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Henri Grüger

05/21/2026

„4.500 Jahre geballte Musikerfahrung“

Ü50-Blasorchester der Eifel begeisterte beim Frühlingskonzert in der Aula des Gymnasiums Am Turmhof – Erlös unterstützt die Mechernich-Stiftung

Ü50-Blasorchester der Eifel begeisterte beim Frühlingskonzert in der Aula des Gymnasiums Am Turmhof – Erlös unterstützt die Mechernich-Stiftung und die Weltjugendtagsgruppe des Pastoralen Raums Mechernich

Mechernich – Es war ein Nachmittag wie eine musikalische Wundertüte: mal schwungvoll, mal nostalgisch, mal böhmisch, mal Beatles, mal James Last – und immer mit jenem besonderen Charme, für den das Ü50-Blasorchester der Eifel seit vielen Jahren steht. Beim Frühlingskonzert in der Aula des Mechernicher Gymnasiums Am Turmhof zeigte das Ensemble um seinen musikalischen Leiter Peter Züll einmal mehr, wie breit sein Repertoire ist – und wie viel Herzblut in der Musik steckt.

Das Ü50-Blasorchester der Eifel begeisterte beim Frühlingskonzert in der Aula des Mechernicher Gymnasiums Am Turmhof. Foto: Cedric Arndt/pp/Agentur ProfiPress
Das Ü50-Blasorchester der Eifel begeisterte beim Frühlingskonzert in der Aula des Mechernicher Gymnasiums Am Turmhof. Foto: Cedric Arndt/pp/Agentur ProfiPress

Der Journalist Cedric Arndt (Rheinische Redaktionsgemeinschaft) brachte es in seinem Bericht auf den Punkt: Die Ü50-Musiker verzichteten bewusst auf ein zentrales Thema und stellten stattdessen ihre große musikalische Bandbreite unter Beweis. Denn Erinnerungen, so beschrieb es Züll, seien oft der Motor für neue Programmideen. Manchmal genüge eine Fernsehwerbung oder ein zufälliges Wiederhören eines alten Lieblingsliedes – und schon lande ein Stück auf der Wunschliste des Publikums und später im Konzertprogramm.

Klänge und Humor vereint

So traf der „River-Kwai-Marsch“ auf ein Medley der Hits von James Last, „Böhmische Souvenirs“ auf „Ramona“ und der 90er-Jahre-Partyhit „Mambo No. 5“ auf klassische Blasmusiktradition. Peter Züll hatte die Stücke wie gewohnt für die Besetzung des Orchesters angepasst – so klangen sie frisch arrangiert, ohne ihren vertrauten Charakter zu verlieren.

Monika Ramm (Bild) und Manfred Huth präsentierten außerdem lustige Episoden, die vom ganz normalen Wahnsinn des Lebens erzählten. Foto: Cedric Arndt/pp/Agentur ProfiPress
Monika Ramm (Bild) und Manfred Huth präsentierten außerdem lustige Episoden, die vom ganz normalen Wahnsinn des Lebens erzählten. Foto: Cedric Arndt/pp/Agentur ProfiPress

Zum musikalischen Genuss kamen humorvolle Geschichten aus dem Eifeler Alltag. Weil Heinz Schmitz, der sonst die Anekdoten vorträgt, erkrankt war, sprangen Monika Ramm und Manfred Huth ein. Sie präsentierten gereimte Episoden, die vom ganz normalen Wahnsinn des Lebens erzählten – etwa von einer Wohnungsrenovierung, bei der am Ende Hunderte Nägel den Tapetenkleister ersetzen mussten. Moderiert wurde der Nachmittag von Christiane Rosen, die charmant und gekonnt durch das Programm führte.

Die Weltjugendtagsgruppe des Pastoralen Raums Mechernich übernahm das Catering. Der Erlös kommt den Jugendlichen zugute, die sich auf den Weg zum Weltjugendtag nach Südkorea machen wollen. Foto: Cedric Arndt/pp/Agentur ProfiPress
Die Weltjugendtagsgruppe des Pastoralen Raums Mechernich übernahm das Catering. Der Erlös kommt den Jugendlichen zugute, die sich auf den Weg zum Weltjugendtag nach Südkorea machen wollen. Foto: Cedric Arndt/pp/Agentur ProfiPress

Doch das Konzert war nicht nur ein kultureller Höhepunkt, sondern auch eine Benefizveranstaltung mit doppelt gutem Zweck. Zum einen wurden Spenden für die Mechernich-Stiftung gesammelt, die Menschen im Stadtgebiet unterstützt, denen es finanziell nicht gut geht. Zum anderen übernahm die Weltjugendtagsgruppe des Pastoralen Raums Mechernich das Catering. Der Erlös aus Essen und Getränken kommt den Jugendlichen zugute, die sich auf den Weg zum Weltjugendtag nach Südkorea machen wollen.

„Musikalischer Leckerbissen“

Ralf Claßen, Vorsitzender der Mechernich-Stiftung und stellvertretender Landrat, zeigte sich begeistert: „Das Konzert war wie immer ein musikalischer Leckerbissen. Es war kurzweilig, sehr schön und wurde garniert mit wunderbaren Anekdoten von Monika Ramm und Manfred Huth.“ Besonders dankte Claßen Peter Züll, dem „Chef und Kopf“ des Ü50-Blasorchesters, Walter Schäfer als „Macher im Hintergrund“ sowie allen Musikerinnen und Musikern.

Ralf Claßen, Vorsitzender der Mechernich-Stiftung und stellvertretender Landrat, zeigte sich begeistert: „Das Konzert war wie immer ein musikalischer Leckerbissen!“ Foto: Cedric Arndt/pp/Agentur ProfiPress
Ralf Claßen, Vorsitzender der Mechernich-Stiftung und stellvertretender Landrat, zeigte sich begeistert: „Das Konzert war wie immer ein musikalischer Leckerbissen!“ Foto: Cedric Arndt/pp/Agentur ProfiPress

„Ich finde es nicht selbstverständlich, dass das Orchester jedes Jahr dieses Frühjahrskonzert zugunsten der Mechernich-Stiftung durchführt“, so Claßen weiter. Bei der Begrüßung habe er von „rund 4.500 Jahren geballter Musikerfahrung“ gesprochen – und genau das habe man hören können. Es sei „ein toller Nachmittag“ gewesen, auch dank der Jugendgruppe, die mit ihrem Catering ebenfalls für einen guten Zweck gesorgt habe.

Ein besonderer Moment war für Claßen zudem das Stück „In dämm Nonnejässje“. Das Lied erzähle ein Stück Mechernicher Geschichte, nämlich den Weg, den die Mechernicher Nonnen früher von der Alten Kirche bis zum „Kreuserstift“ genommen haben, um die Kranken zu pflegen. Das sei auch beim Publikum sehr gut angekommen. So verband das Frühlingskonzert gekonnt Musik, Humor, Heimatgefühl und Hilfsbereitschaft.

pp/Agentur ProfiPress