Aktuelles

Zu viel Biomüll in der grauen Tonne

Stadt könnte 110.000 Euro sparen, wenn der Biomüll korrekt entsorgt würde – Demnächst Kontrollen bei Eigenkompostierern

Eierschalen, Obst- und Gemüsereste gehören in die Biotonne oder müssen kompostiert werden. Darauf wird die Stadt Mechernich in Zukunft verstärkt achten. Foto: Pixelio/pp/Agentur ProfiPress

Mechernich – Erhebliche Mehrkosten entstehen der Stadt Mechernich dadurch, dass nahezu ein Drittel des Mülls in den grauen Restabfalltonnen landet, der dort nichts zu suchen hat, sondern in die Biotonne oder auf den Komposthaufen gehört. Das ergab eine gründliche Analyse des Mülls aus allen Kommunen, die der Kreis Euskirchen im Abfallwirtschaftszentrum durchgeführt hat. Speziell für Mechernich lag der Anteil des Bioabfalls in der grauen Tonne bei 28 Prozent.

Gemessen an den Kosten, die der Stadt Mechernich pro Tonne für die Vorsortierung, den Transport zur Müllverbrennungsanlage Bonn sowie für die Verbrennung entstehen, fallen für die 28 Prozent des falsch entsorgten Biomülls  – dabei handelt es sich um 1.230 Tonnen – Kosten in Höhe von 218.000 Euro. „Damit belasten die Bürger letztlich ihren eigenen Geldbeutel“, sagt Dieter Karls, Teamleiter Steuern, Gebühren, Beiträge und Abfallwirtschaft. „Denn würde dieser Bioabfall ordnungsgemäß kompostiert oder über die Biotonne entsorgt, könnten die Stadt Mechernich und somit auch die Gebührenzahler viel Geld sparen.“ Denn die Entsorgung und Verwertung des Bioabfalls über die Biotonne am Kompostwerk in Strempt ist wesentlich günstiger als die Verbrennung in Bonn: Lediglich 87,80 Euro pro Tonne fallen hier an, das beläuft sich bei 1.230 Tonnen auf knapp 108.000 Euro. Eingespart werden könnten so 110.000 Euro.

Die Stadt Mechernich bittet daher alle Grundstückseigentümer, auf eine gewissenhafte Trennung des Abfalls zu achten. Da die Gebühren für die Biotonne ab dem 1. Januar 2013 drastisch reduziert werden, sollte über die Nutzung einer Biotonne bzw. einer zusätzlichen oder größeren Biotonne nachgedacht werden. Die Jahresgebühren für eine 60-Liter-Biotonne betragen 35,25 Euro (80 l = 42,05 €; 120 l = 55,65 € und 240 l = 99,16 €).

Die Miete beträgt für ein 60- bis 120-Liter-Gefäß nur zwei Euro im Jahr  und für ein 240-Liter-Gefäß drei Euro. Die Anlieferung des Gefäßes ist in diesem Jahr noch kostenfrei. Ab dem kommenden Jahr sind für eine Anlieferung neun Euro zu zahlen.

Die Stadt Mechernich weist darauf hin, dass demnächst bei Eigenkompostierern unregelmäßig die Restabfalltonnen kontrolliert werden. Ist diese falsch befüllt, droht eine Geldbuße.

Fragen rund um die Biotonne beantworten die Abfallberater der Stadt Mechernich, Dieter Karls (Tel.: 0 24 43/49 41 60), Lothar Hilgers (Tel.: 0 24 43/49 41 61) oder Sabine Floß (Tel.: 0 24 43/49 41 62).

pp/Agentur ProfiPress