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Henri Grüger

03/04/2026

Kinder schenken Hoffnung

KGS Kommern übergab beeindruckende 10.800 Euro an den Förderkreis Bonn für krebskranke Kinder – Berührende Feier mit Gänsehautmomenten

9 min read

KGS Kommern übergab beeindruckende 10.800 Euro an den Förderkreis Bonn für krebskranke Kinder – Berührende Feier mit Gänsehautmomenten

Mechernich-Kommern/Bonn – Großer Stolz lag in der Luft, als Kinder der Katholischen Grundschule Kommern an diesem Vormittag aus vollem Halse sangen. Dennoch war es keine gewöhnliche Schulveranstaltung, sondern eine Feier des Mitgefühls und Engagements.

Stolze 10.800 Euro überreichten Kinder der Grundschule Kommern an den Förderkreis Bonn, der Familien mit krebskranken Kindern und Jugendlichen unterstützt. Foto: Henri Grüger/pp/Agentur ProfiPress
Stolze 10.800 Euro überreichten Kinder der Grundschule Kommern an den Förderkreis Bonn, der Familien mit krebskranken Kindern und Jugendlichen unterstützt. Foto: Henri Grüger/pp/Agentur ProfiPress

219 Mädchen und Jungen der KGS Kommern haben zuvor beim DLRG-Sponsorenschwimmen in der Eifel-Therme Zikkurat und beim dazugehörigen Lauf, an dem alle Grundschulen des Mechernicher Stadtgebietes teilnahmen, alles gegeben. Sie sind geschwommen, gerannt, haben Runden gezählt und Sponsoren gesucht. All das für andere Kinder, die nicht auf der Sonnenseite des Lebens stehen. Umso glücklicher überreichten sie nun einen Scheck über unglaubliche 10.800 Euro an den „Förderkreis Bonn,“ der Familien mit krebskranken Kindern und Jugendlichen unterstützt.

Bewegender Hintergrund

„Ihr seid heute die Hauptpersonen“, begrüßte Schulleiterin Tanja Feuser die Schülerinnen und Schüler: „Wir wollen euren großen Erfolg feiern.“ Die Zahlen sprechen für sich: Insgesamt 1.659 Runden im Laufparcours, 3.549 geschwommene Bahnen — zusammen mehr als 88 Kilometer. „Das ist ungefähr die Strecke von Kommern bis nach Düsseldorf oder Koblenz“, erklärte Feuser. Ein Ausmaß, das selbst Erwachsene staunen lässt.

Auch weitere beeindruckende Zahlen konnte Schulleiterin Tanja Feuser den gespannten Kindern und Ehrengästen präsentieren. Foto: Henri Grüger/pp/Agentur ProfiPress
Auch weitere beeindruckende Zahlen konnte Schulleiterin Tanja Feuser den gespannten Kindern und Ehrengästen präsentieren. Foto: Henri Grüger/pp/Agentur ProfiPress

Der Impuls kam von Schul-Alltagshelferin Carmen Karwanska. Ihre Tochter erkrankte als Kind selbst an Krebs — und wurde damals zwei Jahre lang vom Förderkreis begleitet. „Wir wurden unterstützt, getragen und getröstet“, erzählt Karwanska sichtlich bewegt: „Man weiß gar nicht, was es braucht, um diese Zeit auf der Station auszuhalten — und trotzdem noch lachen zu können.“ Bis heute bestehe daher eine enge Verbindung zu den Helfern in Bonn. „Danke, dass ihr das alle unterstützt habt“, sagte sie an das gesamte Team und Schulleitung gerichtet: „Es war toll, euch beim Schwimmen und Laufen zu begleiten.“

Mit-Organisatorin Carmen Karwanska berichtete von persönlichen Erlebnissen und betonte: „Man weiß gar nicht, was es braucht, um diese Zeit auf der Station auszuhalten — und trotzdem noch lachen zu können.“ Foto: Henri Grüger/pp/Agentur ProfiPress
Mit-Organisatorin Carmen Karwanska berichtete von persönlichen Erlebnissen und betonte: „Man weiß gar nicht, was es braucht, um diese Zeit auf der Station auszuhalten — und trotzdem noch lachen zu können.“ Foto: Henri Grüger/pp/Agentur ProfiPress

Vor der Aktion ging Karwanska durch alle Klassen, erklärte den Kindern, wofür das Geld eingesetzt wird — auch, um Ängste und Vorurteile abzubauen: „Viele Kinder denken noch immer, Krebs sei ansteckend oder haben Angst vor Kindern ohne Haare.“ Auch Mobbing sei nicht selten. Entsprechende Aufklärung sei deshalb enorm wichtig.

Kuschelige Mutmacher

Wie konkret Hilfe aussehen kann, erklärten zwei Viertklässler, Magdalena und Max. Sie berichteten von kleinen gespendeten Kuschelbären namens Lutz, die kranke Kinder ermutigen sollen. „Wenn man sie umstößt, stellen sie sich wieder auf. Das soll auch Euch Mut machen, immer wieder aufzustehen.“ Unter anderem hätten die Kids ihre geschwommenen und gelaufenen Bahnen sogar in „Lutze“ umgerechnet.

Voller Stolz sangen und tanzten ein Teil der Kinder ihr Schullied. Foto: Henri Grüger/pp/Agentur ProfiPress
Voller Stolz sangen und tanzten ein Teil der Kinder ihr Schullied. Foto: Henri Grüger/pp/Agentur ProfiPress

Insgesamt sammelten die Kinder unglaubliche 17.855,85 Euro; 10.800 Euro davon wurden nun symbolisch übergeben. „Wir hoffen, ihr werdet ganz schnell wieder gesund“, lassen die Schülerinnen und Schüler ausrichten. Für besonders emotionale Momente sorgt anschließend ein Lied, gesungen von Kindern der Klassen 3A und 4B. „Ein Funke in mir“ handelt von Mut und innerer Stärke. Viele Erwachsene greifen dabei zu Taschentüchern. „Wer hat auch alles Gänsehaut bekommen?“, fragte Feuser danach.

Auch beim Förderkreis Bonn hinterlässt der Vormittag tiefen Eindruck. „So einen Empfang haben wir noch nie erlebt“, sagte Meike Rüsing vom Verein, die mit ihrer Kollegin Bibiana Schick vor Ort war: „Wir sind sprachlos.“ Besonders berührend sei, dass Kinder sich für andere Kinder einsetzen: „Wenn wir auf der Station erzählen, dass andere Kinder für sie geschwommen und gelaufen sind und an sie denken, können sie das kaum glauben.“

Magdalena und Max berichteten von kleinen gespendeten Kuschelbären namens Lutz. „Wenn man sie umstößt, stellen sie sich wieder auf. Das soll auch Euch Mut machen, immer wieder aufzustehen.“ Foto: Henri Grüger/pp/Agentur ProfiPress
Magdalena und Max berichteten von kleinen gespendeten Kuschelbären namens Lutz. „Wenn man sie umstößt, stellen sie sich wieder auf. Das soll auch Euch Mut machen, immer wieder aufzustehen.“ Foto: Henri Grüger/pp/Agentur ProfiPress

Der Förderkreis unterstützt Familien umfassend — vom ersten Schock nach der Diagnose über psychosoziale Begleitung bis hin zu Freizeitangeboten für Geschwisterkinder und Nachsorgeprogramme für ehemalige Patienten. Alles werde ausschließlich durch Spenden finanziert. „Wir versuchen zuerst, die Eltern aufzufangen“, erklärt Rüsing. Denn: „Das Familiengefüge muss stabil bleiben.“ Aber auch Geschwister, Großeltern und natürlich die betroffenen Kinder selbst bräuchten Unterstützung. Dass heute so viele Kinder helfen, sei deshalb „von unschätzbarem Wert“.

Ort gelebter Empathie

Die KGS Kommern versteht sich als „SEE-Learning-Schule“, in der soziales, emotionales Lernen und Mitgefühl zentrale Rollen spielen. „Empathie gehört zum Leben“, so Schulleiterin Feuser: „Wir wollen den Kindern zeigen, dass sie etwas bewirken können.“ So dürften die Kinder auch mitentscheiden, für welche neuen Sitzgelegenheiten auf den Schulhöfen das restliche Sponsorengeld verwendet werde.

„Wir sind sprachlos“, berichtete Meike Rüsing (l.) vom Förderkreis, die mit Bibiana Schick (r.) aus Bonn nach Kommern gekommen war, um die Spende dankbar entgegenzunehmen. Foto: Henri Grüger/pp/Agentur ProfiPress
„Wir sind sprachlos“, berichtete Meike Rüsing (l.) vom Förderkreis, die mit Bibiana Schick (r.) aus Bonn nach Kommern gekommen war, um die Spende dankbar entgegenzunehmen. Foto: Henri Grüger/pp/Agentur ProfiPress

Auch der Mechernicher Bürgermeister Michael Fingel, mit Kati Jakob, Fachbereichsleiterin für Bildung, Soziales und Tourismus, vor Ort war, zeigte sich war tief bewegt: „Wenn Kinder für Kinder einstehen, berührt mich das besonders.“ Daher habe er auch „zum zweiten Mal Gänsehaut“ gehabt, nachdem schon beim karnevalistischen Bürgermeisterempfang der kleine Leo wieder mitfeiern konnte. Er stammt aus dem Stadtgebiet, hat trotz schwerer Krankheit nicht aufgegeben und das Lachen nie verlernt. Betreut wurde auch er vom Förderkreis Bonn.

Ein großer Scheck, der zu Tränen rührte. Foto: Henri Grüger/pp/Agentur ProfiPress
Ein großer Scheck, der zu Tränen rührte. Foto: Henri Grüger/pp/Agentur ProfiPress

Der Förderverein der Schule würdigte zudem das besondere Engagement von Lehrkräften, Mitarbeitenden und Ehrenamtlichen. „Wir sind froh und dankbar, an einer Schule zu sein, wo Mitgefühl tatsächlich gelebt wird“, so Sebastian Lipp, Vorsitzender des Fördervereins: „Unser großer Dank gilt neben Frau Karwanska auch Frau Feuser und allen Lehrerinnen und Lehrern, die dahinterstehen und das Ganze organisiert haben!“

Das stolze Grundschul-Team mit ihren „Ehrengästen“: (v. l.) Sebastian Lipp vom Förderverein der Grundschule, Bibiana Schick vom Förderkreis Bonn, Dirk Küsters vom Kommerner Förderverein, Meike Rüsing vom Förderkreis, Andrea Nickel vom Förderverein, der Mechernicher Bürgermeister Michael Fingel, Schulleiterin Tanja Feuser und Kati Jakob, Fachbereichsleiterin für Bildung, Soziales und Tourismus. Foto: Henri Grüger/pp/Agentur ProfiPress
Das stolze Grundschul-Team mit ihren „Ehrengästen“: (v. l.) Sebastian Lipp vom Förderverein der Grundschule, Bibiana Schick vom Förderkreis Bonn, Dirk Küsters vom Kommerner Förderverein, Meike Rüsing vom Förderkreis, Andrea Nickel vom Förderverein, der Mechernicher Bürgermeister Michael Fingel, Schulleiterin Tanja Feuser und Kati Jakob, Fachbereichsleiterin für Bildung, Soziales und Tourismus. Foto: Henri Grüger/pp/Agentur ProfiPress

Zum Abschluss richtete die zu Tränen gerührte Schulleiterin Tanja Feuser noch einmal das Wort an die Kinder: „10.800 Euro — das ist richtig viel Geld. Ihr könnt unglaublich stolz auf euch sein.“

Dann kehrten die Klassen in den Schulalltag zurück — mit dem Wissen, dass ihr Einsatz weit über Kommern hinaus wirkt. Für ganze Familien in Bonn bedeutet diese Summe nicht nur Unterstützung, sondern ein Stück Hoffnung. Und genau darum ging es an diesem Vormittag: zu zeigen, dass selbst kleine Schritte — oder Schwimmzüge — Großes bewirken können.

pp/Agentur ProfiPress

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