Q2-Biologiekurse des GAT gingen auf Spurensuche im Kölner Zoo
Mechernich/Köln – Die Evolution der Primaten – lebendig und greifbar: Die Biologiekurse der Jahrgangsstufe Q2 des Gymnasium Am Turmhof Mechernich unternahmen eine Exkursion in die Kölner Zooschule. Begleitet von ihren Lehrerinnen Schwarthoff und Humpert tauchten die Schülerinnen und Schüler im Rahmen eines Kompaktkurses tief in abiturrelevante Inhalte ein.

Im Mittelpunkt stand dabei nicht nur Theorie, sondern vor allem das Beobachten vor Ort. Bei einem fachkundig geleiteten Rundgang durch die Primatengehege vermittelte Zooschullehrer Andreas Maikranz anschaulich, wie sich soziale Strukturen, Fortbewegung und Anpassungen der verschiedenen Arten entwickelt haben.

Die Jugendlichen hielten eigene Beobachtungen fest und erarbeiteten daraus einen Stammbaum zur Evolution der Primaten – eine praxisnahe Grundlage für die intensive Abiturvorbereitung in den kommenden Wochen.

„Eindruck macht den Unterschied“
„Der unmittelbare Eindruck macht den Unterschied“, so Maikranz. Es sei für die Schülerinnen und Schüler ungleich eindrucksvoller, einem mächtigen Silberrücken gegenüberzustehen, als evolutionäre Zusammenhänge ausschließlich im Klassenraum zu erlernen. Die Nähe zu den Tieren schärfe den Blick für Details und fördere das Verständnis komplexer biologischer Prozesse.

Besonders nachhaltig blieb den Gymnasiasten der Anblick seltener Sifakas und ihres neugeborenen Jungtiers in Erinnerung. Die Lemuren, die ausschließlich auf Madagaskar vorkommen, faszinieren durch ihre aufrechte Fortbewegung und weiten Sprünge von Baum zu Baum. Zugleich verdeutlichte Maikranz die Bedrohung ihres Lebensraums und die Bedeutung erfolgreicher Nachzuchten: Ziel sei es, stabile Reservebestände in menschlicher Obhut aufzubauen – ein Hoffnungsschimmer für eine der seltensten Primatenarten der Erde.

Die Exkursion unterstrich einmal mehr die langjährige Kooperation des GAT mit der Zooschule des Kölner Zoos. Regelmäßig entstehen hier Projektkurs- und Facharbeiten, die schulische Theorie mit wissenschaftlicher Praxis verbinden. Für die Q2-Schülerinnen und -Schüler wurde Biologie so nicht nur zum Prüfungsstoff, sondern zu einer eindrucksvollen Begegnung.
pp/Agentur ProfiPress
01/09/2026

