterbundene Zugverkehr auf der DB-Strecke Köln-Trier-Saarbrücken in Höhe Satzvey wieder „freigegeben“.

Die Übungsleitung zeigte sich mit der Leistung der Einsatzkräfte sehr zufrieden, so Alexander Kloster: „Das anspruchsvolle Szenario stellte die Mannschaften vor komplexe Herausforderungen und bot zugleich wertvolle Erkenntnisse zur Optimierung von Abläufen und zur weiteren Stärkung der Zusammenarbeit zwischen den beteiligten Einheiten.“

pp/Agentur ProfiPress

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