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Von Benin nach Kommern

Der junge Geistliche Franck Prudence Ahokou ist Kaplan im Seelsorgebereich Veytal – Vier Stunden lang mit den Firmlingen gewandert

Am zweiten Fastensonntag vor Ostern wurde Pfarrer Franck Prudence Ahokou beim Gottesdienst in Kommern als Kaplan für den Seelsorgebereich Veytal eingeführt. Foto: Claudia Hoffmann/pp/Agentur ProfiPress

Mechernich-Kommern – Von weit her kommt der neue Kaplan für den  Seelsorgebereich Veytal: Der junge Pfarrer Franck Prudence Ahokou wurde am 22. April 1979 im westafrikanischen Benin geboren und kam aus dem Bistum Porto Novo, der Hauptstadt Benins, in die Eifel. Eingeführt wurde er beim Sonntagsgottesdienst in der Pfarrkirche St. Severinus Kommern. Nun hat Kommern nach 60 Jahren wieder einen Kaplan, die Pfarrgemeinde  St. Stephanus Lessenich sogar zum ersten Mal überhaupt.

Die deutsche Sprache beherrscht er gut. Nach der sechsjährigen Grundschulzeigt folgte für ihn eine neunjährige Unterweisung in einem afrikanischen Knaben-Seminar, vergleichbar mit der gymnasialen Mittel- und Oberstufe hierzulande.  Anschließend studierte er acht Jahre lang: ein Jahr „Spiritualität“, zwei Jahre Philosophie und Psychologie, ein Jahr praktische Arbeit in einer afrikanischen Pfarrgemeinde und vier Jahre Theologie. In seinem Elternhaus spielten der Glaube und der Gottesdienst eine große Rolle.

Bereits im Sommer 2010 kam Ahokou als Gastpriester nach Kommern.  Schon damals fand er Kommern „cool“ und „die Leute sehr nett“. Entsprechend groß war seine Freude, als er gefragt wurde, ob er sich vorstellen könne, in Deutschland zu arbeiten und die Wahl schließlich sogar auf den Seelsorgebereich Veytal fiel. In den kommenden zehn Jahren wird Ahokou nun im Erzbistum Köln tätig sein.

Wichtig ist es ihm nach eigenem Bekunden, sich in der Gemeinde „nützlich“  zu machen. Außerdem will er ein Studium in Bonn beginnen und  einen zweijährigen lokalen Pastoralkurs besuchen. Gemeinsam mit Pfarrer Burkhard Möller wird er alle priesterlichen Dienste der Gemeindearbeit im Seelsorgebereich Veytal – dieser umfasst die Orte Satzvey, Obergartzem, Antweiler, Lessenich und Kommern – von der Krankensalbung bis hin zur Spende von Sakramenten übernehmen.

Nach festlichen Orgelklängen, einem würdevollen Einzug mit Prozession und der feierlichen Begrüßung, verlas Pfarrer Burkhard Möller zu Beginn der Heiligen Messe am Sonntagmorgen den Text der Ernennungsurkunde von Kardinal Meissner.

Ausgehend vom Brandopfer des Abraham, stand Ahokous Predigt am zweiten Fastensonntag vor Ostern ganz im Zeichen des Feuers wie des Lichts und „der tiefen Verbundenheit mit Gott im täglichen Gebet“. Mit den Kommerner Firmlingen hat Kaplan Ahokou bereits eine vierstündige Wanderung von Schmitt bis nach Maria Wald unternommen. „Das schweißt zusammen“, sagte er schmunzelnd.

pp/Agentur ProfiPress