Riesiges Potenzial an Kreativität

Riesiges Potenzial an Kreativität
Neue Ausstellung in der Mechernicher Rathaus-Galerie: Der Schützendorfer Maler und Bildhauer Günter Preuss stellt seine Werke aus – Bilder werden mit unterschiedlichen Materialien bearbeitet – Bürgermeister Dr. Hans-Peter Schick: “…den Staub von der Seele wischen.”
Mechernich – “Die Schönheit der Dinge lebt in der Seele dessen, der sie betrachtet”, zitierte die freie Journalistin Vera Junker bei der Vernissage der neuen Ausstellung in der Rathaus-Galerie den schottischen Philosophen David Hume. Gezeigt werden im Herzen Mechernichs in den kommenden Wochen die Werke des Schützendorfer Malers und Bildhauers Günter Preuss. Über den Künstler, der 1948 in Köln geboren wurde, schrieb die Journalistin Elvira Hilgers anschließend in der Kölnischen Rundschau: “Preuss gibt dem Betrachter den Freiraum, Gedanken, Flächen, Strukturen und Materialien auf sich wirken zu lassen.” Den für ihn so typischen “Material-Mix” hat der Künstler auch etwa auf Bildern verwendet, bei denen ihm Computeranimationen als Grundlage dienten.
Vera Junker berichtete in ihrer Einführung zur Ausstellung, sie habe erst lernen müssen, Kunst zu “erkennen”. Erst die Begegnung mit Günter Preuss habe sie gelehrt, das “Zusammenspiel von Formen, Farben, Darstellung und Interpretation” zu reflektieren. Im Kölner Stadtanzeiger griff Claudia Hoffmann Junkers Empfehlung für alle, denen es ähnlich geht, auf: “Sie brauchen ein wenig Zeit, Offenheit gegenüber Neuem und die Bereitschaft, sich auf eine Spurensuche einzulassen.” In Preuss‘ Fall umso mehr, da keines der Bilder betitelt ist. Das nämlich, so Junker, “würde die eigene Kreativität begrenzen und eine unterschwellige Intention vorgeben. Allerdings integriere der Künstler “filigrane Symbole und Zeichen” in seine Werke. Die ausgestellte Stehle etwa lasse, in abstrahierter Form, die Wappen der Stadt Mechernich und ihrer französischen Partnerstadt Nyons erahnen.
Für Bürgermeister Dr. Hans-Peter Schick sind die Werke von Günter Preuss auch eine Möglichkeit, Abstand vom Alltag zu gewinnen und so “Staub von der Seele zu wischen”, wie er es in seiner Begrüßung formulierte. Der Bürgermeister freute sich auch über die Aussage von Franz Kruse, dem Initiator und Kurator der Galerie im Rathaus: “Es gibt ein riesiges Potenzial an Kreativität in unserer Stadt”, sagte der und verriet, dass auf die zahlreich erschienenen Kunstfreunde noch einige interessante Ausstellungen warten. Nicht nur für 2012, auch für das Jahr 2013 habe er bereits Mechernicher Künstler verpflichten können.
pp/Agentur ProfiPress

Manfred Lang

16.12.2011