Fastenessen der Eifeler Brunnenhilfe am 22. März verbindet Information, Solidarität und indische Küche
Mechernich – Unter dem Leitwort der diesjährigen Misereor-Fastenaktion „Hier fängt Zukunft an“ steht am Sonntag, 22. März, der Gottesdienst um 10.45 Uhr in der Pfarrkirche St. Johannes Baptist in Mechernich. Gestaltet wird die Messe von der Eifeler Brunnenhilfe Indien (EBI), die seit vielen Jahren von Mechernich aus Projekte zur Verbesserung der Lebensbedingungen in ländlichen Regionen Indiens unterstützt.
Im Anschluss an den Gottesdienst lädt die von Dr. Franz Richter vertretene Initiative alle Interessierten ins Johanneshaus ein. Dort informieren Mitglieder der Initiative über ein neues Projekt der Andheri-Hilfe Bonn, das in einem besonders von Armut und Trockenheit betroffenen Gebiet im nordindischen Bundesstaat Madhya Pradesh geplant ist. Ziel ist es, die Bevölkerung dort langfristig dabei zu unterstützen, ihren Lebensunterhalt nachhaltig zu sichern und die Auswirkungen von Dürre und Klimawandel besser zu bewältigen.

Rund 18 Dörfer mit etwa 1.400 Haushalten sollen von den Maßnahmen profitieren, insgesamt mehr als 10.000 Menschen. In der Region führen unregelmäßige Monsunregen, rascher Wasserabfluss und starke Bodenerosion immer wieder zu Ernteausfällen und Dürreperioden. Geplant sind daher unter anderem Wasserhalteanlagen, Brunnen und Teiche, Maßnahmen gegen Bodenerosion sowie Schulungen für nachhaltige Landwirtschaft, Tierhaltung und kleine Einkommensprojekte.

Begleitet wird das Informationsprogramm von Devin Ulavachatil, der ein persönliches und lebendiges Bild aus der Heimat seiner Eltern in Südindien vermitteln will. Auch kulinarisch dürfen sich die Besucher auf einen besonderen Akzent freuen: Beim traditionellen indischen Fastenessen, das von indischen Familien aus Mechernich liebevoll zubereitet wird, können Gäste verschiedene Spezialitäten kennenlernen. Zudem bietet die Eine-Welt-Gruppe im Johanneshaus fair gehandelte Produkte zum Kauf an.
Die Eifler Brunnenhilfe blickt bereits auf erfolgreiche Projekte zurück. So wurde im nordindischen Bundesstaat Jharkhand ein Wasser- und Entwicklungsprojekt für rund 10.000 Menschen in 19 Dörfern umgesetzt. Inzwischen ist es abgeschlossen und befindet sich in der Phase der Konsolidierung, in der Pflege und Instandhaltung der Anlagen zunehmend in die Verantwortung der lokalen Dorfgemeinschaften übergehen.
Gemeinsam Verantwortung
Mit Gottesdienst, Information und gemeinsamer Mahlzeit möchte die Veranstaltung einmal mehr zeigen, dass Solidarität über Kontinente hinweg möglich ist – und dass Zukunft dort beginnt, wo Menschen gemeinsam Verantwortung übernehmen. Alle Interessierten sind herzlich eingeladen.

Die Eifler Brunnenhilfe Indien (EBI) entstand um das Jahr 2000 aus einem Arbeitskreis des damaligen Pfarrgemeinderates der katholischen Pfarre St. Johannes Baptist Mechernich. Die Initiative engagiert sich seitdem für Wasser- und Entwicklungsprojekte in armen ländlichen Regionen Indiens und arbeitet dabei mit Partnerorganisationen wie der Andheri-Hilfe Bonn zusammen.
Der Impuls für das Indien-Engagement hat auch lokale Wurzeln: Eine gebürtige Mechernicherin, Schwester Anna Huberta Roggendorf, wirkte als Missionarin in Indien und gründete dort eine Ordensgemeinschaft. In rund 25 Jahren ihres Bestehens hat die EBI weit über 250.000 Euro an Spenden gesammelt und in Indien investiert.

Mit diesen Mitteln konnten mehrere Wasser- und Landwirtschaftsprojekte umgesetzt werden – etwa zehn größere Projekte in mehr als zwei Jahrzehnten. Die Maßnahmen helfen Zehntausenden Menschen in verschiedenen Regionen Indiens, vor allem durch Trinkwasserbrunnen, Bewässerungssysteme, Maßnahmen zur Wasserspeicherung sowie nachhaltige Landwirtschaft.
pp/Agentur ProfiPress
03/17/2026

