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Sekundarschule: Der Weg ist frei

Bezirksregierung Köln segnet Pläne für Sekundarschule der Kommunen Mechernich und Kall ab – Deutliche Mehrheiten für „kooperatives“ Modell in der Politik – Start mit Schuljahr 2013/2014

Hauptschulleiter Heinz Wolfgarten und Dagmar Wertenbruch, Konrektorin der Mechernicher Realschule, erläuterten das pädagogische Konzept der geplanten Sekundarschule. Foto: Alice Gempfer/pp/Agentur ProfiPress

 Mechernich/Kall – Für die geplante Sekundarschule, die die Kommunen Mechernich und Kall gemeinsam einrichten wollen, ist der Weg frei. Nachdem Mechernichs Bürgermeister Dr. Hans-Peter Schick und sein Kaller Amtskollege Herbert Radermacher einen positiven Bescheid von der Bezirksregierung Köln erhalten hatten, stimmte jetzt auch der Mechernicher Ausschuss für Bildung, Kultur und Soziales den Plänen mit einer großen Mehrheit zu. Die Stadt Mechernich trägt damit dem demografischen Wandel und damit einhergehenden schwindenden Schülerzahlen Rechnung und sichert zugleich einen Schulstandort Mechernich, an dem jeder Schüler seinen Begabungen und Bedürfnissen gemäß gefördert werden kann.

 Beide Kommunen waren sich im Vorfeld schnell einig gewesen. Was das pädagogische Konzept der neuen Sekundarschule betrifft, haben sich sowohl jetzt in Mechernich als auch in Kall eindeutige politische Mehrheiten für das „kooperative“ Modell ausgesprochen. Auch die Bezirksregierung hat das Modell abgesegnet. Demzufolge werden die Schüler in der fünften und sechsten Klasse gemeinsam unterrichtet, anschließend erfolgt eine Einordnung in die so genannte „Grund- und Erweiterungsebene“. Das alternative „integrative“ Modell hätte die gemeinsame Beschulung im ursprünglichen Klassenverbund bis zum Abschluss vorgesehen.

In der Praxis sieht das kooperative Modell so aus, dass die Schüler ab der siebten Klasse ihrem Leistungsvermögen entsprechend in getrennten Klassen unterrichtet werden, wie der Hauptschulleiter Heinz Wolfgarten und Dagmar Wertenbruch, Konrektorin der Mechernicher Realschule, erläuterten. Wichtig sei dabei eine hohe Durchlässigkeit zwischen den beiden Ebenen – und zwar sowohl nach oben in die Erweiterungsebene als auch nach unten in die Grundebene. Ein zusätzlicher Pluspunkt, der für die Sekundarschule spricht, sind erheblich kleinere Klassengrößen als an Haupt- und Realschulen und eine dementsprechend bessere Relation von Schülern und Lehrern. Als Richtwert gilt eine Klassenstärke von 25 Schülern. Neu eingeführt wird mit der Sekundarschule auch das „Lehrerraumprinzip“. Dabei gibt es keine Klassenzimmer mehr, sondern die Unterrichtsräume werden den Lehrern fest zugeteilt.

Die Sekundarschule soll eine Ganztagsschule mit 36 Unterrichtsstunden pro Woche werden. Nach dem Pädagogischen Konzept ist montags, mittwochs und donnerstags Nachmittagsunterricht; dienstags gibt es freiwillige Angebote; der Freitagnachmittag bleibt grundsätzlich frei. Ein Schülertransport zwischen Kall und Mechernich wird nicht nötig sein, da die Jahrgänge 5 bis 10 an beiden Standorten beschult werden sollen. „Die Sekundarschule soll in Mechernich mindestens drei-, in Kall zweizügig geführt werden“, erläuterte Bürgermeister Dr. Hans-Peter Schick im Ausschuss den Politikern.

Die Sekundarschule wird zum Schuljahr 2013/2014 eingerichtet. Die beiden Hauptschulen in Kall und Mechernich sowie die Mechernicher Realschule bleiben weiter bestehen, bis die Jahrgänge, die derzeit dort unterrichtet werden, ihren Abschluss erlangt haben. Gleichzeitig werden dort ab dem kommenden Schuljahr keine neuen Eingangsklassen mehr gebildet. Für die neue Schule wird auch ein neues Lehrerkollegium gebildet.

pp/Agentur ProfiPress