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Henri Grüger

05/20/2026

Aus 16 mach 3: der neue Rheinlandtarif

AVV und VRS machen ab 1. Juni Bus- und Bahnfahren einfacher – Weniger Preisstufen, mehr Überblick

AVV und VRS machen ab 1. Juni Bus- und Bahnfahren einfacher – Weniger Preisstufen, mehr Überblick

Mechernich/Rheinland – Wer bislang in Mechernich und dem ganzen Rheinland Bus oder Bahn fahren wollte, brauchte manchmal fast so viel Geduld für den Tarif wie für die Fahrt selbst. Welche Preisstufe? Welches Gebiet? Welches Ticket? Damit soll nun Schluss sein. Am Montag, 1. Juni, startet der neue Rheinlandtarif von Aachener Verkehrsverbund (AVV) und Verkehrsverbund Rhein-Sieg (VRS). Aus bisher 16 Preisstufen werden nur noch drei.

Zum Start gibt es im bisherigen Tarifgebiet von AVV und VRS zunächst noch vier Kategorien: die Kurzstrecke, Preisstufe 1 für eine Stadt, Preisstufe 2 für eine Stadt und ihr Umland sowie Preisstufe 3 für das gesamte Rheinlandnetz. Die Kurzstrecke bleibt zunächst bestehen, soll aber nach einer Übergangsphase zum 1. Juni 2028 entfallen.

AVV und VRS wollen mit dem Rheinlandtarif Bus- und Bahnfahren ab 1. Juni einfacher machen. Grafik: AVV/VRS/pp/Agentur ProfiPress

Diese Zeit wollen AVV und VRS nutzen, um den digitalen Luftlinientarif eezy.nrw weiter bekannter zu machen. Das Prinzip ist einfach: Fahrgäste checken per App ein, fahren los und checken am Ziel wieder aus. Der Preis berechnet sich aus einem Grundpreis und den Luftlinienkilometern zwischen Start und Ziel – besonders praktisch für Gelegenheitsfahrer. In 24 Stunden ist der Preis im Rheinlandtarif zudem gedeckelt, im Monat so würden Fahrgäste nie mehr als für ein Deutschlandticket zahlen.

„Einfacher war ÖPNV im Rheinland nie“

Der neue Rheinlandtarif ersetzt ab 1. Juni den bisherigen AVV- und VRS-Tarif. Tickets gibt es weiterhin über die naveo-App, an Automaten, im Bus, in Vorverkaufsstellen und in den Kundencentern der Verkehrsunternehmen. Wer noch nicht entwertete Tickets des bisherigen AVV- oder VRS-Tarifs besitzt, muss sich nicht beeilen: Sie können noch drei Jahre lang, bis 31. Mai 2029, umgetauscht werden.

Für Fahrgäste bedeutet die Reform vor allem eines: mehr Alltagstauglichkeit. Wer regelmäßig fährt, nutzt das Deutschlandticket. Wer nur gelegentlich unterwegs ist, kann mit eezy.nrw digital ein- und auschecken. Und wer lieber ein klassisches Ticket kauft, findet sich künftig in deutlich weniger Preisstufen zurecht. Aus vielen Einzelfragen soll so ein klareres System werden – für Aachen, Köln, Bonn, Euskirchen, Düren, Mechernich und das gesamte Rheinlandnetz.

VRS-Geschäftsführer Michael Vogel resümiert: „Einfacher war ÖPNV im Rheinland nie.“ Auch AVV-Geschäftsführer Hans-Peter Geulen sieht in der Reform einen großen Schritt hin zu mehr Verständlichkeit: „Mit dem Trio Deutschlandticket, eezy.nrw und unserem brandneuen Rheinlandtarif haben wir nun ein Portfolio, das die Bedürfnisse aller abdeckt.“

pp/Agentur ProfiPress