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Manfred Lang

03/16/2026

„Hier darf man auf Rat hoffen“

300 Pilger bei der Wallfahrt zur Schmerzhaften Mutter von Kallmuth – Steinfelder Alt-Superior Hermann Preussner predigt unter anderem über die Unverfügbarkeit Gottes

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300 Pilger bei der Wallfahrt zur Schmerzhaften Mutter von Kallmuth – Steinfelder Alt-Superior Hermann Preussner predigt unter anderem über die Unverfügbarkeit Gottes

Mechernich-Kallmuth – Zur „Mutter des guten Rates“ nach Kallmuth pilgerten dieses Jahr am so genannten „Schmerzensfreitag“ um die 300 Gläubige aus der Umgebung des Mechernicher Bleiberges. Sie nahmen an insgesamt drei heiligen Messen, Kreuzweg und Andacht teil und genossen im Dorfgemeinschaftshaus Alte Schule die Gastfreundschaft der Kallmuther Frauen.

Gut besuchtes Festhochamt zum Schmerzensfreitag 2026 mit Alt-Superior Pater Hermann Preussner von Steinfeld. Auf der Empore der Kirchenchor Weyer/Kallmuth unter der Leitung von Stefan Weingartz. Foto: Robert Ohlerth/pp/Agentur ProfiPress
Gut besuchtes Festhochamt zum Schmerzensfreitag 2026 mit Alt-Superior Pater Hermann Preussner von Steinfeld. Auf der Empore der Kirchenchor Weyer/Kallmuth unter der Leitung von Stefan Weingartz. Foto: Robert Ohlerth/pp/Agentur ProfiPress

Die Wallfahrt zur Schmerzhalten Mutter von Kallmuth, einem Gnadenbild, das auf wundersame Weise im 15. Jahrhundert in einem Stachelbeerstrauch bei der Kallmuther Burg gefunden wurde, geht auf das Jahr 1664 zurück. Festprediger war in diesem Jahr Pater Hermann Preussner, der frühere Superior des Salvatorianerklosters Steinfeld.

Weitere Pilgermessen wurden von Father Patrick Mwanguhya (40), Heimatdiözese Fort Portal/Uganda, von der Communio in Christo in Mechernich und Erik Pühringer, dem Leitenden Pfarrer des Pastoralen Raumes St. Barbara Mechernich, zelebriert. Gerhard Mayr-Reineke, der die Zelebranten des Tages namens des örtlichen Pfarreirates begrüßte, leitete die Kreuzwegandacht, Diakon Manfred Lang spendete nach einer Andacht am Nachmittag den sakramentalen Segen.

Den mit Abstand schwungvollsten Gottesdienst mit Pfarrer Erik Pühringer gab es am Abend beim vorläufig letzten Auftritt des Rhythmuschores „Kakus Vokale“ unter der Leitung von Uli Schneider. Das seit vielen Jahren im Feytal und darüber hinaus bekannte und beliebte Ensemble sucht zur Zeit einen neuen Bandleader. Foto: Manfred Lang/pp/Agentur ProfiPress
Den mit Abstand schwungvollsten Gottesdienst mit Pfarrer Erik Pühringer gab es am Abend beim vorläufig letzten Auftritt des Rhythmuschores „Kakus Vokale“ unter der Leitung von Uli Schneider. Das seit vielen Jahren im Feytal und darüber hinaus bekannte und beliebte Ensemble sucht zur Zeit einen neuen Bandleader. Foto: Manfred Lang/pp/Agentur ProfiPress

Den mit Abstand schwungvollsten Gottesdienst gab es am Abend beim vorläufig letzten Auftritt des Rhythmuschores „Kakus Vokale“ unter der Leitung von Uli Schneider. Das seit vielen Jahren im Feytal und darüber hinaus bekannte und beliebte Ensemble sucht zur Zeit einen neuen Bandleader. Uli Schneider gibt die Leitung nach langer Zeit aus zeitlichen Gründen ab.

„Wir ziehen in den Frieden“

Freitagabend sangen und spielten die Musiker und Sänger unter anderem Marienlieder, Dietrich Bonhoeffers weltbekannte Abschiedsverse „Von guten Mächten wunderbar geborgen“, die „Schwarze Madonna“ und Nenas „Ich will leben“. Am Schluss erklang ein unter die Haut gehender Sprechgesang zur Charta der Vereinten Nationen unter dem Titel „Wir ziehen in den Frieden“.

Gerhard Mayr-Reineke, der die Zelebranten des Tages namens des örtlichen Pfarreirates begrüßte, leitete die Kreuzwegandacht. Foto: Robert Ohlerth/pp/Agentur ProfiPress
Gerhard Mayr-Reineke, der die Zelebranten des Tages namens des örtlichen Pfarreirates begrüßte, leitete die Kreuzwegandacht. Foto: Robert Ohlerth/pp/Agentur ProfiPress

Dazu predigte Erik Pühringer über das Tagesevangelium, in dem Jesus seinen Zuhörern die beiden höchsten und gleichwertigen Gebote der Gottes- und Nächstenliebe ans Herz legt. Seine Quintessenz: Man soll jeden und auch sich selbst so annehmen wie sie, er und man ist. 

Father Patrick Mwanguhya predigte am Morgen ebenso wie Festprediger Pater Hermann und Diakon Manni Lang in der Andacht über Marias Zitat „Was er euch sagt, das tut!“ bei der Hochzeit von Kana.

Father Patrick Mwanguhya (40) von der Communio in Christo predigte  am Morgen über Marias Zitat „Was er euch sagt, das tut!“ bei der Hochzeit von Kana. In dem kurzen Satz vereine sich die ganze Frohe Botschaft des neuen Testaments: „Wenn wir vor schwierigen Entscheidungen stehen, hilft uns Maria, über emotionale Reaktionen hinauszugehen. Sie ermutigt uns zu fragen, was Gott gefällt, und fördert so Integrität und moralische Klarheit.“ Foto: Manfred Lang/pp/Agentur ProfiPress
Father Patrick Mwanguhya (40) von der Communio in Christo predigte  am Morgen über Marias Zitat „Was er euch sagt, das tut!“ bei der Hochzeit von Kana. In dem kurzen Satz vereine sich die ganze Frohe Botschaft des neuen Testaments: „Wenn wir vor schwierigen Entscheidungen stehen, hilft uns Maria, über emotionale Reaktionen hinauszugehen. Sie ermutigt uns zu fragen, was Gott gefällt, und fördert so Integrität und moralische Klarheit.“ Foto: Manfred Lang/pp/Agentur ProfiPress

In dem kurzen Satz vereine sich die ganze Frohe Botschaft des neuen Testaments, so der aus Uganda stammende Geistliche: „Wenn wir vor schwierigen Entscheidungen stehen, hilft uns Maria, über emotionale Reaktionen hinauszugehen. Sie ermutigt uns zu fragen, was Gott gefällt, und fördert so Integrität und moralische Klarheit.“

Pater Hermann SDS, der im Jahr 2000 schon einmal Festprediger in Kallmuth war, erinnerte an die große Rolle Marias in Papst Leos XIII. Pontifikat zu Beginn des 20. Jahrhunderts. Er habe mit dem Dekret „Ex quo Beatissima Vergine (Über die allerseligste Jungfrau)“ die Anrufung „Du Mutter des guten Rates“ in die Lauretanische Litanei eingefügt.

Pater Hermann SDS, der im Jahr 2000 schon einmal Festprediger in Kallmuth war, erinnerte an die große Rolle Marias in Papst Leos XIII. Pontifikat zu Beginn des 20. Jahrhunderts. Hier ist er (l.) mit Pfarrer Felix Dörpinghaus zu sehen. Foto: Robert Ohlerth/pp/Agentur ProfiPress
Pater Hermann SDS, der im Jahr 2000 schon einmal Festprediger in Kallmuth war, erinnerte an die große Rolle Marias in Papst Leos XIII. Pontifikat zu Beginn des 20. Jahrhunderts. Hier ist er (l.) mit Pfarrer Felix Dörpinghaus zu sehen. Foto: Robert Ohlerth/pp/Agentur ProfiPress

Der frühere Klosterobere von Steinfeld fügte in dem vom Kirchenchor Kallmuth/Weyer unter der Leitung von Stefan Weingartz gestalteten Festgottesdienst die Hochzeit von Kana in seiner Predigt direkt an die Kreuzigungsszene. Maria sei auf dem schicksalhaften Weg ihres Sohnes immer dabei, dränge sich aber nie in den Vordergrund.

Ihre Zurückweisung durch Jesus („Was willst Du von mir, Frau?“ ) deutete er als Hinweis auf die Unverfügbarkeit Gottes: „Gott hört unsere Bitten, aber wie er sie erfüllt, liegt in seiner Hand und entzieht sich mitunter unserem Verstehen.“

„Tragen, wenn es unerträglich wird“

Diakon Lang gab ganz praktische Hinweise zum Pilgern schlechthin: „Viele Menschen haben diese Erfahrung gemacht: Wenn wir alles allein tragen wollen, wird das Leben im wahrsten Sinne unerträglich… Wenn wir aber Gott in unser Leben hineinlassen, dann verändert sich etwas. Die Probleme verschwinden nicht, aber wir sind nicht mehr allein damit. Jesus trägt sie am Kreuz hinauf nach Golgotha.“

Freitagabend sangen und spielten die Musiker und Sänger von „Kakus Vokale“ unter der Leitung von Uli Schneider Marienlieder, Dietrich Bonhoeffers weltbekannte Abschiedsverse „Von guten Mächten wunderbar geborgen“, die „Schwarze Madonna“ und Nenas „Ich will leben“. Am Schluss erklang ein unter die Haut gehender Sprechgesang zur Charta der Vereinten Nationen unter dem Titel „Wir ziehen in den Frieden“. Foto: Manfred Lang/pp/Agentur ProfiPress
Freitagabend sangen und spielten die Musiker und Sänger von „Kakus Vokale“ unter der Leitung von Uli Schneider Marienlieder, Dietrich Bonhoeffers weltbekannte Abschiedsverse „Von guten Mächten wunderbar geborgen“, die „Schwarze Madonna“ und Nenas „Ich will leben“. Am Schluss erklang ein unter die Haut gehender Sprechgesang zur Charta der Vereinten Nationen unter dem Titel „Wir ziehen in den Frieden“. Foto: Manfred Lang/pp/Agentur ProfiPress

Und weiter: „Darum kommen Menschen nach Kallmuth. Nicht weil sie glauben, dass hier alle Schwierigkeiten verschwinden. Sondern weil sie spüren: Hier kann ich meine Sorgen hintragen. Hier kann ich mein Leben Jesus und seiner Mutter anvertrauen. Hier darf ich auf Rat hoffen, der uns den richtigen Weg zeigt…“

Zur „Mutter des guten Rates“ nach Kallmuth pilgerten dieses Jahr am so genannten „Schmerzensfreitag“ um die 300 Gläubige aus der Umgebung des Mechernicher Bleiberges. Schon die Pilgerfrühmesse um 8.30 Uhr war gut besucht. Foto: Manfred Lang/pp/Agentur ProfiPress
Zur „Mutter des guten Rates“ nach Kallmuth pilgerten dieses Jahr am so genannten „Schmerzensfreitag“ um die 300 Gläubige aus der Umgebung des Mechernicher Bleiberges. Schon die Pilgerfrühmesse um 8.30 Uhr war gut besucht. Foto: Manfred Lang/pp/Agentur ProfiPress

Zum Kommunionhelfer- und Lektorenteam gehörten in diesem Jahr Gabi Schramm, Eva-Maria Reineke, Helmut Evertz und Berthold Suermann. Stefan Weingartz und Thomas Müller spielten die Orgel. Für Ablauf, Sakristei und Kollekten zeichneten unter anderem die Sakristane Heinz-Josef Bützeler und Marco Sistig, Dietmar Evertz, Josef Stoffels und Berthold Suermann verantwortlich. Für das leibliche Wohl der Pilger sorgten Margret Schneider, Alexandra Schmitz, Gabi Schramm, Andrea Suermann, Beate Görgen, Rita Breuer und Helene Linden.

„Darum kommen Menschen nach Kallmuth. Nicht weil sie glauben, dass hier alle Schwierigkeiten verschwinden. Sondern weil sie spüren: Hier kann ich meine Sorgen hintragen. Hier kann ich mein Leben Jesus und seiner Mutter anvertrauen. Hier darf ich auf Rat hoffen …“ hieß es in der eucharistischen Andacht mit Manni Lang. Foto: Robert Ohlerth/pp/Agentur ProfiPress
„Darum kommen Menschen nach Kallmuth. Nicht weil sie glauben, dass hier alle Schwierigkeiten verschwinden. Sondern weil sie spüren: Hier kann ich meine Sorgen hintragen. Hier kann ich mein Leben Jesus und seiner Mutter anvertrauen. Hier darf ich auf Rat hoffen …“ hieß es in der eucharistischen Andacht mit Manni Lang. Foto: Robert Ohlerth/pp/Agentur ProfiPress

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