“Wir fahren nach Berlin”

“Wir fahren nach Berlin”
1000 Eifeler sollen den Landstrich auf der “Grünen Woche” repräsentieren – Ehrenamtliche und Promis rufen in Nettersheim zur Mitfahrt auf – Eifel ist 2012 das “Musterländle” für ganz Nordrhein-Westfalen
Nettersheim/Eifel – “Ischsch bin ein Berliner”, sagte “Manni” Lang, Hubert vom Venn behauptete: “Ich habe die Eifel noch nie verlassen und traue mich am 20. Januar auch nur deshalb, weil 1000 andere Eifeler mich begleiten!”
“Wibbelstetz”-Frontmann Günter Hochgürtel und “Eifel-Gäng”-Autor Ralf Kramp sind ebenfalls mit von der Partie, wie Landrat Günter Rosenke und zahlreiche Eifelbürgermeister, die am Samstag an und in der Hauptschule Nettersheim gemeinsam mit 150 Ehrenamtlern der Region Reklame für ihre Landsleute machten, die in möglichst großer Anzahl mit zur “Internationalen Grünen Woche” Ende Januar in die Bundeshauptstadt fahren sollen.
Denn das ist das ehrgeizige Ziel der “Leader”-Region Nordeifel, zu der die Kreise Düren und Euskirchen sowie die Städteregion Aachen gehören. Diese von Alexander Sobotta gemanagte “NRW-Eifel” repräsentiert im Januar bei der “Internationalen Grünen Woche” das ganze Bundesland Nordrhein-Westfalen. Das ist eine große Ehre für die Eifel, das vormalige “Preußisch-Sibirien”, das heute so “trendy” und “sexy” ist, dass viele Großstädter die Eifel zu ihrem liebsten Aufenthaltsort und ihrer Wahlheimat erklären.
Und da wollen Alexander Sobotta & Landräte und Bürgermeister möglichst viele Eifeler an den Start bringen, die das “Musterländle” beim Nachmittags-Bühnenprogramm auf der Messe “Grüne Woche” und abends beim Show- und Bühnenprogramm “Eifel-Blicke” im Berliner Hotel InterContinental repräsentieren. An der Zielvorgabe “Tausend Eifeler” fehlen noch 400.
600 sind bereits angemeldet, um mit den Eifeler Busunternehmen Haas-Reisen aus Stolberg, Rüssel-Reisen aus Hürtgenwald, Murk-Reisen aus Hellenthal und Schäfer-Reisen aus Mechernich an die Spree zu reisen. Im Reisepreis ab 210 Euro sind die Fahrt im modernen Bussen, zwei Übernachtungen in guten Mittelklassehotels, alle Transfers in Berlin und eine Stadtrundfahrt eingeschlossen, natürlich auch Messebesuch und Eintrittskarte zum “Eifeler Abend” im Hotel InterContinental mit freien Speisen und Getränken. “Eigentlich ein Dumpingpreis”, verriet Monika Lachnit von “Schäfer-Reisen” bei der Pressekonferenz in Nettersheim. Anmeldungen werden unter Tel. (0 24 43) 98 99 20 entgegen genommen.
Gesponsert wird die ganze Ehrenamts-Eifel-Aktion in Berlin von mehreren Eifeler Banken und Sparkassen sowie dem Energieversorgungsunternehmen RWE, dessen Repräsentant Walfried Heinen bei der Pressekonferenz in Nettersheim ebenso vertreten war wie Landrat Günter Rosenke, der 1967 ausgerechnet in Berlin “eine halbe Eifelerin”, seine heutige Ehefrau kennengelernt hatte – und allein schon deshalb vorgab, unbedingt beim Eifel-Happening dabei sein zu wollen.
Die Eifel sei die nördliche Alternative zur Toskana, behauptete Günter Rosenke, Nettersheims Bürgermeister Wilfried Pracht gab das ehrgeizige Ziel vor, in Berlin nicht nur Touristen für den “Wilden Westen” Deutschlands anwerben zu wollen, sondern “welche, die kommen und für immer bleiben, um unsere Miteifeler zu werden!”
Die zu Nordrhein-Westfalen gehörende nördliche Leader-Region Eifel wird sich vom 20. bis 29. Januar 2012 mit einem Messestand und weiteren Aktionen auf der Grünen Woche in Berlin, der weltweit größten Messe für Ernährung, Landwirtschaft und Gartenbau, präsentieren.
Dies geschieht auf Einladung des nordrhein-westfälischen Landwirtschaftsministers, der jedes Jahr einer besonders vorbildlichen Region ermöglicht, sich stellvertretend für ganz NRW auf der Grünen Woche in Berlin einem Riesen-Publikum vorzustellen.
Die Internationale Grüne Woche Berlin zählt zu den traditionsreichsten Berliner Messen und zu den bekanntesten Veranstaltungen in Deutschland überhaupt. Im Jahr 2012 blickt sie auf eine 86-jährige wechselvolle Geschichte zurück und öffnet nun schon zum 77. Mal ihre Pforten. Jedes Jahr zieht sie mehr als 400.000 Besucher an, darunter auch internationales Fachpublikum und rund 1.500 Journalisten.
Ihnen will sich der “wilde Westen Deutschlands”, wie der seit Jahren in der Nordeifel lebende BAP-Frontmann Wolfgang Niedecken den rauen Landstrich nennt, mit all seinen charmanten Eigenarten offenbaren. Das soll vor allem dadurch gelingen, dass möglichst viele Menschen aus den drei Kreisen (Euskirchen, Düren, Städteregion Aachen) und 15 beteiligten Kommunen mit nach Berlin fahren.
Am 20. Januar 2012 bieten über 300 ehrenamtlich aktive Menschen aus der Eifel unter der Schirmherrschaft von NRW-Landwirtschaftsminister Johannes Remmel ein gut dreistündiges Bühnenprogramm in der Messehalle “Lebens(t)raum Dorf”.
Unter dem Motto “Eifel-Blicke” sind viele kulturelle Highlights dabei: Auftritte der “Eifel-Gäng”, der Mundartgruppe “Wibbelstetz”, eines eigens in der Eifel für die Grüne Woche gegründeten Projektchores, von Musikern, Tänzern, Artisten und Künstlern sind geplant. Vorbereitet und moderiert wird die bunte Präsentation von Kabarettist und Theaterleiter Hubert vom Venn.
Der Messestand in der gleichen Halle wird ehrenamtlich von den Eifeler Landfrauen betreut. Gewürdigt werden der Einsatz und die Unterstützung der Eifeler Bürger am Abend des 20. Januar 2012 bei einem Empfang im Berliner Hotel InterContinental.
“Berlin ist eine Möglichkeit, für die Eifel zu werben, indem wir demonstrieren: Wir leben gerne hier und sind stolz darauf”, formulierte es der Hürtgenwalder Bürgermeister Alexander Buch. Die Besucher der Grünen Woche und die Medien sollten es der ganzen Republik kundtun: “Es lohnt sich, in der Eifel zu leben und zu arbeiten!”
“Wir wünschen uns, dass viele Eifeler auch als Publikum die Eifel vertreten. Es ist eine einmalige Chance zum Beispiel für Ehrenamtler aus Vereinen und allen kulturellen Bereichen, die ganze Vielfalt der Eifel in der Hauptstadt zu präsentieren”, hofft der Simmerather Bürgermeister Karl-Heinz Hermanns.
Allen Bürgern, welche zum Eifel-Tag nach Berlin reisen und damit zu einem eindrucksvollen Auftritt von Land und Leuten beitragen, verspricht Axel Buch ein bleibendes “Wir-Erlebnis”. Stellvertretend für die Kommunen und Kreise der LEADER-Region Eifel rief er deshalb gemeinsam mit dem Euskirchener Landrat Günter Rosenke die Eifeler Bürger zur Mitreise nach Berlin auf.
pp/Agentur ProfiPress

Manfred Lang

13.12.2011