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Weniger Einbrüche in Kall

Einbruchstatistik in Kall erneut zurückgegangen – Niedrigste Quote im Kreis Euskirchen – Gemeinsame Kontrollgänge von Polizei und Ordnungsamt

Kall – „Kall ist eine sichere Gemeinde“, stellt der Erste Beigeordnete und Leiter des Ordnungsamts Uwe Schmitz fest. In der Tat belegt die Einbruchstatistik für das vergangene Jahr, dass in Kall erneut weniger in private Häuser oder Wohnungen eingebrochen wurde. Ganze fünf Einbrüche registrierte die Kripo 2013, das waren deutlich weniger als im Vorjahr, als neun Einbrüche angezeigt wurden.

Der Blick noch weiter zurück zeigt, wie Kall kontinuierlich sicherer geworden ist: „Im Jahr 2009 gab es noch 16 Einbrüche im Gemeindegebiet“, so Uwe Schmitz, „das bedeutet, dass die Zahl um über zwei Drittel zurückgegangen ist. Eine positive Entwicklung, die durchaus nicht dem allgemeinen Trend im Kreis Euskirchen entspricht, wie Schmitz berichtet. „Kall ist die Gemeinde im Kreis mit der geringsten Einbruchquote.“ Kreisweit, ergänzt er, sind die Einbrüche in Privathaushalte von 373 im Jahr 2009 auf 525 im Jahr 2013 gestiegen.

Im Jahr 2013 hat es in Kall erneut weniger Einbrüche in private Haushalte gegeben. Die Verantwortlichen sind sich sicher, dass dies insbesondere auch den Präventionsmaßnahmen zu verdanken ist. Foto: Alice Gempfer/pp/Agentur ProfiPress
Im Jahr 2013 hat es in Kall erneut weniger Einbrüche in private Haushalte gegeben. Die Verantwortlichen sind sich sicher, dass dies insbesondere auch den Präventionsmaßnahmen zu verdanken ist. Foto: Alice Gempfer/pp/Agentur ProfiPress

Gemeinsam mit dem stellvertretenden Fachbereichsleiter Alois Poth und Willi Krause, dem zuständigen Mitarbeiter des Ordnungsamtes, zog Schmitz jetzt anlässlich der positiven Entwicklung Bilanz. „Unser Konzept ist aufgegangen“, so Schmitz. Seit einigen Jahren führt das Kaller Ordnungsamt regelmäßig, an den unterschiedlichsten Wochentagen und zu allen Uhrzeiten Kontrollgänge durch. Beteiligt sind daran – neben der Polizei – Alois Poth, Willi Krause und Harald Heinen. Jeweils in Teams von mindestens zwei Mann kontrollieren sie neuralgische Punkte in Kall selbst sowie in den Außenorten und zeigen so Präsenz. Alois Poth: „Regelmäßig sind wir beispielsweise am Kaller Bahnhof, suchen die Schulen, Kindergärten und Spielplätze im Gemeindegebiet auf oder auch etwa Treffpunkte wie den Grillplatz „Auf dem Fels“.

Im Rahmen dieser Rundgänge werden auch die nach einem Ratsbeschluss im Sommer 2013 eingerichteten Alkoholverbotszonen im Gemeindegebiet kontrolliert. Die betroffenen Bereiche wurden mit Schildern ausgewiesen. „Deutlich verbessert hat sich etwa die Situation an der Kaller Kirche“, berichtet Uwe Schmitz. In der Vergangenheit hatten sich Kirchgänger häufig über Unrat und Flaschen beschwert, die dort sonntagsmorgens herumlagen.

Willi Krause ergänzt, dass die regelmäßigen Informationsveranstaltungen zum Einbruchschutz, die die Kaller Verwaltung immer zu Beginn der „dunklen“ Jahreszeit, also im Herbst, in Kooperation mit der Kripo Euskirchen anbietet, sicher auch ihren Teil zu den gesunkenen Einbruchzahlen beigetragen haben. Die erste fand bereits 1999 statt, und zwar in Keldenich. Neben Tipps zum Einbruchschutz gehe dabei auch immer der Appell an die Zuhörer, als Nachbarn wachsam zu sein und bei Auffälligkeiten die Polizei zu informieren, berichtet Krause.

pp/Agentur ProfiPress