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Ronald Larmann

09/15/2026

Geschwister paddeln zum Doppelsieg

42 Kürbiskanuten lieferten sich auf dem See des Krewelshofs in der Eifel spannende und ausgesprochen nasse Duelle – Geschwister Kattia und Fabio Adrian Sanchez Burchardt gewannen die beiden Finals – Wandergesellin sprang spontan in Kluft ein

42 Kürbiskanuten lieferten sich auf dem See des Krewelshofs in der Eifel spannende und ausgesprochen nasse Duelle – Geschwister Kattia und Fabio Adrian Sanchez Burchardt gewannen die beiden Finals – Wandergesellin sprang spontan in Kluft ein

Mechernich-Obergartzem – Drei ausgehöhlte Riesenkürbisse, 42 mutige Kanutinnen und Kanuten und zahlreiche Zuschauer rund um den See: Bei der Kürbisregatta auf dem Krewelshof in der Eifel wurde das ungewöhnliche Naturgefährt einmal mehr zum Rennboot. Der gelegentliche Nieselregen tat der fantastischen Stimmung keinen Abbruch. Auf dem Wasser lieferten sich die Teilnehmer rasante, bisweilen turbulente, aber stets faire Duelle.

Vorjahressieger gegen späteren Sieger: René Henn (l.) und Fabio Adrian Sanchez Burchardt lieferten sich ein packendes Duell. Am Ende gewann Sanchez Burchardt die Männerwertung. Foto: Ronald Larmann/pp/Agentur ProfiPress
Vorjahressieger gegen späteren Sieger: René Henn (l.) und Fabio Adrian Sanchez Burchardt lieferten sich ein packendes Duell. Am Ende gewann Sanchez Burchardt die Männerwertung. Foto: Ronald Larmann/pp/Agentur ProfiPress

Zur Auswahl standen drei ausgehöhlte Riesenkürbisse mit Gewichten von 300, 330 und 360 Kilogramm. Krewelshof-Jungbauer Max Bieger erklärte vor dem Start die besondere Herausforderung: Je schwerer ein Kürbis sei, desto stabiler liege er zwar im Wasser. Gleichzeitig stelle sich aber die Frage, wie gut sich das schwergewichtige Naturgefährt noch lenken und steuern lasse.

Kattia Sanchez Burchardt paddelte in einem packenden Finale zum Sieg in der Frauenwertung. Im Vorjahr hatte ihr Partner René Henn die Männerkonkurrenz gewonnen. Foto: Ronald Larmann/pp/Agentur ProfiPress
Kattia Sanchez Burchardt paddelte in einem packenden Finale zum Sieg in der Frauenwertung. Im Vorjahr hatte ihr Partner René Henn die Männerkonkurrenz gewonnen. Foto: Ronald Larmann/pp/Agentur ProfiPress

Dann gab Max Bieger den Startschuss, und Moderator Magic Ingo (Ingo Dapprich) begleitete die Rennen mit humorvollen Kommentaren und launigen Interviews. Auf dem Wasser zeigte sich schnell: Mit normalem Kanufahren hat die Fortbewegung in einem ausgehöhlten Riesenkürbis nur sehr entfernt zu tun. Einige Boote drehten sich lieber um die eigene Achse, andere nahmen Wasser auf und wieder andere kippten samt Besatzung vollständig um.

Jubel vor dem Kürbis-Mammut: Mit Magic Ingo und der DLRG feierten die Erstplatzierten Kattia Sanchez Burchardt, Mali Stier und Maria Bachem sowie Fabio Adrian Sanchez Burchardt, Jan Mahlke und David Bouveret. Foto: Krewelshof/pp/Agentur ProfiPress
Jubel vor dem Kürbis-Mammut: Mit Magic Ingo und der DLRG feierten die Erstplatzierten Kattia Sanchez Burchardt, Mali Stier und Maria Bachem sowie Fabio Adrian Sanchez Burchardt, Jan Mahlke und David Bouveret. Foto: Krewelshof/pp/Agentur ProfiPress

Besonders in den beiden Finals ging es hoch her. Die Paddel schlugen beinahe gleichzeitig an, Kürbisse kenterten und Kanutinnen wie Kanuten landeten im kalten Wasser. Mehrfach wurde noch auf den letzten Metern überholt, begleitet vom Jubel der Zuschauer und der mitgereisten Fans. Viele Läufe wurden in weniger als 50 Sekunden absolviert.

Vorbeitung? Auf der Couch Olympia geschaut

Am Ende lag der Regattaerfolg sogar in der Familie: Kattia Sanchez Burchardt gewann die Frauenwertung, ihr Bruder Fabio Adrian Sanchez Burchardt setzte sich bei den Männern durch. Für Kattia Sanchez Burchardt war der Sieg auch deshalb besonders, weil ihr Partner René Henn im Vorjahr die Männerwertung gewonnen hatte.

Spontaner Einsatz in traditioneller Kluft: Wandergesellin Toni aus Freiburg sprang für eine ausgefallene Teilnehmerin ein und wagte sich kurzerhand mit dem Paddel in den Riesenkürbis. Foto: Ronald Larmann/pp/Agentur ProfiPress
Spontaner Einsatz in traditioneller Kluft: Wandergesellin Toni aus Freiburg sprang für eine ausgefallene Teilnehmerin ein und wagte sich kurzerhand mit dem Paddel in den Riesenkürbis. Foto: Ronald Larmann/pp/Agentur ProfiPress

Bei den Frauen paddelte Mali Stier auf den zweiten Platz, Maria Bachem wurde Dritte. In der Männerwertung belegte Jan Mahlke Rang zwei vor David Bouveret.

Mit eigenen Shirts, bestickten Jacken und viel guter Laune reisten die „Paddle Pumpkins“ aus Bonn an. Fünf Mitglieder der neunköpfigen Truppe gingen selbst an den Start. Foto: Ronald Larmann/pp/Agentur ProfiPress
Mit eigenen Shirts, bestickten Jacken und viel guter Laune reisten die „Paddle Pumpkins“ aus Bonn an. Fünf Mitglieder der neunköpfigen Truppe gingen selbst an den Start. Foto: Ronald Larmann/pp/Agentur ProfiPress

Jan Mahlke hatte bereits mit seinem Auftritt für Aufsehen gesorgt: Er stieg im Ritterkostüm in den Kürbis. Seine „taffe Vorbereitung“ auf das Rennen habe vor allem darin bestanden, „sehr hart die Olympiade auf der Couch zu gucken“, verriet er augenzwinkernd. So habe er sich mental auf den Wettkampf vorbereitet, um den nötigen „Fight-Gedanken“ mit aufs Wasser zu nehmen.

Aufmerksamer Blick aufs spaßige Geschehen: Die DLRG begleitete die Regatta, bei der auch einige Kürbiskanuten unfreiwillig im Wasser landeten. Foto: Ronald Larmann/pp/Agentur ProfiPress
Aufmerksamer Blick aufs spaßige Geschehen: Die DLRG begleitete die Regatta, bei der auch einige Kürbiskanuten unfreiwillig im Wasser landeten. Foto: Ronald Larmann/pp/Agentur ProfiPress

Eine weitere spontane Heldin der Regatta war Toni aus Freiburg. Weil eine angemeldete Ruderin nicht erschienen war, sprang sie kurzerhand ein und stieg in ihrer traditionellen Kluft in den Kürbis. Seit dreieinhalb Jahren ist sie auf der Walz und dürfte inzwischen eigentlich wieder nach Hause zurückkehren. Zum Krewelshof war sie gemeinsam mit weiteren Wandergesellen gekommen.

Krewelshof-Bauer Max Bieger gab den Startschuss und schickte insgesamt 42 Kürbiskanuten in 300 bis 360 Kilogramm schweren Naturbooten auf die Regattastrecke. Foto: Ronald Larmann/pp/Agentur ProfiPress
Krewelshof-Bauer Max Bieger gab den Startschuss und schickte insgesamt 42 Kürbiskanuten in 300 bis 360 Kilogramm schweren Naturbooten auf die Regattastrecke. Foto: Ronald Larmann/pp/Agentur ProfiPress

Für zusätzlichen Rückenwind am Ufer sorgten die „Paddle Pumpkins“ aus Bonn. Die muntere, neunköpfige Truppe war nicht nur mit eigens gestalteten T-Shirts und bestickten Jacken angereist. Auf dem Rücken prangten ein selbst entworfenes Vereinslogo und der Schriftzug „Established 2025“, denn Mitglieder der Gruppe waren bereits im vergangenen Jahr mitgepaddelt. Fünf von ihnen wagten sich diesmal selbst in die schwimmenden Schwergewichte.

Mit humorvollen Kommentaren und launigen Interviews führte Magic Ingo durch die Kürbisregatta und hielt Zuschauer wie Teilnehmer bestens bei Laune. Foto: Ronald Larmann/pp/Agentur ProfiPress
Mit humorvollen Kommentaren und launigen Interviews führte Magic Ingo durch die Kürbisregatta und hielt Zuschauer wie Teilnehmer bestens bei Laune. Foto: Ronald Larmann/pp/Agentur ProfiPress

Trotz aller Kampfbereitschaft blieben die Duelle fair, friedlich und freundschaftlich. Auch das Wetter spielte länger mit als zunächst erwartet: Während der Rennen fiel nur gelegentlich etwas Nieselregen. Erst nach der Siegerehrung öffnete der Himmel seine Schleusen richtig. Da hatten die Kürbiskanuten ihre unfreiwilligen Bäder längst genommen und die Sieger ihre Pokale bereits sicher an Land gebracht.

Die Kürbis-Fee war Teil der großen Kürbisschau „Dschungel“ auf dem Krewelshof in der Eifel. Die fantasievollen Figuren aus Tausenden Kürbissen sind noch bis Mitte November zu sehen. Foto: Ronald Larmann/pp/Agentur ProfiPress
Die Kürbis-Fee war Teil der großen Kürbisschau „Dschungel“ auf dem Krewelshof in der Eifel. Die fantasievollen Figuren aus Tausenden Kürbissen sind noch bis Mitte November zu sehen. Foto: Ronald Larmann/pp/Agentur ProfiPress

Wer den Krewelshof nach der Regatta noch einmal trockenen Fußes erleben möchte, hat dazu noch reichlich Gelegenheit: Die große Kürbisschau unter dem Motto „Dschungel“ ist auf dem Krewelshof Eifel noch bis Mitte November zu sehen. Mehr als 100.000 Kürbisse bilden dort fantasievolle Figuren, Tiere und Szenen. Weitere Informationen gibt es unter www.krewelshof.de

pp/Agentur ProfiPress