Farbenfroher Tulpensonntagszug begeisterte Massen in Mechernich – 26 Gruppen beteiligten sich
Mechernich – „Meischenisch Alaaf!“ hallte es am Tulpensonntag durch die Stadt, als sich um punkt 14.11 Uhr der große Karnevalszoch in Bewegung setzte.

Tausende bestens gelaunter Jecken säumten trotz winterlicher Kälte die traditionelle Strecke von der Bahnstraße über die Friedrich-Wilhelm-Straße, Bergstraße, Weierstraße, Turmhofstraße und Dr.-Felix-Gerhardus-Straße bis hin zur Heerstraße und Bruchgasse. Organisiert wurde das närrische Spektakel vom Festausschuss Mechernicher Karneval 1960 e.V. (FMK), „Zugleiter met Hetz“ war wieder Thomas Tampier.

Schon vor dem Start begrüßte Präsident Albert Meyer vom hohen Wagen des FMK die zahlreichen Teilnehmer und Gäste. Unter anderem verfolgten das bunte Treiben Bürgermeister Michael Fingel, Margret Eich, FMK-Vertreter Kevin Hembach und der stellvertretende Bürgermeister Günter Kornell von einer großen Bühne vor dem Rathaus aus.

„Schöne Wagen, tolle Stimmung!“
Bürgermeister Fingel ließ es sich bei seinem ersten offiziellen Zug im Amt natürlich nicht nehmen, kräftig mitzufeiern, die Besucher persönlich willkommen zu heißen und den Aktiven zu danken. Im Nachhinein sagte er: „Es war total klasse – auch, dass das mit der Bühne so gut geklappt hat.“ Besonders erleichtert sei er auch über das Wetter gewesen: „Eine super Sache in strahlendem Sonnenschein! Schöne Wagen, tolle Stimmung!“

Auch Moderatorin Margret Eich zog ein rundum positives Fazit: „Ich fand den Zug dieses Jahr wunderbar!“ Auch die Kälte habe der Stimmung keinen Abbruch getan: „Man kann sich warm schunkeln, einen warmen Tee trinken – oder auch mal ein kleines Schnäpschen.“

Besonders beeindruckt zeigte sie sich vom großen Besucherandrang und freute sich über das gelungene Spektakel. Unter anderem in der Bergstraße feierten dazu noch jecke Anwohner von Tür und Fenster aus mit, die Häuser festlich dekoriert mit bunten Ballons.

Alle mit dabei
Den Zugauftakt machten traditionell Polizei und Feuerwehr, dicht gefolgt von zahlreichen Fußgruppen und Musikformationen. Unter anderem zeigte das Rote Kreuz unter dem Motto „Das ist keine Jeckerei – wir sind mittendrin, nicht nur dabei“ wieder einmal, dass Hilfsorganisationen auch im Karneval unverzichtbar sind.

Für internationale Klänge sorgte die „Weilerswist District and Pipe Band“, deren Dudelsäcke für Gänsehaut sorgten. Vor einer kleinen Bühne in der Bergstraße spielten sie sogar eine viel bejubelte Zugabe.

Bunt, fantasievoll und mit viel Humor präsentierten sich aber auch die zahlreichen weiteren Gruppen und Wagen: „De Blaumänn“ setzten mit ihrem Mottowagen „Der neue Bürgermeister“ Michael Fingel augenzwinkernd wieder in die erste Klasse, während die Caritas soziale Botschaften verbreitete. Die Karnevalsfreunde Mechernich bekannten farbenfroh: „Ob rut, ob blau, ob jrön – mir finge alle Färve schön.“

Sportlich ging es beim TuS Mechernich zu, lustig bei den FMK-Clowns und frostig beim KF Firmenich-Obergartzem unter dem Motto „Eisberg“, der auch viele beliebte tierische Helden aus Hollywood abbildete.

Der Familienmesskreises des Pastoralen Raumes St. Barbara Mechernich, der gemeinsam mit Pfarrer Erik Pühringer als „Blumenwiese“ durch die Straßen zog, setzte ein weiteres Zeichen für Gemeinschaft und Zusammenhalt.

Auch die traditionellen Mechernicher Karnevalsvereine waren natürlich stark vertreten. Darunter die Prinzengarde Mechernich mit ihrem Komiteewagen, ihrer Kanone und dem Prinzenwagen des mit Prinz Torsten I. (Krieg), der ordentlich Stimmung machte.

Kamelle, Strüßjer und allerlei Wurfmaterial – von Gummibärchen über Schokolade bis hin zu Schlüsselanhängern und Taschentüchern – regneten derweil ununterbrochen auf die jubelnden Zuschauermassen nieder.

Weitere Komiteewagen kamen aus Kommern, Strempt und von den „Bleifööss“, deren Weinfass-Wagen für beste Stimmung sorgte, sowie die „Klüngelsbröder“, die seit 33 Jahren „immer mittendrin“ sind. Die Maijugend Strempt brachte außerdem mit ihrem „Anti-DFB/Schiedsrichter“-Thema die Fußballfans zum Schmunzeln.

Nach dem Zug war aber noch lange nicht Schluss: Alle Jecken waren zur „After-Zoch-Party“ in die Dreifachturnhalle eingeladen, wo DJ Jörg Grewe und die „KELZ BOYS“ für mächtig Stimmung bis in die Nacht sorgten. Der Festausschuss dankt im Namen aller Beteiligten den vielen Teilnehmern und Zuschauern – und freut sich bereits jetzt auf den nächsten Tulpensonntagszug am 7. Februar des kommenden Jahres.
pp/Agentur ProfiPress
02/17/2026

