17 Teilnehmerinnen erhielten im DRK-Kreisverband Euskirchen ihre Zertifikate – Präsenzkurs qualifiziert für den Einsatz als sozialpädagogische Fachkraft in Kindertageseinrichtungen – Ausbilderinnen waren begeistert – Ronja Reinartz ist mitten im Kurs Mutter geworden
Mechernich-Euskirchen – Eine Rose, eine herzliche Umarmung, eine Merci-Tafel und – das wichtigste von allem: ein Zertifikat: Im DRK-Kreisverband Euskirchen kam es bei der Abschlussveranstaltung letzten Donnerstag gleich siebzehnmal hintereinander zu einem herzlichen Moment. Denn: Alle 17 Teilnehmerinnen haben die Qualifizierungsmaßnahme „Pädagogik der Kindheit“ erfolgreich beendet und dürfen künftig als sozialpädagogische Fachkräfte in Kindertageseinrichtungen eingesetzt werden.
Der Kurs der DRK-Bildungsakademie Euskirchen sollte Inhalte aus Kindheitspädagogik und Entwicklungspsychologie vermitteln. Doch es ging nicht nur um Theorie, sondern auch um Haltung, Reflexion und den Blick auf die tägliche Arbeit mit Kindern, berichteten die drei Kursleiterinnen Trudi Baum, Renate Ismar-Limito und Simone Binzenbach. Für viele Teilnehmerinnen habe die Weiterbildung eine intensive Zeit zwischen Beruf, Familie, Unterricht, Gruppenarbeiten und Facharbeit in der Einrichtung bedeutet.

Und: „Alle haben es geschafft“, freute sich Daniel Larres, Leiter der DRK-Bildungsakademie, bei der Übergabe der Zertifikate. 266 Tage habe der Kurs gedauert, gestartet sei man an einem Donnerstag. „Viele von Ihnen haben sicher gedacht: Das wird sportlich. Und so war es auch. Trotzdem ist niemand abgesprungen!“ Nicht mal Ronja Reinartz aus Mechernich, die mitten in der heißen Phase der Fortbildung Mutter wurde. Söhnchen Marlo (heute sechs Monate alt) war sogar zur Zertifikatsübergabe gekommen.
„Guck mal, was die Mama hier hat!“, winkte Ronja Reinartz fröhlich mit ihrem Zertifikat. Sie arbeitet in der DRK-Kita Weilerswist-Süd und hatte den Unterricht zeitweise online verfolgt. „Ich habe nur einen Donnerstag gefehlt – als ich im Kreißsaal lag“, erzählte sie stolz. Vom DRK sei sie während ihrer Schwangerschaft „ganz toll unterstützt“ worden.
Das Kompliment gibt Daniel Larres gerne zurück: „Ihr seid aber auch eine tolle Truppe gewesen.“ Es sei viel diskutiert, gearbeitet, hinterfragt und reflektiert worden. Die Gruppe sei zusammengewachsen und habe gezeigt, dass sie bereit sei, Verantwortung zu übernehmen. Dass auch der Humor nicht zu kurz kam, zeigte ein Satz, der bei der Abschlussrunde für Schmunzeln sorgte: „Gerade der Kaffee war pädagogisch wertvoll!“
Die Qualifizierungsmaßnahme wurde bereits zum sechsten Mal vom DRK durchgeführt. Daniel Larres dankte den Teilnehmerinnen, unter anderem aus Bonn und Wartberg, dafür, dass sie den Kurs aktiv mitgestaltet hätten. Seine Botschaft: „Bleiben Sie neugierig, hinterfragen Sie, reflektieren Sie sich selbst. Nehmen Sie das mit, was Sie gelernt haben. Ihre Haltung und Ihr Engagement für die Kinder sind entscheidend.“
Auch die drei Ausbilderinnen blickten zufrieden auf die gemeinsame Zeit zurück. „Wir machen immer wieder die Erfahrung, dass hier sehr viel gute Energie zusammenkommt“, betonte Renate Ismar-Limito. Das habe man auch an den Abschluss-Präsentationen gemerkt, die nicht nur anspruchsvoll gewesen seien, sondern auch diverse spannende Bereiche abgedeckt hätten. Alle Teilnehmerinnen seien interessiert gewesen, hätten aus der Praxis erzählt und die Weiterbildung dadurch lebendig gemacht.
Neben Rosen, Zertifikaten und vielen Umarmungen gab es auch Dank an Daniel Larres, der während der gesamten Qualifizierung immer ansprechbar gewesen sei. Am Ende stand ein gemeinsames Anstoßen auf 17 erfolgreiche Abschlüsse – und auf 17 Frauen, die künftig mit noch mehr Fachwissen, Haltung und Herzblut Kinder in ihrer Entwicklung begleiten.
pp/Agentur ProfiPress
06/17/2026

