Blick in die Nachbarschaft: Christoph Lutsch siegte bei der 13. Schockermeisterschaft um den „Luisjen-Cup“ – Mit dem Pokal erinnert der „Verein zur Erhaltung der Gaststätte Gier“ an die 1985 verstorbene Kultwirtin Luise Gier
Kall/Mechernich – Luisjen Gier hätte ihren Spaß an dem Schocker-Abend gehabt, den der „Verein zur Erhaltung der Gaststätte Gier in Erinnerung an die ehemalige Kultwirtin veranstaltete. Im Saal der Gaststätte in der Mechernicher Nachbarschaft ging es bei der 13. Schockermeisterschaft neben dem „Großen Preis der Gaststätte Gier“ zum zwölften Mal um den begehrten Wanderpokal „Luisjen-Cup“.

Der große Silberpokal erinnert an die Kultwirtin Luise Gier, die in der denkmalgeschützten Gaststätte im Schatten der Pfarrkirche 70 Jahre lang die Gäste bewirtet hat, ehe sie sich nach einem Treppensturz im Jahr 1983 nicht mehr erholte und 1985 im Alter von 86 Jahren verstarb.
Im Saal Gier ging es am Samstagabend hoch her, wo 44 Würfelartisten aus der Eifel zur 13. Schockermeisterschaft angetreten waren, um den Großen Preis der Gaststätte Gier und damit auch den begehrten „Luisjen-Cup“ zu gewinnen. Die Teilnehmer kamen aus Kall, Frohnrath, Golbach, Gemünd, Schleiden, Harperscheid, Nettersheim, Schöneseiffen, Berescheid, Nettersheim, Mechernich, Kallmuth und Jünkerath.

Wird das beliebte und überall bekannte Würfelspiel „Schocken“ in den Eifeler Kneipen meistens nach unterschiedlichen Regeln gespielt, so gilt bei der Kaller Meisterschaft ein spezielles und nicht zu eng ausgelegtes Reglement. Turnierleiter Reiner Züll: „Bei allem Eifer soll der Spaß dabei im Mittelpunkt stehen“. Dennoch spornte der reichlich gedeckte Tisch mit Pokalen und Preisen die Spieler an.
Viele Preise
Vier Stunden lang tanzten die Würfel über die elf Spieltische. Verbissen wurde um „General“ (Drei Deutsche), Straße und vor allem um „Schock aus“ gekämpft, für den es jeweils zwei Sonderpunkte gab. Die Meisterschaft wurde in drei Durchgängen mit je 15 Spielen ausgetragen. Um mögliche Absprachen unter Mitspielern zu verhindern, wurden die Besetzungen der Vierer-Tische nach jedem Durchgang neu ausgelost.
Nach vier Stunden Würfel-Wettbewerb schritten Turnier-Chef Reiner Züll und dessen Assistentin Marion Groll zur mit Spannung erwarteten Siegerehrung. Gewinner der Meisterschaft und damit gleichzeitig auch des Wanderpokals „Luisjen Cup“ war am Ende Würfel-Artist Christoph Lutsch aus Kall, der 165 Punkte und 22 Schock-aus erzielt hatte.

Platz zwei mit 152 Punkten und 15 Schock-aus ging an den Kaller Michael Maßong. Mit 145 Punkten und 18 Schock-aus belegte Nicole Heinen aus Schleiden den dritten Platz. Sie gewann damit auch den Wanderpokal für die erfolgreichste Dame.
Den Wanderpokal „Schock-Aus-König“ der VR-Bank Nordeifel sicherte sich Gesamtsieger Christoph Lutsch, der es auf 22 Schock-aus-Volltreffer gebracht hatte. Platz vier mit 145 Punkten und 16 Schock belegte Günter Keuer aus Jünkerath, gefolgt von Bernie Deppe aus Kall mit ebenfalls 145 Punkten und 12 Schock-aus. Das Schlusslicht in Form einer goldenen Ananas überreichte Turnierleiter Reiner Züll an Christel Sander aus Schleiden. Sie hatte 91 Punkte und neun „Schock-Aus“ erreicht.
pp/Agentur ProfiPress
05/07/2026

