Aktuelles

Trauer braucht Formen und Rituale

Trauer braucht Formen und Rituale
Sonst besteht die Gefahr, dass Trauernde selbst krank werden – Kursus in der Bistumsregion Eifel
Mechernich/Region Eifel – “Mit der Entkirchlichung ist kaum noch was da, das trauernden Menschen Orte und Rituale ihrer Trauer und damit Halt gibt”, so Margot Schmitz, Gemeindereferentin und Krankenhausseelsorgerin am Schleidener Antoniushospital sowie am Mechernicher Kreiskrankenhaus. Dabei brauchen trauernde Menschen solche Formen und Rituale, so ihre Kollegin Maria Jentgen.
Gemeinsam bieten die beiden Seelsorgerinnen jetzt Menschen, die einen Angehörigen verloren haben oder die sich auf den Tod eines geliebten Menschen einstellen müssen, einen Trauerkursus an. Sein Titel: “Angesichts von Sterben und Tod ist jedes Gefühl angemessen”. Angesprochen sind alle Menschen, die mit ihrer Trauer nicht alleine bleiben wollen. Ort für die Treffen ist der Konferenzraum neben der Kapelle im Kreiskrankenhaus Mechernich.
Der Zeitpunkt für die jeweils rund anderthalbstündigen Zusammenkünfte ist jeweils um 19.30 Uhr – Zeitpunkte sind Donnerstag, 19. April, die Mittwoche 2. Mai, 16. Mai., 30. Mai und 13. Juni sowie als Abschluss Donnerstag, 28. Juni. Es geht um gemeinschaftliche Trauerbegleitung. Ziel ist, dass jeder Erlebtes erzählen und sich mit der Gruppe austauschen kann. Deshalb ist die Bildung einer festen Gruppe erforderlich, die Teilnahme der einzelnen Gruppenmitglieder verbindlich.
Anmeldungen nehmen Maria Jentgen (Tel. 0 24 43/ 17 11 71 oder 0 24 43/ 90 32 49) und Margot Schmitz (Tel.: 0 24 43/ 17 11 55/ 0 24 45/ 87140) entgegen. Eine Voranmeldung bis einschließlich Mittwoch, 5. April, ist dringend erforderlich. Bei Abwesenheit der Referentinnen reicht es, Name und Telefonnummer auf den Anrufbeantworter zu sprechen.
“Es werden nicht nur die kirchlichen Angebote an Formen und Ritualen der Trauer erörtert”, so Margot Schmitz, “sondern wie der Titel des Kursus sagt, auch andere.” Maria Jentgen unterstreicht die Wichtigkeit der Trauerarbeit: “Oft haben Menschen nach Jahren den Tod eines Angehörigen noch nicht verwunden oder werden selbst krank durch ihre unbewältigte Trauer.”
Der Kursus ist ein Gemeinschaftsprojekt von Krankenhausseelsorge und der Mechernicher Pfarrgemeinde St. Johannes Baptist.
(ml)

Manfred Lang

29.03.2007