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Kerstin Rottland

02/17/2026

„Loveboat“ schipperte durch Kommern

Rund 20 000 Zuschauer beim tradionsreichen Rosenmontagszug der KG Greesberger 1947 e.V. – Erst Regen, dann Sonnenschein

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Rund 20 000 Zuschauer beim tradionsreichen Rosenmontagszug der KG Greesberger 1947 e.V. – Erst Regen, dann Sonnenschein: Beste Laune bei 750 Zugteilnehmern aus sämtlichen Mechernicher Stadtteilen

Mechernich-Kommern – Wenn Karnevalshits durch Fachwerkgassen schallen, Konfetti vom Himmel regnet und aus allen Ecken ein fröhliches „Kommern Alaaf!“ zu hören ist, dann ist der Höhepunkt der närrischen Session am Griesberg in vollem Gange.

Angekommen auf dem Höhepunkt der Session: Prinz Marcel I. (Rühr) und Prinzessin Michaela strahlten auf dem Prinzenwagen mit der Sonne um die Wette. Foto: Kerstin Rottland/pp/Agentur ProfiPress
Angekommen auf dem Höhepunkt der Session: Prinz Marcel I. (Rühr) und Prinzessin Michaela strahlten auf dem Prinzenwagen mit der Sonne um die Wette. Foto: Kerstin Rottland/pp/Agentur ProfiPress

Es war eine Premiere für die Kommerner Jecken: Erstmals setzte sich der Rosenmontagszug am Becherhofer Weg eine Stunde früher in Bewegung. (Aus Sicherheitsgründen, damit man nicht – wie im Vorjahr – in die Dunkelheit geriet.) Doch ausgerechnet dieses Stündchen hatte es in sich: Punkt 13.11 öffneten sich die Himmelsschleusen und ein kräftiger Landregen ging auf die Feiernden nieder. Exakt eine Stunde später war der Spuk vorüber, und die Sonne kam raus. – Klarer Fall für Zugleiter Thomas Metzen: „Petrus hat wohl nicht in den Bürgerbrief geguckt!“

Die sportlichen „Karnevalsmäuse“ um Familie Drehsen aus Kommern machten sich vor dem Zug mit einer mutigen Hebefigur warm. Foto: Kerstin Rottland/pp/Agentur ProfiPress
Die sportlichen „Karnevalsmäuse“ um Familie Drehsen aus Kommern machten sich vor dem Zug mit einer mutigen Hebefigur warm. Foto: Kerstin Rottland/pp/Agentur ProfiPress

Dem Spaß an der Freud tat der feuchtfröhliche Auftakt in der karnevalistischen Hochburg der Stadt Mechernich logischerweise keinen Abbruch: Mit viel Herzblut, Kreativität und närrischer Energie hatten sich die Jecken auf den Wagen, als Fußgruppen sowie am Straßenrand einiges einfallen lassen, um den Rosenmontag gemeinsam zu einem unvergesslichen Erlebnis zu machen: 20 000 Besucherinnen und Besucher ließen sich das Spektakel nicht entgehen.

Das Motiv kommt einem bekannt vor: Neben Kamelle, Schoki und Strüßjer gab es in Kommern auch diese hübsch gestaltete Postkarte zu schnappen. Foto: Kerstin Rottland/pp/Agentur ProfiPress
Das Motiv kommt einem bekannt vor: Neben Kamelle, Schoki und Strüßjer gab es in Kommern auch diese hübsch gestaltete Postkarte zu schnappen. Foto: Kerstin Rottland/pp/Agentur ProfiPress

Ein einzigartiges Erlebnis sollte es auch für KG-Mitglied Norbert Veltmann werden, der im Vorfeld zusammen mit Frank Schmitz für die Anmeldung der Wagen verantwortlich gewesen war und am Rosenmontag seinen Geburtstag feierte. – Weshalb er im Vorbeifahren ein spontanes Ständchen von der Gästen der Ehrentribüne erhielt, unter anderem von Bürgermeister Michael Fingel, der mit der ganzen Familie – und mit einer ganzen Ladung klimpernder Orden behangen – am Start war.

Bunte Karawane schlängelte sich durch den Ort

Organisiert von der KG Greesberger Kommern 1947 e.V., verwandelt der längste Zug im Stadtgebiet den historischen Ortskern rund um die Kölner Straße in ein Meer aus Farben, Musik und ausgelassener Stimmung. Mit 40 Zugnummern und rund 750 Teilnehmer zeigte er sich diesmal besonders vielfältig: Angeführt vom „Zooch-Kütt“-Mobil, in dem Ex-Prinz Jan Jaeck saß, der die bunte Karawane mit viel Erfahrung und guter Laune auf die Strecke schickte. Dahinter folgten fantasievoll gestaltete Wagen, Fußgruppen, Traktoren mit Anhängern und Musikkapellen, die für durchgehende Stimmung sorgen

Eine politische Botschaft hatten die „Friedenstauben“ von Peter Hein im  Anhänger: Ziele gäbe es für sie gerade leider allzu viele. Foto: Kerstin Rottland/pp/Agentur ProfiPress
Eine politische Botschaft hatten die „Friedenstauben“ von Peter Hein im  Anhänger: Ziele gäbe es für sie gerade leider allzu viele. Foto: Kerstin Rottland/pp/Agentur ProfiPress

Besonders stark vertreten waren wie immer die Kommerner selbst: Karnevalsmäuse, Piraten vom Mühlensee, Jecken aus Kommern, die Feuerwehr Kommern als Hexen und Zauberer, Postboten mit jeckem Motto sowie Rennfahrer, Superhelden, Schneemänner, Friedenstauben und die Kommerner Räuberbande bewiesen einmal mehr, wie kreativ der Ort feiern kann. Ein berührendes Zeichen setzen auch die Glücksbärchis vom Sonnenhof, die unter dem Motto „Glück kennt kein Alter“ eindrucksvoll zeigten, dass der Karneval alle Generationen miteinander verbindet.

„Volle Fahrt voraus!“ mit dem „Loveboat“ von Michael Embgenbroich, Stefan Hambach und dem Rest der crazy Crew. Foto: Kerstin Rottland/pp/Agentur ProfiPress
„Volle Fahrt voraus!“ mit dem „Loveboat“ von Michael Embgenbroich, Stefan Hambach und dem Rest der crazy Crew. Foto: Kerstin Rottland/pp/Agentur ProfiPress

Zahlreiche befreundete Vereine aus der Umgebung bereicherten den Zug zusätzlich: Die KG „Weyerer Blömche“ 1971 e.V. feiert in dieser Session ihr stolzes 5×11-jähriges Jubiläum und brachte gleich zwei Wagen mit, darunter das Weyerer Damendreigestirn. Aus Bergheim reisten die Seilbahnjecken mit ihrem Prinzenpaar und einer ganzen „Schafherde“ an, aus Strempt kamen sowohl die KG als auch der Junggesellenverein. Ebenso vertreten waren Gruppen aus Vussem, Schwerfen, Katzvey, Kallmuth, Berg, Eicks und Mechernich: Ein närrisches Netzwerk, das weit über die Ortsgrenzen hinausreicht.

Für alle Fälle: Jede Menge blauen Himmel, zumindest auf dem Anzug, hatte dieser lustig kostümierte Jeck am Wegesrand mitgebracht. Foto: Kerstin Rottland/pp/Agentur ProfiPress
Für alle Fälle: Jede Menge blauen Himmel, zumindest auf dem Anzug, hatte dieser lustig kostümierte Jeck am Wegesrand mitgebracht.Foto: Kerstin Rottland/pp/Agentur ProfiPress

Für echte Gänsehautmomente sorgten die musikalischen Begleiter: Der Musikverein Eicks sowie das Tambourcorps Einigkeit Kommern, deren Klänge den Zug zusammenhielten und das Publikum zum Mitschunkeln brachten.

Familientollitäten genießen das Highlight der Session

Auch große Gesellschafts- und Themenwagen zogen wieder alle Blicke auf sich: Allen voran das rosarot geschmückte „Love Boat“ um DJ Stephan Hambach, das mit original Kreuzfahrtschiff- „Tuuuut“ in den Hafen an der Kölner Straße einlief. Aber auch der Showtruck der Bowlfabrik, die Prinzengarde Mechernich, der Wagen des Festausschusses Mechernicher Karneval mit Prinz Torsten I. sowie die Gesellschafts-, Garden- und Ehrensenatorenwagen der KG Greesberger Kommern e.V.., die „Burg“, das „Schiff“ mit den Tanzgarden – darunter die „Bleibach Queen“ – sowie der Wagen der Ehrensenatoren und Ex-Tollitäten.

Viel Spaß auf der Ehrentribüne hatte Bürgermeister Michael Fingel, hier mit „Einheizer“ Willi Gemünd. Foto: Kerstin Rottland/pp/Agentur ProfiPress
Viel Spaß auf der Ehrentribüne hatte Bürgermeister Michael Fingel, hier mit „Einheizer“ Willi Gemünd. Foto: Kerstin Rottland/pp/Agentur ProfiPress

Den krönenden Abschluss bildeten aber natürlich sie: Die einzigartigen Kommerner Familientollitäten Rühr, allen voran Prinz Marcel I., mit seiner Herzdame, Prinzessin Michaela, sowie deren „familieneigenes“ Kinderdreigestirn: Prinz Maxi, Prinzessin Louisa und Bauer Kilian. Getreu ihrem Motto „Bunt, herzlich und einfach RÜHRend“ sorgte das Fünfgestirn auch am Rosenmontag für das perfekte-Tüpfelchen einer ganz besonderen Session. Gemeinsames Familien-Fazit: „Alle stolz und happy!“

„Prost, auf Kommern!“ Ortsbürgermeister Rolf Jaeck stieß am Fenster des Historischen Rathauses mit einem Besucher aus Hamburg an. Foto: Kerstin Rottland/pp/Agentur ProfiPress
„Prost, auf Kommern!“ Ortsbürgermeister Rolf Jaeck stieß am Fenster des Historischen Rathauses mit einem Besucher aus Hamburg an. Foto: Kerstin Rottland/pp/Agentur ProfiPress

Für Sicherheit entlang der Strecke sorgten das Deutsche Rote Kreuz, Polizei und Feuerwehr sowie zahlreiche ehrenamtliche Helferinnen und Helfer als Wagenengel – Personal, das unverzichtbar ist für einen gelungenen Karnevalstag.  Was am Mittag feucht begann, endete also in strahlendem Sonnenschein – und mit noch strahlenderen Gesichtern!

Selbstgemischte Getränke gehören für viele Jecken ebenso zum Zoch, wie Konfetti und Kamelle. Foto: Kerstin Rottland/pp/Agentur ProfiPress
Selbstgemischte Getränke gehören für viele Jecken ebenso zum Zoch, wie Konfetti und Kamelle. Foto: Kerstin Rottland/pp/Agentur ProfiPress
Auf Papas Schoß: Aus dem Begleitfahrzeug heraus reichte diese kleine Zugteilnehmerin den Jecken die Kamelle an. Foto: Kerstin Rottland/pp/Agentur ProfiPress
Auf Papas Schoß: Aus dem Begleitfahrzeug heraus reichte diese kleine Zugteilnehmerin den Jecken die Kamelle an. Foto: Kerstin Rottland/pp/Agentur ProfiPress
Praktisch, wenn das Haus am Zugweg liegt: Vor ihren Grundstücken und in Hofeinfahrten feierten hunderte Kommerner mit Nachbarschaft und Freunden. Foto: Kerstin Rottland/pp/Agentur ProfiPress
Praktisch, wenn das Haus am Zugweg liegt: Vor ihren Grundstücken und in Hofeinfahrten feierten hunderte Kommerner mit Nachbarschaft und Freunden. Foto: Kerstin Rottland/pp/Agentur ProfiPress
Früh übt sich, wer (genau wie Papa) einmal Zugleiter werden will: Alexander Metzen behielt mit seinem Vater Thomas Metzen stets den Überblick. Foto: Kerstin Rottland/pp/Agentur ProfiPress
Früh übt sich, wer (genau wie Papa) einmal Zugleiter werden will: Alexander Metzen behielt mit seinem Vater Thomas Metzen stets den Überblick. Foto: Kerstin Rottland/pp/Agentur ProfiPress
Kurzer Drücker am Wegesrand: Greesberger Ex-Bauer Björn Schäfer und seine Frau Sabrina, die als Wagenengel im Einsatz war. Foto: Kerstin Rottland/pp/Agentur ProfiPress
Kurzer Drücker am Wegesrand: Greesberger Ex-Jungfrau Bruni alias Björn Schäfer und seine Frau Sabrina, die als Wagenengel im Einsatz war. Foto: Kerstin Rottland/pp/Agentur ProfiPress
Bereit im Notfall zu helfen: Die jungen Helferinnen und Helfer des Deutschen Roten Kreuzes. Foto: Kerstin Rottland/pp/Agentur ProfiPress
Bereit im Notfall zu helfen: Die jungen Helferinnen und Helfer des Deutschen Roten Kreuzes. Foto: Kerstin Rottland/pp/Agentur ProfiPress
Schwer mit klimpernden Orden behangen: Bürgermeister Michael Fingel. Foto: Kerstin Rottland/pp/Agentur ProfiPress
Schwer mit klimpernden Orden behangen: Bürgermeister Michael Fingel. Foto: Kerstin Rottland/pp/Agentur ProfiPress

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