Rotkreuzler stellen Riesen-Kreuz

63 Rotkreuz-Mitglieder fuhren nach Berlin – Auftakt zum Jubiläumsjahr – Euskirchener stellen eine der größten Gruppen – „Roter Block“ aus der Eifel zeigt Zusammenhalt 

Rund 1.800 Engagierte aus ganz Deutschland haben heute ein riesiges rotes Kreuz vor dem Brandenburger Tor in Berlin geformt. Die Aktion war der Startschuss für das Jubiläumsjahr 2013, in dem das Rote Kreuz seinen 150. Geburtstag begeht. Foto: DRK/pp/Agentur ProfiPress

Kreis Euskirchen – Im Februar 1863 wurde in Genf das Internationale Rote Kreuz gegründet. Nur wenig später, im November 1863, wurde der „Württembergische Sanitätsverein“, der Vorgänger des Deutschen Roten Kreuzes, ins Leben gerufen. Das 150-jährige Jubiläum feiert das Rote Kreuz mit zahlreichen Aktionen. Nun machten sich 63 Rotkreuzler aus dem Kreis Euskirchen mit einem Reisebus auf den Weg nach Berlin, um dort am Startschuss für das Jubiläumsjahr mitzuwirken.

Auf dem Pariser Platz vor dem Brandenburger Tor trafen sich rund 1500 Engagierte der Hilfsorganisation, um ein riesiges rotes Kreuz zu bilden. Zahlreiche Journalisten hielten diese ungewöhnliche Aktion in Bildern fest. Auch Dr. Rudolf Seiters, Präsident des Roten Kreuzes, und der Berliner Innensenator Frank Henkel unterstützten die Aktion vor Ort. Prominente Botschafterinnen wie Jette Joop und Jeanette Biedermann waren ebenfalls mit von der Partie. Ursprünglich sei die Aktion nur auf Rotkreuzler aus Berlin und Brandenburg beschränkt gewesen, so Rolf Zimmermann, der die Eifeler Delegation gemeinsam mit Bianca Züll begleitete. Schließlich aber sei das gesamte Rote Kreuz aufgerufen worden.

„Wir stellen die größte Gruppe, die nicht aus Berlin oder Brandenburg kommt“, berichtete Zimmermann nicht ohne Stolz. In Euskirchen hatte Daniel Hermanns das Lager geöffnet und die Rotkreuzler mit einheitlichen Jacken eingekleidet. „Als roter Block“, sagte Zimmermann, wolle man in Berlin auftreten. „Das hat schone eine Aussage. Damit wir mal zeigen, aus welchem Teil des Landes ein Zusammenhalt im Roten Kreuz kommt.“ Am Brandenburger Tor erhielten die Rotkreuzler noch einmal Sweatshirts und Kappen, um auf dem Foto ein einheitliches Bild zu präsentieren. Ursprünglich habe man mit 20 bis 30 Rotkreuz-Helfern aus dem Kreis Euskirchen gerechnet, so Zimmermann. Schließlich aber meldeten sich über 60 Personen an, vor allem aus dem Jugendrotkreuz. Auf dem Programm des Berlin-Besuchs stand bei den Eifelern auch der Besuch des dortigen Rotkreuz-Museums und des „Friedenstisches“ in Form des roten Kreuzes im Rotkreuz-Generalsekretariat. Aus Anlass des Jubiläums wird es auch im Kreis Euskirchen im Laufe des Jahres Aktionen geben, kündigte Zimmermann an. 

pp/Agentur ProfiPress