Auftakt der Reihe „Kunst, Kultur, Vielfalt“ in der Kulturkapelle mit Ralf Kramp, Manni Lang und Günter Hochgürtel beim Wohn- und Betreuungsverbund Haus Sonne
Bad Münstereifel – Ein restlos begeistertes Publikum hinterließ die berühmt-berüchtigte „Eifel-Gäng“ am Mittwochabend in der ausverkauften Kulturkapelle von „Haus Maria“ in Bad Münstereifel. Dort fand die erste von vier Kleinkunstveranstaltungen der Reihe „Kunst, Kultur, Vielfalt“ in der Kulturkapelle in diesem Jahr statt, mit der sich der Wohn- und Betreuungsverbund Haus Sonne seit dem vergangenen Jahr einer breiten Öffentlichkeit öffnet.

Die auftretenden Künstler, darunter Nicole Wollenweber, Stephan Brings, Uwe Reetz und Ex-Höhner-Bassist Hannes Schöner, solidarisieren sich ausdrücklich mit der Arbeit des vor 41 Jahren aus privater Initiative gegründeten Wohn- und Betreuungsverbundes Haus Sonne, der Menschen mit seelischen Beeinträchtigungen und Suchterkrankungen betreut und begleitet.

Geschäftsführerin Maike Seidenfaden begrüßte die Gäste und gab den Startschuss für Günter Hochgürtel, Ralf Kramp und Manni Lang, die drei meist besuchten Verbrecher des Eifellandes. Damit begann ein Feuerwerk aus Songs, schwarzhumorigen Krimis und Mundart-Bonmots.
Publikum mit Flinte bedroht
Mit Liedern wie „Himbeermarmelad“, „Su jett von ejal“, „Ahle Kaschem“, „Mir john noch lang net heem“ und dem legendären „Nempt mich möt op die Rees“, das sogar Eingang in das Kölner „Bläck Fööss-Musical“ gefunden hat, brachte der Nettersheimer Troubadour Günter Hochgürtel die Zuschauer zum Schunkeln, Klatschen und Mitsingen.

Wer sich partout nicht am Schunkelrein beteiligen wollte, wurde von Ralf Kramp mit vorgehaltener Schrotflinte freundlich aufgefordert. Der „Mister Crime aus Hillesheim“ berichtete im Übrigen von einer Friseurin, die den Mann einer Kundin aus durchaus egoistischen Motiven um die Ecke bringt und einer völlig verzweifelten Ehefrau, die von Einbrechern überfallen wird, während ihr Mann seelenruhig auf der Toilette hockt und Sudoku-Rätsel löst.

Manfred Lang schließlich („Manni kallt Platt“) führte seine Zuhörer in die Verästelungen der rheinischen Mundart („Poppeköchekappesköppche“, „Aaschbackebärbche“) und seines bodenständigen Humors: „Aus einem Mahlberger kann man zwei Schönauer machen – und es bleibt noch ein Eicherscheider übrig“.

Für das Gelingen des tollen Abends, der weit über das von Organisator Thomas Hochgürtel gesetzte Zeitlimit (18.30 – 20.30 Uhr) hinausging und nicht ohne Zugaben zu Ende ging, sorgte das Team von „Haus Maria“ auch mit allerlei Getränken und köstlichem Fingerfood, das den zahlreichen Gästen von Ines Schumacher angeboten wurde. Nicht nur Geschäftsführer Hardy Kremer war glücklich: „Ein ganz, ganz toller Abend! Das weckt Vorfreude auf die nächsten Veranstaltungen…“

Frau Wollenweber und ihre Männer
Am Mittwoch 15. April, betritt Stephan Brings von der Kölner Rockband „Brings“ die Bühne der Kulturkapelle. Das Ensemble „Frau Wollenweber und ihre Männer“ folgt am Mittwoch, 23. September. Den Abschluss des Jahres und des diesjährigen Kleinkunstprogramms „Kunst, Kultur, Vielfalt“ in der Kulturkapelle gestaltet am Mittwoch, 18. November, „Heimathirsch“ Manni Lang mit seinen „Eifelwinter“-Erzählungen.
Der Eintritt beträgt jeweils 17 Euro. Karten können beim Verein Haus Sonne e.V., Willy-Brandt-Straße 10, 53 902 Bad Münstereifel, bestellt werden – telefonisch montags bis freitags von 8 bis 12.30 Uhr unter (0 22 53) 92 31 0 oder per E-Mail an info@wvhaus-sonne.de. Nach Überweisung des Betrages zuzüglich einer Versandpauschale von zwei Euro pro Bestellung werden die Tickets zugesandt. „Stephan Brings solo in Bad Münstereifel“ ist allerdings bereits ausverkauft.

Der nächste Tatort der „Eifel-Gäng“ liegt unmittelbar vor den Toren der Kreisstadt Euskirchen: Alte Tuchfabrik, Josef-Ruhr-Straße 30. Der Überfall ist für Samstag, 28. März, um 20 Uhr vereinbart. Karten im Vorverkauf sind beim Getränkefachgroßhandel Hutter info@getraenke-hutter.de, Gottlieb-Daimler-Straße 29, oder der SVE Stadtverkehr Euskirchen GmbH, Geschäftsstelle, Oststraße 1, in Euskirchen erhältlich. Zudem können Karten auch per Mail an event@feuerhalle.eu reserviert und bei vorheriger Zahlung an der Abendkasse hinterlegt werden.
pp/Agentur ProfiPress
03/06/2026

