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Manfred Lang

02/04/2026

Zweites Kapitel Kulturkapelle

Wenn Kunst Haltung zeigt: Die Reihe „Kunst, Kultur, Vielfalt“ im „Haus Maria“, Willy-Brandt-Straße 10, in Bad Münstereifel geht über das Jubiläumsjahr des Wohn- und Betreuungsverbundes „Haus Sonne“ hinaus weiter mit Stephan Brings, der legendären „Eifel-Gäng“, „Frau Wollenweber und ihren Männern“ und Manni Lang

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Wenn Kunst Haltung zeigt: Die Reihe „Kunst, Kultur, Vielfalt“ im „Haus Maria“, Willy-Brandt-Straße 10, in Bad Münstereifel geht über das Jubiläumsjahr des Wohn- und Betreuungsverbundes „Haus Sonne“ hinaus weiter mit Stephan Brings, der legendären „Eifel-Gäng“, „Frau Wollenweber und ihren Männern“ und Manni Lang

Bad Münstereifel – Es gibt Orte, an denen Kultur nicht nur unterhält, sondern auch verbindet und Stellung bezieht. Die Kulturkapelle von „Haus Maria“ in Bad Münstereifel ist so ein Ort. Ein ehemaliges Klosterkirchlein, das seine Stille behalten hat – und sie nun mit Musik, Literatur, Humor und Haltung füllt.

Akteure des zweiten Jahresprogramms „Kunst, Kultur, Vielfalt“ in der Kulturkapelle von „Haus Maria“ in der Münstereifeler Willy-Brandt-Straße (v.l.): Ralf Kramp, Barbara Blumenstock, Ines Schumacher, Günter Hochgürtel, Geschäftsführerin Maike Seidenfaden, Organisator Thomas Hochgürtel, Geschäftsführer Hardy Kremer, Stephan Brings, Nicole Wollenweber, Gerd Becker, Clara Schneider und Manni Lang. Foto: Sabine Roggendorf/pp/Agentur ProfiPress
Akteure des zweiten Jahresprogramms „Kunst, Kultur, Vielfalt“ in der Kulturkapelle von „Haus Maria“ in der Münstereifeler Willy-Brandt-Straße (v.l.): Ralf Kramp, Barbara Blumenstock, Ines Schumacher, Günter Hochgürtel, Geschäftsführerin Maike Seidenfaden, Organisator Thomas Hochgürtel, Geschäftsführer Hardy Kremer, Stephan Brings, Nicole Wollenweber, Gerd Becker, Clara Schneider und Manni Lang. Foto: Sabine Roggendorf/pp/Agentur ProfiPress

Was im Jubiläumsjahr 2025 als neue Kleinkunstreihe begann, war von Anfang an mehr als ein Programm. „Kunst, Kultur, Vielfalt in der Kulturkapelle“ war ein Bekenntnis: zu Menschlichkeit, zu Teilhabe, zu einer Kultur, die sich bewusst mit der Arbeit des Wohn- und Betreuungsverbundes Haus Sonne solidarisiert. Und das Publikum spürte schnell: Hier geht es nicht um Eventkultur, sondern um Begegnung.

Schöner, Reetz, Kramp und Lang

2025 standen mit Hannes Schöner (Ex-„Höhner“-Bassist), Hermann Heuser, Adi Zehnpfennig, Ralf Kramp, Manni Lang und Uwe Reetz namhafte regionale Künstler in der Kulturkapelle auf der Bühne. Musik traf auf Literatur, Humor auf Nachdenklichkeit, Mitsingen auf leise Töne. Alle Beteiligten bekannten sich ausdrücklich zur Arbeit des Wohn- und Betreuungsverbunds Haus Sonne, der seit rund 30 Jahren Menschen mit seelischen Beeinträchtigungen und Suchterkrankungen auf Ihren Wegen begleitet.

Nach diesem gelungenen Auftakt wird die Reihe 2026 selbstbewusst fortgesetzt – mit einem Programm, das unterschiedliche Handschriften trägt: Bereits am Mittwoch, 4. März, gastiert die berüchtigte „Eifel-Gäng“ mit Günter Hochgürtel, Ralf Kramp und Manni Lang in der Kulturkapelle. Wortwitz, Eifelcharakter und Geschichten, die zwischen Alltag und Abgrund pendeln – literarisch pointiert, mitunter dadaistisch und zutiefst menschlich.

Eisbrecher in der Kulturkapelle sind im Kleinkunstjahr 2026 am 4. März die drei „Eifel-Gängster“ Günter Hochgürtel, Manni Lang und Ralf Kramp (v.l.). Foto: Sabine Roggendorf/pp/Agentur ProfiPress
Eisbrecher in der Kulturkapelle sind im Kleinkunstjahr 2026 am 4. März die drei „Eifel-Gängster“ Günter Hochgürtel, Manni Lang und Ralf Kramp (v.l.). Foto: Sabine Roggendorf/pp/Agentur ProfiPress

Am Mittwoch 15. April, betritt Stephan Brings die Bühne – mit seinem Bruder Peter Kopf der legendären Kölner Band „Brings“ und Eifeler aus Überzeugung. Stephan zeigt sich im quasi familiären Rahmen der Kulturkapelle von einer persönlichen Seite – jenseits großer Bühnen, nahbar und direkt. „Stephan Brings solo in Münstereifel“.

Das Ensemble „Frau Wollenweber und ihre Männer“ folgt am Mittwoch, 23. September, eine Formation, die sich bewusst gängigen Rollenbildern entzieht. Zwei Männer, eine Frau – eine explosive Mischung mit nicht üblicher Rollenverteilung. Wer sie kennt, weiß: Das ist Musik für die großen Fragen im Leben. Wer bin ich? Wo komme ich her? Und was ist Glück? Unter der oft heiteren Fassade stecken drei nachdenkliche Köpfe, die das grelle Licht der Wahrheit auch auf sich selbst richten: Gerd Becker (Gitarre, Bass), David Merzenich (Gitarre, Schlagzeug, Gesang) und Nicole Wollenweber (Gesang, Percussion, Kazoo, Glockenspiel, Bass).

Stephan Brings (2.v.r.), links neben Hardy Kremer und rechts neben Thomas Hochgürtel, Barbara Blumenstock, Maike Seidenfaden, Ines Schumacher und Clara Schneider vom Team des Wohn- und Betreuungsverbundes Haus Sonne, zeigt sich am Mittwoch, 15. April, um 18.30 Uhr im quasi familiären Rahmen der Kulturkapelle von einer persönlichen Seite – jenseits großer Bühnen, nahbar und direkt: „Stephan Brings solo in Münstereifel“. Foto: Sabine Roggendorf/pp/Agentur ProfiPress
Stephan Brings (2.v.r.), links neben Hardy Kremer und rechts neben Thomas Hochgürtel, Barbara Blumenstock, Maike Seidenfaden, Ines Schumacher und Clara Schneider vom Team des Wohn- und Betreuungsverbundes Haus Sonne, zeigt sich am Mittwoch, 15. April, um 18.30 Uhr im quasi familiären Rahmen der Kulturkapelle von einer persönlichen Seite – jenseits großer Bühnen, nahbar und direkt: „Stephan Brings solo in Münstereifel“. Foto: Sabine Roggendorf/pp/Agentur ProfiPress

Den Abschluss des Jahres und des diesjährigen Kleinkunstprogramms „Vielfalt in der Kulturkapelle“ gestaltet am Mittwoch unmittelbar vor der Adventszeit, dem 18. November, der „Heimathirsch“ Manni Lang mit seinen beliebten „Eifelwinter“-Erzählungen – Literatur wie ein Holzofen an kalten Tagen: wärmend, leise knisternd, mit langem Nachglühen.

Alle Veranstaltungen finden – wie bereits 2025 – mittwochs in der familiären Atmosphäre der früheren Klosterkapelle statt. Der Eintritt (17 Euro) unterstützt die Teilhabeleistungen des Wohn- und Betreuungsverbundes. In den Pausen werden Getränke sowie kleine Speisen des hauseigenen Teams der Hauswirtschaft serviert, außerdem gibt es jeweils Bücher oder Tonträger der auftretenden Künstler, die auf Wunsch gerne signiert werden.

Worum es eigentlich geht:

Der Wohn- und Betreuungsverbund Haus Sonne begleitet seit rund drei Jahrzehnten erwachsene Menschen mit psychischen Beeinträchtigungen und Abhängigkeitserkrankungen – verlässlich, individuell und mit Struktur. „In den Besonderen Wohnformen »Haus Sonne« und »Haus Maria«, im Ambulant Betreuten Wohnen und den tagesstrukturierenden Angeboten geht es um Teilhabe, Entwicklung und ein tägliches individuelles Fördern und Fordern“, so Maike Seidenfaden (Geschäftsführung, Leitung Wohnverbund) und Thomas Hochgürtel (Qualitätsmanagement, Controlling, Organisation): „Die Kulturkapelle ist Teil dieses Verständnisses: ein Ort für Begegnung, Ausdruck und Menschlichkeit. Kunst wird hier nicht gespielt – sie wird geteilt.“

Vor und hinter den Kulissen von „Kunst, Kultur, Vielfalt in der Kulturkapelle“ (v.l.): Barbara Blumenstock, Manni Lang, Clara Schneider, Günter Hochgürtel, Maike Seidenfaden, Nicole Wollenweber, Stephan Brings, Thomas Hochgürtel, Ralf Kramp, Gerd Becker, Hardy Kremer und Ines Schumacher. Foto: Sabine Roggendorf/pp/Agentur ProfiPress
Vor und hinter den Kulissen von „Kunst, Kultur, Vielfalt in der Kulturkapelle“ (v.l.): Barbara Blumenstock, Manni Lang, Clara Schneider, Günter Hochgürtel, Maike Seidenfaden, Nicole Wollenweber, Stephan Brings, Thomas Hochgürtel, Ralf Kramp, Gerd Becker, Hardy Kremer und Ines Schumacher. Foto: Sabine Roggendorf/pp/Agentur ProfiPress

Der Eintritt beträgt 17 Euro. Karten können beim Verein Haus Sonne e.V., Willy-Brandt-Straße 10, 53 902 Bad Münstereifel, bestellt werden – telefonisch montags bis freitags von 8 bis 12.30 Uhr unter (0 22 53) 92 31 0 oder per E-Mail an info@wvhaus-sonne.de. Nach Überweisung des Betrages zuzüglich einer Versandpauschale von zwei Euro pro Bestellung werden die Tickets zugesandt.

Als Besonderheit gibt es in diesem Jahr bei Direktbuchung aller vier Veranstaltungen einen Paketpreis von 60 Euro für alle Tickets zuzüglich der einmaligen Versandpauschale von zwei Euro. Einlass ist jeweils ab 18 Uhr, Beginn um 18.30 Uhr, bei freier Platzwahl. Die Programme sind jeweils für eine Dauer von zwei Stunden, also bis 20.30 Uhr, ausgelegt.

pp/Agentur ProfiPress

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