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Manfred Lang

01/16/2026

„Von Gott geführt“

 

9 min read

Landwirtschaftlicher Betrieb auf Burg Müllenark, Gutsbesitzergattin, Witwe, Ordensfrau: Schwester Dorothea von der Communio in Christo starb im hohen Alter von 96 Jahren

Mechernich – Still und friedlich, im Kreis ihrer Ordensschwestern und Angehörigen des Sozialwerks der Communio in Christo, verstarb Schwester Dorothea Rolfes am Donnerstag, 15. Januar, im Mechernicher Mutterhaus der Communio in Christo.

„Mit ihr verlässt uns eine treue und aufopfernde Seele zu Gott, der unzählige Menschen unter der Obhut und Pflege des Sozialwerks der Communio in Christo viel zu verdanken haben“, erklärte Generalsuperior Jaison Thazhathil zum Tod der verehrten Schwester.

Im Kreis ihrer Ordensschwestern und Angehörigen des Sozialwerks, verstarb Schwester Dorothea Rolfes am Donnerstag, 15. Januar, im Mechernicher Mutterhaus der Communio in Christo. Das Bild entstand an ihrem 90. Geburtstag. Archivfoto: Tilj Puthenveettil/CIC/pp/Agentur ProfiPress
Im Kreis ihrer Ordensschwestern und Angehörigen des Sozialwerks, verstarb Schwester Dorothea Rolfes am Donnerstag, 15. Januar, im Mechernicher Mutterhaus der Communio in Christo. Das Bild entstand an ihrem 90. Geburtstag. Archivfoto: Tilj Puthenveettil/CIC/pp/Agentur ProfiPress

Sie selbst schrieb in einem Zeugnis 2007: „Vierzehn Tage vor der ersten Gründung am 1. September 1977 durfte ich Mutter Marie Therese persönlich kennen lernen und durfte auch bei der ersten Gründung dabei sein. Der Gottesdienst in der Kirche von Holzheim war von himmlischer Seligkeit erfüllt, die mir gegenwärtig geblieben ist.“

Und weiter: „Ich empfand es als Gnade, einer solchen Weisheit und Wahrheit zu begegnen, die meiner Meinung nach nur von Gott sein konnte. Ich schloss mich der Unio an und legte am 1. September 1979 ein Versprechen auf die Nächstenliebe ab.“

Schwester Dorothea 2022 bei einem Besuch auf ihrem früheren Gut Müllenark in Schophoven, das sie nach dem Tode ihres Mannes Josef aufgab, um Ordensschwester der Communio zu werden und den Aufbau der Pflegeeinrichtungen in Mechernich und Blankenheim zu fördern. Foto: Manfred Lang/pp/Agentur ProfiPress
Schwester Dorothea 2022 bei einem Besuch auf ihrem früheren Gut Müllenark in Schophoven, das sie nach dem Tode ihres Mannes Josef aufgab, um Ordensschwester der Communio zu werden und den Aufbau der Pflegeeinrichtungen in Mechernich und Blankenheim zu fördern. Foto: Manfred Lang/pp/Agentur ProfiPress

Im Laufe der Jahre durfte Schwester Dorothea nach eigener Einschätzung „die Gnade immer deutlicher und tiefer auch für mich persönlich erfahren. Die Allmacht, die Gerechtigkeit und die Barmherzigkeit Gottes wurden für mich eine konkrete Erfahrung durch die Führung von Mutter Marie Therese. Alles, was sie uns sagte, ist aus einer anderen Quelle, aus Gott.“

„Ehemann mit Respekt geliebt“

Am 18. März 1984 ist sie der Schwesterngemeinschaft von Mutter Marie Therese beigetreten und am 8. Dezember 1984 legte Schwester Dorothea die Gelübde der Demut, des Gehorsams, der Keuschheit und der Nächstenliebe für die Communio in Christo ab.

Pfarrer Karl-Heinz Haus, der erste Generalsuperior, unterstrich am 28. Dezember 2020 anlässlich ihres 90. Geburtstages die zentrale Rolle der jetzt 96-Jährigen für die Gründungsgeschichte des Ordo Communionis in Christo: „Alles in Deinem Leben ist Gnade, von Gott geführt!“ Dabei erinnerte der Obere ausdrücklich auch an das Leben von Sr. Dorothea vor deren Eintritt in die Klostergemeinschaft.

In die Hände der Gründerin Mutter Marie Therese (r.) legte Schwester Dorothea am 8. Dezember 1984 ihre Gelübde ab. Archivfoto: CIC/pp/Agentur ProfiPress
In die Hände der Gründerin Mutter Marie Therese (r.) legte Schwester Dorothea am 8. Dezember 1984 ihre Gelübde ab. Archivfoto: CIC/pp/Agentur ProfiPress

In Schophoven (Gemeinde Inden) bei Düren hatte die verheiratete Dorothea Rolfes als Bäuerin und Gattin des Besitzers Josef Rolfes von Gut Müllenark gelebt. „Du hast Deinen Mann mit großem Respekt geliebt“, betonte Generalsuperior Haus seinerzeit: „Auch das ist eine Gnade.“

Karl-Heinz Haus war damals Regionalpfarrer der Aachener Bistumsregion Düren, Dechant und Pfarrer von Schophoven: „Ich konnte vom Pfarrhaus sehen, wie oft Du nach dem Tod Deines Mannes Josef ganz in Schwarz auf den Friedhof an sein Grab gepilgert bist.“ Es müsse ein großer Schmerz gewesen sein, den Gatten durch seinen plötzlichen Tod zu verlieren.

„Schmerz wurde zur Gnade“

Er habe auch mit Josephina Theresia Linssen gesprochen, der späteren Communio-Gründerin Mutter Marie Therese, die seit 1977 bei ihrem Bruder, Pfarrer Wim Robben, im Kreis Düren lebte. Pfarrer Haus sagte an Sr. Dorotheas 90. Geburtstag: „Ich habe nie vergessen, was Mutter Marie Therese mir dazu gesagt hat: »Dieser Schmerz wird ihr zur Gnade werden«“

2022 gratulierte Schwester Dorothea Father Jaison Thazhathilzu zu seiner Wahl zum Generalsuperior des Ordo Communionis in Christo. Foto: Sabine Roggendorf/pp/Agentur ProfiPress

Der erste Generalsuperior, der damals noch Pfarrer von Schophoven war, nutzte die Gebete der späteren Mutter Marie Therese unter dem Stichwort „Gebete einer Kranken“ als Meditationen nach der Kommunion in seinen täglichen Gottesdiensten. Haus: „Ich bekam darauf kaum Reaktionen – bis auf Dorothea Rolfes…“

Schwester Dorothea erinnert sich in ihrem schriftlichen Zeugnis von 2007: „Im Frühjahr 1975 hörte ich zum ersten Mal in der heiligen Messe nach der Kommunion die Gebete einer Kranken. Ich war gerührt und angesprochen von diesen Texten. Ich hatte den Wunsch, mehr zu hören. Herr Generalsuperior Haus, der damals Pfarrer in unserer Gemeinde war, trug sie vor. Mich beseelte dieser Geist, der in diesen Gebeten zum Ausdruck kam. Später, 1976 bekam ich das erste Buch von Mutter Marie Therese »Der Weg nach Golgota«. Es war seitdem ein Gebetbuch für mich.“

Über die von Karl-Heinz Haus vorgetragenen Betrachtungen Mutter Marie Theres sagte die spätere Schwester Dorothea: „Diese Gebete sind die Wahrheit“. „Heute können wir sagen, es war Gott, der Schwester Dorothea diese Worte in den Mund gelegt hat“, sagte jetzt Generalsuperior Jaison Thazhathil zum Tode der in die Jahre gekommenen Ordensfrau, die schon bei der Gründung der Communio in Christo durch Mutter Marie Therese am 8. Dezember 1984 zum Kreis der engsten Vertrauten gehörte.

Am 1. September 2007, dem 30. Jahrestag der Gründung der „Unio der Sühnenden Liebe“, legte Schwester Dorothea Rolfes ein bedeutendes Zeugnis für die Wahrhaftigkeit der Sendung Mutter Marie Thereses ab. Archivfoto: Manfred Lang/pp/Agentur ProfiPress
Am 1. September 2007, dem 30. Jahrestag der Gründung der „Unio der Sühnenden Liebe“, legte Schwester Dorothea Rolfes ein bedeutendes Zeugnis für die Wahrhaftigkeit der Sendung Mutter Marie Thereses ab. Archivfoto: Manfred Lang/pp/Agentur ProfiPress

„Es war die Gnade, die ihr Leben fortan bestimmen sollte. Sie hat ihr Leben im Kern verändert. Sie konnte sich einem Gott anvertrauen, der frei von Angst, Strafe und Zwang macht“, so der Obere des Ordo Communionis in Christo. Schon bei Mutter Marie Thereses erster Gründung am 1. September 1977 in der Pfarrkirche von Mechernich-Holzheim, der „Unio der sühnenden Liebe“, habe Dorothea erkannt: „Hier geschieht Großes.“

Einzigartiges für Menschen getan

Sie folgte dem Ruf Gottes, sich ganz in Jesu Nachfolge zu stellen und die der Gründern Mutter Marie Therese, deren Leitwort lautet: „Die Liebe zum Nächsten ist Leben in Gott.“ Die Witwe Dorothea Rolfes wurde zur Ordensschwester Dorothea. Sie gehörte zu den ersten zehn Schwestern, Priestern und Laien, die nach dem Gründungsversprechen von Mutter Marie Therese am 8. Dezember 1984 ihre Treue zu Mutter Marie Therese und ihrer Communio in Christo bekundeten.

Generalsuperior Jaison Thazhathil dankte Sr. Dorothea für ihre Treue, Solidarität und Konsequenz, mit der sie Mutter Marie Therese in ihrem Gründungswirken und bei der Schaffung einzigartiger Pflegeeinrichtungen und eines Hospizes zu einem enormen Aktionsradius verholfen habe. Und das geistig und in erheblichem Umfang auch materiell.

Die Gemeinschaft der Communio in Christo in Mechernich mit Schwester Dorothea (3.v.r.) anlässlich des Diamantenen Priesterjubiläums von Spiritual Pater Rudolf Ammann Isch (m.). Archivfoto: Jaison Thazhathil/pp/Agentur ProfiPress
Die Gemeinschaft der Communio in Christo in Mechernich mit Schwester Dorothea (3.v.r.) anlässlich des Diamantenen Priesterjubiläums von Spiritual Pater Rudolf Ammann Isch (m.). Archivfoto: Jaison Thazhathil/pp/Agentur ProfiPress

Schwester Dorothea schrieb über ihr Verhältnis zu Mutter Marie Therese und ihre eigene Rolle: „Sie war eindeutig begnadet und beschenkt mit den sieben Gaben des Heiligen Geistes. Dazu besaß sie die unbestechliche Gabe der Seelenschau. Faszinierend war für mich persönlich ihre Schau in das Wesen Gottes. Der dreifaltige Gott, der uns stets nahe ist als der barmherzige, gerechte und liebende Gott.“

Und schließlich heißt es in ihrem Zeugnis 2007: „Diesen Gedanken und diese Gegenwart Gottes in uns aufzunehmen füllt unser ganzes Leben. Und so ist mein Weg, wo ich jetzt stehe, als Schwester in der Communio in Christo…“

Die sterblichen Überreste Schwester Dorotheas werden am Donnerstag, 22. Januar, nach Exequien um 11 Uhr in der Hauskapelle der Communio in Christo in Mechernich gegen 13 Uhr auf dem Friedhof in Schophoven an der Seite ihres Mannes Josef im Familiengrab beigesetzt. Zuvor war die Schwester im offenen Sarg in der Hauskapelle aufgebahrt worden.

pp/Agentur ProfiPress

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