Bescherung bei der Mechernicher Tafel: Rund 1200 Personen kamen zur Ausgabe – Strahlende Gesichter bei den Abholern – 250 Pakete für Familien, Paare und Alleinstehende – Lob von Bürgermeister Fingel – Wolfgang Weilerswist: „Bin stolz auf mein Team!“
Mechernich – „Die ersten 200 Kunden hatten es gut!“, lacht Wolfgang Weilerswist. „Die haben noch eine Grillwurst bekommen.“ Dieses Glück wurde am Donnerstag nicht jedem Gast der Tafel-Bescherung zuteil: Schneller als man gucken konnte seien die knusprigen Würstchen aus Geflügel- und Schweinefleisch vergriffen gewesen, die seine Freunde und Unterstützer aufs Rost gelegt hätten, erzählte der Vorsitzende der Tafel Mechernich e.V.. Ein Zeichen dafür, wie gut die Idee war. Aber: „Nächstes Jahr brauchen wir eindeutig mehr.“

Rund 1200 Kundinnen und Kunden – Familien, Paare und Einzelpersonen – hatten sich ab 13 Uhr im Hof der Alten Schule eingefunden, um ihre vorbestellten Weihnachtspäckchen in Empfang zu nehmen. Dank perfekter Organisation seitens der Tafel klappte das wieder mal hervorragend. Ein cleveres Nummernsystem sorgte für reibungslosen Ablauf bei der Ausgabe der insgesamt 250 gespendeten Pakete. Um Chaos vor der Theke zu vermeiden, hatte das Tafelteam zuvor sämtliche Päckchen nach Anzahl der Beschenkten sortiert – von eins bis sieben.

Einige Pakete waren von ihren Spenderinnen und Spendern so aufwendig und liebevoll verpackt worden, dass allein schon ihr Anblick von außen bei den Abholern für glänzende Augen sorgte. Emotionale Momente, die auch die Tafel-Mitarbeiter sichtlich freuten.
Geschenke to go: Rundgang durchs Zelt
Wie bei dem überdimensionalen Korb mit zwei dicken flauschigen Teddybären, der für eine siebenköpfige Familie gedacht war: Als die auserwählte Mutter das in Folie gehüllte Präsent in Empfang nahm, rissen ihre Töchter verdattert die Augen auf. „Für uns? – Boah!“ Bis zum Heiligen Abend müssen sich die Mädels allerdings noch gedulden. „Vorher gibt es nichts!“, versprach die strahlende Mutter, die Mühe hatte, das umfangreiche Weihnachtspräsent nach Hause zu transportieren.

Wer mochte, durfte im Anschluss auch gerne noch einmal in aller Ruhe das blauen Zelt passieren, in dem zusätzlich zu den Paketen noch weitere tolle Geschenke auf Kinder und Erwachsene warteten. Von originalverpackten und gebrauchten Spielsachen, über Selbstgestricktes (aus der NRW-Strick-Aktion des WDR) und gut erhaltene Kleidung oder Schuhe bis hin zu allerlei leckeren Lebensmitteln.

„Wer mag, kann auch gern von allem etwas nehmen“, betonte Wolfgang Weilerswist, der sich besonders darüber freute, dass Neu-Bürgermeister Michael Fingel persönlich bei der Bescherung vorbeischaute. Der zeigte sich beeindruckt: „Toll, was Ihr hier leistet! Aber wunderschön auch, dass so viele Mechernicher Bürgerinnen und Bürger für diese Aktion gespendet haben!“
Vom Bürgermeister: Lob für Spender und Organisatoren
Lobenswerte Worte fand der Bürgermeister zudem für die zahlreichen Firmen aus dem Stadtgebiet, die, anstatt kostspieliger Kundengeschenke einen großzügigen Betrag für die Kunden der Tafel gespendet hatten. Oder auf andere Weise geholfen: Wie der Inhaber der Mechernicher Spedition Transhoff, Kirill Weimann zum Beispiel, der die Tafel immer wieder mit dringend benötigten Waren belieferte.

Das Tafel-Team selbst hat eine extrem anstrengende Woche hinter sich. Seinen Leuten sei er unendlich dankbar, sagte Wolfgang Weilerswist. „Sie haben wieder alle ordentlich mitangepackt, vor und hinter den Kulissen, damit möglichst jeder und jede in Mechernich sich jetzt auf eine schöne Bescherung feiern kann!“
pp/Agentur ProfiPress
01/08/2026
