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Manfred Lang

04/09/2026

Auf dem eigenen Kreuzweg…

 

5 min read

Communio in Christo lud zum Besinnungstag Gläubige auf 14 Stationen in Adenau und Mechernich – Hauptzelebrant war Generalsuperior Jaison Thazhathil

Mechernich/Adenau – 53 Pilgerinnen und Pilger machten sich Karfreitag mit dem Bus von Mechernich auf den Weg nach Adenau am Nürburgring, um dort gemeinsam den Kreuzweg zu beten. Weitere Gläubige aus der Region schlossen sich an, so dass insgesamt knapp 80 Teilnehmer den Besinnungstag mitfeierten. Denn gleichzeitig wurde der Kreuzweg auch in der Hauskapelle der Communio in Christo in Mechernich geistlich mitvollzogen.

Rund 70 Gläubige nahmen am Karfreitag am Kreuzweg der Communio in Christo in Adenau teil – parallel wurde auch in der Mechernicher Hauskapelle gebetet. Von rechts Schwester Lidwina, Diakonand Tilj Puthenveettil, Georg Schürmann und Hilde Bouschery. Foto: Manfred Lang/pp/Agentur ProfiPress
Rund 70 Gläubige nahmen am Karfreitag am Kreuzweg der Communio in Christo in Adenau teil – parallel wurde auch in der Mechernicher Hauskapelle gebetet. Von rechts Schwester Lidwina, Diakonand Tilj Puthenveettil, Georg Schürmann und Hilde Bouschery. Foto: Manfred Lang/pp/Agentur ProfiPress

Schon in der Einführung durch Schwester Theresia und Diakon Manni Lang wurde deutlich, dass es sich nicht nur um einen äußeren Weg handelt, den die Menschen zurücklegen. „Wir sind heute aufgebrochen“, hieß es, einige konkret unterwegs nach Adenau, andere in der Stille der Hauskapelle, um einem inneren Weg des Glaubens zu folgen. „Der eigentliche Kreuzweg beginnt im Herzen.“

In Adenau beteten und meditierten die Teilnehmer entlang von 14 mehr als 160 Jahre alten neugotischen Stationen und einer Grablegungsgrotte oberhalb des früheren Adenauer Krankenhauses, die in den Basalt der Vulkaneifel eingebettet wurden. Die damalige Generation habe diesen Weg mit viel Hingabe geschaffen – damit ihn auch heutige Pilger gehen und beten können, wenn die Erbauer selbst längst nicht mehr leben, so Diakon Lang.

Jesus wird seiner Kleider beraubt: An den über 160 Jahre alten Stationen zwischen vulkanischem Basaltgestein oberhalb des früheren Adenauer Krankenhauses gedachten die Pilger des Leidenswegs Christi. Foto: Manfred Lang/pp/Agentur ProfiPress
Jesus wird seiner Kleider beraubt: An den über 160 Jahre alten Stationen zwischen vulkanischem Basaltgestein oberhalb des früheren Adenauer Krankenhauses gedachten die Pilger des Leidenswegs Christi. Foto: Manfred Lang/pp/Agentur ProfiPress

„Die Angst nehmen“

Die geistliche Grundlage bildete in diesem Jahr eine Karfreitagsbetrachtung der Communio-Gründerin Mutter Marie Therese aus dem Jahr 1993. Unter dem Leitwort „Das Kreuz als Tür zwischen Dunkel und Licht“ wurde das Kreuz nicht nur als Zeichen des Leidens, sondern als Hoffnung und Übergang interpretiert. Schwester Lidwina hatte bereits zum Auftakt der Karwoche in der Communio mit einem Textauszug in diese Gedanken eingeführt: „Das Kreuz will die Angst nehmen und zur Sicherheit des Herzens werden.“

In den Meditationen wurde der Kreuzweg als Einladung verstanden, das eigene Leben mit Jesus zu gehen – mit allen Sorgen, Fragen, Schuld, aber auch Hoffnung, Trost und Dankbarkeit. „Dieser Kreuzweg ist kein Spaziergang“, hieß es, sondern ein Weg durch Leid, Dunkelheit und zugleich ein Weg des Mitgehens mit Christus, der seinerseits die Menschen auf ihrem Lebensweg begleitet.

In den Meditationen wurde der Kreuzweg als Einladung verstanden, das eigene Leben mit Jesus zu gehen – mit allen Sorgen, Fragen, Schuld, aber auch Hoffnung, Trost und Dankbarkeit. „Dieser Kreuzweg ist kein Spaziergang“, hieß es, sondern ein Weg durch Leid, Dunkelheit und zugleich ein Weg des Mitgehens mit Christus, der seinerseits die Menschen auf ihrem Lebensweg begleitet. Foto: Manfred Lang/pp/Agentur ProfiPress
In den Meditationen wurde der Kreuzweg als Einladung verstanden, das eigene Leben mit Jesus zu gehen – mit allen Sorgen, Fragen, Schuld, aber auch Hoffnung, Trost und Dankbarkeit. „Dieser Kreuzweg ist kein Spaziergang“, hieß es, sondern ein Weg durch Leid, Dunkelheit und zugleich ein Weg des Mitgehens mit Christus, der seinerseits die Menschen auf ihrem Lebensweg begleitet. Foto: Manfred Lang/pp/Agentur ProfiPress

Der Kreuzweg hat in der Communio in Christo eine lange Tradition. Seit 2002 pilgerten die Gläubigen über zwei Jahrzehnte hinweg auf den Kalvarienberg nach Alendorf bei Blankenheim, insgesamt 21 Mal – nur unterbrochen durch die Corona-Pandemie. Seit drei Jahren findet der Kreuzweg nun in Adenau statt, auch mit Blick auf eine weniger steile Wegführung für ältere Teilnehmer.

Hingabe im Dienst am Nächsten

Hauptzelebrant der anschließenden Karfreitagsliturgie war Generalsuperior Pfarrer Jaison Thazhathil, unterstützt von Pfarrer Shaji, Pfarrer Patrick sowie Martijn und Wouter Dijkstra. Als Lektoren wirkten Hilde Bouschery, Georg Schürmann und Martijn Dijkstra mit.

Der neugotische Kreuzweg in Adenau wurde im 19. Jahrhundert von engagierten Bürgern errichtet und wird bis heute von Pilgern begangen. Foto: Manfred Lang/pp/Agentur ProfiPress
Der neugotische Kreuzweg in Adenau wurde im 19. Jahrhundert von engagierten Bürgern errichtet und wird bis heute von Pilgern begangen. Foto: Manfred Lang/pp/Agentur ProfiPress

Inhaltlich wurde der Kreuzweg eng mit der Eucharistie verbunden. In einer Meditation wurde betont, dass die Worte Jesu „Das ist mein Leib. Das ist mein Blut“ keine bloße Erinnerung seien, sondern reale Gegenwart. Daraus erwachse auch der Auftrag, diese Hingabe im eigenen Leben weiterzugeben – im Dienst am Nächsten.

So wurde der Kreuzweg 2026 zu einem gemeinsamen Glaubensweg über verschiedene Orte hinweg – in Adenau und in Mechernich. Oder, wie es in der Einführung zusammengefasst wurde: „Ein Weg – viele Orte – ein Glaube.“

pp/Agentur ProfiPress

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