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Seit 50 Jahren zusammen

Goldene Hochzeit 2022: Der letzte Akt der Kommunalen Neugliederung machte 1972 aus den Gemeinden Kommern und Mechernich schlussendlich die neue moderne Kommune, die 1975 ihre Stadtrechte verliehen bekam und 2022 ein weiteres Stadtfest feiern will

Mechernich – Zwei kommunale Neugliederungen machten 1969 und 1972 aus über 20 einst selbständigen Gemeinden eine Stadt. 1969 wurden in einem ersten Schritt die Großgemeinden Kommern und Mechernich gebildet. Der entscheidendere Schritt folgte aber erst 1972, als Bistumsgrenzen und Verwaltungseinheiten überschreitend aus den Gemeinden Kommern und Mechernich eine einzige Kommune gebildet wurde.

Dieser historische Zusammenschluss, der wenig später zur Verleihung der Stadtrechte führte, jährt sich 2022 zum 50. Mal. Der mentale Unterschied zwischen den Eifelern aus Mechernich und den Rheinländern aus Kommern wurde zwar lange Zeit für unüberbrückbar gehalten. Aber wie das in haltbaren Ehen so geht: Sie halten trotzdem! Oder gerade wegen der Unterschiedlichkeit der beteiligten Charaktere.

Faktum ist, dass 2022 Goldene Hochzeit zwischen Mechernich und Kommern gefeiert werden kann. Und zwar am Sonntag, 14. August, mit einem großen Stadtfest in Verbindung mit dem Brunnenfest der Mechernicher Geschäftswelt („Mechernich aktiv“) rund ums Rathaus und in der ganzen Mechernicher Innenstadt. Vereine und Geschäftswelt sollen sich dort präsentieren. Ein großes Unterhaltungsprogramm ist geplant.

Bei einer Ausstellung im Rathaus zur Kommunalen Neugliederung vor 50 Jahren (v.l.): Ex-Vizebürgermeister Robert Ohlerth, Bürgermeister Dr. Hans-Peter Schick, Ex-Ortsbürgermeister und Parteichef Rudi Mießeler, der frühere Grünflächenamtsleiter und spätere Dahlemer Gemeindedirektor Hubert Büth und Toni Heimbüchel. Archivfoto: pp/Agentur ProfiPress

Stadtdezernent Ralf Claßen mit seinem Team (Teamleiterin Manuela Holtmeier, Ewa Bochynek und Christian Habrich), der langjährige „Brunnenfest“-Organisator Heinz Schmitz und die Vorstandsspitze von „Mechernich aktiv“ um Petra Himmrich und Margret Eich halten die Organisationsfäden bereits in ihren Händen.

Initialfunke zur kommunalen Neugliederung war nach der weltkriegsbedingten Wiederaufbauphase die Zusammenlegung überholter „Zwerggemeinden“, die oft aus einem einzigen Dorf bestanden. Den politisch Verantwortlichen ging es um größere Verwaltungseinheiten, effektiveres Arbeiten und moderne Dienstleistungsstrukturen.

Die Begeisterung hielt sich in engen Grenzen – besonders bei jenen in den vielen Gemeinde- und Amtsräten, die sich selbst praktisch per Beschluss abschaffen sollten. Die kleinen Kommunen hatten viele liebgewonnene Pöstchen zu vergeben, die deren Inhaber äußerst ungern aufgeben wollten. Also operierten die kommunalen Aufsichtsbehörden „mit Zuckerbrot und Peitsche“, wie es Bürgermeister Dr. Hans-Peter Schick in seiner Jahresansprache 2019 treffend beschrieb.

156 einzelne Kommunen

Der Altkreis Euskirchen zwischen Weilerswist und Kommern, Vettweiß und Münstereifel hatte 1965 rund 110.000 Einwohner in 85 Gemeinden. Das brachte nicht weniger als 850 Gemeinde- und Kreisvertreter sowie 85 Gemeinde- und Amtsbürgermeister und einen Landrat mit sich, die die Bürger mit Aufwandentschädigungen auszustatten hatten.

Dr. Schick: „Man rechnete aus, dass bei einer Gebietsreform im Kreis Euskirchen mit einer Konzentration auf beispielsweise 14 Großgemeinden mit 14 Gemeindeparlamenten in einer einzigen Wahlperiode zwischen drei und fünf Millionen D-Mark eingespart würden.“

Der damalige NRW-Innenminister Burkhard Hirsch (r.) verleiht dem Mechernicher Bürgermeister Peter Giesen 1975 die Stadtrechte. Foto: H.G. Nickolay/Stadtarchiv/pp/Agentur ProfiPress

Im Altkreis Schleiden sah die kommunale Welt nicht weniger zersplittert aus. Dort waren es 71 kleinere und größere Gemeinden (inkl. der amtsfreien Gemeinde Dreiborn sowie der Städte Schleiden und Gemünd). Die Gemeinde Mechernich mit Roggendorf und Strempt war mit 6450 Einwohnern die zahlenmäßig Größte, aber ganze 36 Gemeinden im Altkreis Schleiden hatten weniger als 500 Einwohner.

Mit Haushaltsgenehmigungen und Restriktionen wurden die Gemeinderäte nach und nach gefügig gemacht. Ende 1966 gab es die ersten Vorschläge für eine Gebietsreform am Bleiberg – initiiert vom damaligen Kommerner Gemeindirektor Norbert Leduc, der Kommern über die damalige Kreisgrenze hinaus mit Mechernich fusionieren wollte.

Aus dieser Verbindung würde ein leistungsfähiges Gebilde entstehen, das mit 55 Quadratkilometern mehr als 11.500 Einwohner vielseitig strukturiert wäre. In seinem Kerngebiet könnte man mit 293 Einw./qkm den Beginn einer mittelstädtischen Verdichtung der Bevölkerung erkennen. Die Verkehrslage wäre außerordentlich günstig, auch überregional, so Leduc.

Die Gemeinderäte des Amtes Mechernich beschlossen in der Sitzung am 8.8.1968 die Auflösung ihrer einzelnen Gemeinden und bildeten eine Großgemeinde Mechernich. Hier unter anderem Bürgermeister Peter Giesen (r.) und der spätere Kämmerer und Stadtverwaltungsdirektor Richard Husch (l. stehend) bei der Unterschriftleistung. Foto: Stadtarchiv/pp/Agentur ProfiPress

Bereits vor Weihnachten 1966 wollten sich die Mechernicher und Kommerner Ratsherren zusammensetzen, um über eine „Heirat“ und die gemeinsame Zukunft nachzudenken. Als Erstes war geplant, ein gemeinsames Hallenschwimmbad zwischen Mechernich und Kommern zu bauen. Das Treffen wurde aber vor allem auf Druck der Mechernicher Christdemokraten wieder abgeblasen. Die Stimmung gegen ein gemeinsames Kommern-Mechernich kam von dort!

Mechernich ziert sich noch

Einige Mechernicher Politiker misstrauten dem vor Ideen und Initiativen nahezu sprühenden Kommerner Verwaltungschef Norbert Leduc. Sie fürchteten seine Dominanz und die Vormachtstellung eines Kommerner Gemeinderates, mit dem Leduc zusammen so erstaunliche Dinge wie die Gründung der Trabantensiedlung Kommern-Süd sowie die Ansiedlung des Rheinischen Freilichtmuseums und des Hochwildschutzparks Rheinland zu Wege gebracht hatte.

Selbstbewusst trumpfte der Mechernicher Bürgermeister Peter Giesen im Dezember 1967 im Interview in der „Kölnischen Rundschau“ auf: „Mechernich bietet sich als Braut für viele benachbarte Freier an.“ Die Großgemeinde habe bald alle Voraussetzungen für 30.000 Einwohner, so Giesen: „Wir gehen nicht als Bettler übers Land!“

Mechernich war zu Bergwerkszeiten – und die waren noch nicht lange her – der mit Abstand größte Wirtschaftsmotor der ganzen Region, wurde aber vom Schleidener Kreistag stets stiefmütterlich behandelt. Mitunter schien es, als rümpfte man damals in den bürgerlich-agrarwirtschaftlich dominierten Südkreiskommunen die Nase über das Bergarbeiterdorf am Rand. Besonders in den dominierenden Städten Schleiden und Gemünd herrschte wenig Sympathie für Mechernich.

Bei der Erinnerung an die Erste Kommunale Neugliederung im Jahre 2019 (v.l.): Ehrengäste Ex-Oberkreisdirektor Dr. Karl-Heinz Decker sowie die Altbürgermeister Heinz Kehmeier und Peter Wassong. Foto: Archiv Agentur ProfiPress

Peter Giesen sagte der „Kölnischen Rundschau“ 1967: „Der Kreis Schleiden muss sich genau überlegen, was er mit Mechernich künftig anstellt, sonst droht ein Volksentscheid, der uns in den Kreis Euskirchen eingliedern würde. Die maßgeblichen Stellen sollen sich etwas einfallen lassen und nicht wieder so mit Mechernich umspringen, sonst hat das letzte Stündchen für den Kreis Schleiden geschlagen.“

Hintergrund dieser drastischen Ausführungen, die sich in Punkto Aus für den Kreis Schleiden bewahrheiten sollten, waren Überlegungen auf Kreisebene, das Kreiskrankenhaus von Mechernich in einen Neubau nach Kall zu verlegen. Zu der Zeit saß kein einziger Mechernicher Kreistagsabgeordneter im Krankenhausausschuss, wie Chefarzt Dr. Geyer öffentlich kritisierte.

Die Mechernicher Bestrebungen, den Kreis zu wechseln, blieben nicht ohne Folgen. Im Schleidener Kreishaus schrillten die Alarmglocken. „Der Kreis Schleiden steht und fällt damit, ob Mechernich bleibt oder nicht“, sagte Oberkreisdirektor Dr. Mertens der „Kölnischen Rundschau“ im Oktober 1967. Und, immerhin zu diesem Zugeständnis an das „Bergarbeiterdorf“ war er bereit: Der Kreis Schleiden könne auf das Mechernicher Industriegebiet nicht verzichten.

Volksschule, (heute Grundschule) Kommern, Grundsteinlegung am 17.3.1961, mit (v.l) Gemeindevertreter Hans Winter, Pfarrer Karl Schäfer, Gemeindedirektor Norbert Leduc und Bürgermeister Toni Bauer. Foto: Otto Becker/Stadtarchiv/pp/Agentur ProfiPress

Zu der Zeit machten sich aber auch andere Randgemeinden des Amtes Mechernich Gedanken über ihre künftige Zugehörigkeit. In der Gemeinde Weyer mit Weyer, Eiserfey, Kallmuth, Vollem, Urfey und Kallmuth begann eine Debatte um einen Austritt aus dem Amt Zingsheim und einen Beitritt zu Mechernich.

In Mechernich ging die Umwandlung des Amtes Mechernich in diese neue Großgemeinde am 9. August 1968 einer Viertelstunde über die Bühne. Die Vertreter der vormals amtsangehörigen Gemeinden Mechernich, Harzheim, Holzheim, Breitenbenden und Vussem-Bergheim beschlossen die Auflösung des Amtes und im Rahmen eines Gebietsänderungsvertrages ihren Zusammenschluss zur Großgemeinde Mechernich.

Der „Wilde Westen“ schließt sich an

Nachdem endgültig feststand, dass im Nordwesten von Mechernich auch das Amt Hergarten aufgelöst werden sollte, schlossen sich die Gemeinden Bleibuir, Glehn, Hostel, Berg, Floisdorf und Eicks ebenfalls der neuen Großgemeinde an. Damit war die Neuordnung um Mechernich herum – zunächst nur auf dem Gebiet des Altkreises Schleiden – vollzogen.

Wesentlich schwieriger und medienwirksamer gestaltete sich im Altkreis Euskirchen die Auflösung des Amtes Satzvey-Wachendorf-Enzen. Auf der einen Seite stand die amtsfreie Gemeinde Kommern mit Bürgermeister Toni Bauer und Gemeindedirektor Norbert Leduc. Auf der anderen Seite das Amt Satzvey mit Amtsbürgermeister Carl Bolten aus Enzen und Amtsdirektor Peter Jäntgen.

Norbert Leducs (4.v.r. stehend) legendärer Gemeinderat Kommern (später Veytal), der so epochale Dinge wie Freilichtmuseum, Hochwildpark Rheinland, Kommern-Süd, Landesgartenschau und Gewerbegebiet Obergartzem an Land zog bzw. realisierte. Bei der Vergabe des Gemeindedirektorpostens 1972 der erweiterten Zivilgemeinde Mechernich zog Norbert Leduc gegen Helmut Rosen den Kürzeren. Foto: Stadtarchiv Mechernich/pp/Agentur ProfiPress

Die Kommerner machten keinen Hehl aus ihrer Präferenz für eine kreisübergreifende Großgemeinde Mechernich-Kommern. Doch sollten die Kreisgrenzen vorerst Tabu sein, deshalb forderten die Kommerner bei einem Zusammenschluss mit dem benachbarten Amt Satzvey den Verwaltungssitz für sich. In Satzvey sah man es genau andersrum.

Dr. Hans-Peter Schick in seinem historischen Abriss: „Der Plan blieb bei der Kreisverwaltung in der Schublade liegen – möglicherweise nicht ohne Absicht. Oberkreisdirektor und Innenministerium hatten das Schicksal des Amtes Satzvey-Wachendorf-Enzen nämlich längst besiegelt.“

Die Begründung war nicht ganz von der Hand zu weisen: Denn der angestrebten Großgemeinde fehlte das Zentrum. Satzvey war kein Zentrum, dafür fehlten Einwohner und Infrastruktur. Ende 1967 hatte der Ort nur 740 und die Gemeinde Satzvey-Firmenich ganze 1275 Einwohner. Demgegenüber stand Kommern mit einem echten Zentrum und 3352 Einwohnern.

„Aus“ für die Großgemeinde Satzvey

Zu der Zeit rächte sich, dass die Gemeinde Satzvey zwar relativ schuldenfrei war, aber man hatte es – die landwirtschaftliche Prägung stets im Blickfeld – in der Vergangenheit versäumt, größere Wohngebiete auszuweisen. In einer Amtsvertretersitzung in Satzvey am 2.12.1967, in der OKD Dr. Disse und Kreisrechtsassessor Dr. Karl-Heinz Decker mit angereisten Regierungsvertretern das Aus für die Großgemeinde Satzvey verkündeten, ging es hoch her.

Letztendlich beschloss der NRW-Landtag auf der Grundlage des Disse-Planes zum 1.7.1969 die Bildung von sechs Großgemeinden im Altkreis Euskirchen. Kommern, Schwerfen, Firmenich-Obergartzem, Satzvey, Antweiler, Lessenich, Wachendorf und Weiler wurden zur Gemeinde Veytal mit Verwaltungssitz in Kommern verbunden.

Der letzte Akt im Neugliederungsgescharre wurde genau drei Jahre später im Rahmen des Aachen-Gesetzes mit der Auflösung des Kreises Schleiden und des Regierungsbezirks Aachen zum 1.1.1972 vollzogen. Nun wurden die Gemeinden Veytal und Mechernich zur neuen Gemeinde Mechernich mit Verwaltungssitz in Mechernich fusioniert.

Der letzte Schleidener Kreistag unter Vorsitz von Landrat Peter Milz beschließt seine Selbstauflösung. Foto: Kreisbildstelle Euskirchen/pp/Agentur ProfiPress

Gleichzeitig kam Schwerfen von Veytal zur Stadt Zülpich und Kalenberg wurde von der Gemeinde Kall nach Mechernich eingemeindet. Weitere drei Jahre später bekam die neue Gemeinde Mechernich die Stadtrechte verliehen.

Damit waren innerhalb von sechs Jahren die ehemaligen Randgemeinden Kommern und Mechernich der Altkreise Euskirchen und Schleiden zur zweitgrößten Kommune mit den Funktionen eines Mittelzentrums in der Mitte des neugebildeten Kreises Euskirchens aufgestiegen – und damit nach der Kreisstadt zur unbestrittenen „Nummer Zwei“ in der Region.

Dr. Hans-Peter Schick: „Die Kreisneugliederung lief nicht weniger strittig ab wie die Gemeindeneuordnung. Es gab mehrere Vorschläge und Gutachten. In den Köpfen vieler Südkreisbewohner hat sich das Modell »Eifelkreis Schleiden-Monschau« lange gehalten. Durch kam das Rietdorf-Gutachten, das aus Schleiden und Euskirchen eine Gebietskörperschaft machte. Zu Grunde lag die Hoffnung, dass es ökonomisch bergauf ginge, wenn man je einen »armen« Eifelkreis einem wirtschaftlich gesunden zuschlage, also Monschau zu Aachen und Schleiden zu Euskirchen.“

„Die Rechnung ging nur teilweise auf“, resümiert der Mechernicher Verwaltungschef: „Denn der am dichtesten besiedelte, wirtschaftlich besonders starke Norden des Altkreises Euskirchen, die heutige Erftstadt, wurde 1975 im Rahmen der Kreisreform gemäß § 26 Köln-Gesetz unter der Bezeichnung »Erftkreis« aus den ehemaligen Kreisen Bergheim (Erft) und Köln-Land plus Erftstadt neu gebildet.“

Was am Beispiel Wuppertal verpasst wurde…

Schleiden verlor die Stadt Heimbach und die Gemeinden Hergarten und Vlatten an den Kreis Düren sowie Einruhr an den Kreis Aachen. Rest-Euskirchen und Rest-Schleiden wurden zum heutigen Kreis Euskirchen zwangsfusioniert. Die Erftstädter waren drei Jahre später froh, diesem neuen Kreis nicht mehr anzugehören. Das Wort „Habenichste“ machte die Runde.

Dr. Hans-Peter Schick: „50 Jahre später fragt man sich: »Wozu die ganze Aufregung?« Über die Jahrhunderte gesehen kam 1969 und 1972 zumindest am Bleiberg zusammen, was sowie so schon immer zusammengehört hatte. Bergbau und Landwirtschaft prägten die Räume Mechernich und Kommern. Heute muss man sich sogar fragen, was die Folgen gewesen wären, wenn die beiden Zentralorte schon zur wirtschaftlichen Blütezeit im 19. Jahrhundert zusammengefunden hätten?“

Landrat Dr. Rudi Blaß (v.r.) vereidigt nach der Kommunalen Neugliederung 1972 seine Vize-Landräte Peter Milz (Schleiden), Heinz Küpper (Erftstadt) und Dr. Armin Haas (Schleiden). Foto: Kreisbildstelle Euskirchen/pp/Agentur ProfiPress

Das Tal der Wupper sei ein eindrucksvolles Beispiel dafür, was geschehen kann, wenn ein Wirtschaftsraum auch kommunalpolitisch zusammenfindet. Die territoriale Aufsplitterung des Bleiberggebietes sei ein wesentlicher Grund für das Ausbleiben des wirtschaftlichen Durchbruchs während mehrerer Jahrhunderte, so Dr. Schick.

Dieser historische Fatalismus – und das sei das unbedingt Entscheidende – habe vor 50 Jahren mit der Kommunalen Neugliederung den Anfang seines Endes genommen. Der Bürgermeister: „Wäre es hundert Jahre früher zu diesem städtischen Gemeinwesen in unserer Region gekommen, um wieviel anders würde das Gesicht dieser Kommune heute aussehen?“

pp/Agentur ProfiPress