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Regenwasserkanal am Kirchberg wird erweitert

Straße in Kommern muss für zirka sechs bis acht Wochen gesperrt werden – Bezirksregierung fordert die Sanierung von Kanälen ein

Mechernich-Kommern – Nach Karneval beginnen in der Straße Kirchberg in Kommern Arbeiten am Regenwasserkanal. Im Zuge der zirka sechs- bis achtwöchigen Arbeiten muss die Kanalhaltung erweitert werden.

„Das von oben kommende Wasser ist manchmal zu viel“, erklärt Mario Dittmann, zuständiger Teamleiter bei der Stadt Mechernich. In der Vergangenheit schoss bei starkem Regen das Wasser den steilen Kirchberg hinunter, ohne dass der Kanal die Mengen hätte auffangen können. Künftig sollen die anfallenden Regenmengen besser unterirdisch über das Trennsystem direkt in Vorfluter geleitet werden. Im unteren gepflasterten Teil des Kirchbergs muss zudem an drei Stellen der Schmutzwasserkanal saniert werden.

Im unteren gepflasterten Teil des Kirchbergs müssen Reparaturen am Kanal durchgeführt werden. Foto: Renate Hotse/pp/Agentur ProfiPress
Im unteren gepflasterten Teil des Kirchbergs müssen Reparaturen am Kanal durchgeführt werden. Foto: Renate Hotse/pp/Agentur ProfiPress

Die Arbeiten können nur bei einer Vollsperrung der Straße durchgeführt werden. „Die Anlieger und Ortsvorsteher Johannes Ley sind bereits informiert worden“, sagt Fachbereichsleiter Helmut Schmitz.

Bei den Kanalarbeiten im Kirchberg handelt es sich um eine der ersten Maßnahmen im Rahmen des überarbeiteten Abwasserbeseitigungskonzeptes der Stadt Mechernich. Um Geld zu sparen, erschien es sowohl den Politikern als auch der Verwaltung zunächst sinnvoller, Kanalsanierungen im Zuge von fälligen Straßenbaumaßnahmen durchzuführen. Das wurde aber seitens der Bezirksregierung beanstandet. Sie hatte Ende des vergangenen Jahres die Stadt aufgefordert, mehr Kanalsanierungen, im Zweifel auch unabhängig vom Straßenbau, ins Abwasserbeseitigungskonzept für 2015 bis 2021aufzunehmen.

Das starke Gefälle des Kirchbergs in Kommern sorgt dafür, dass Regenwasser mit hoher Geschwindigkeit hinunterschießt. Das macht eine Erweiterung am Kanal erforderlich, wie Mario Dittmann (l.) und Helmut Schmitz erläutern. Foto: Renate Hotse/pp/Agentur ProfiPress
Das starke Gefälle des Kirchbergs in Kommern sorgt dafür, dass Regenwasser mit hoher Geschwindigkeit hinunterschießt. Das macht eine Erweiterung am Kanal erforderlich, wie Mario Dittmann (l.) und Helmut Schmitz erläutern. Foto: Renate Hotse/pp/Agentur ProfiPress

Um seitens der Bezirksregierung die Genehmigung für das Konzept zu erhalten, mussten nun möglichst schnell Kanalsanierungen geplant und aufgenommen werden. Die Genehmigung ist nämlich Voraussetzung dafür, dass für Maßnahmen im Stadtgebiet Fördermittel genehmigt werden. Zurzeit werden die Kosten aller notwendigen Sanierungsmaßnahmen ermittelt. Die Betriebsleitung der Stadtwerke hat deshalb vorerst zusätzlich pauschal drei Millionen Euro in den Entwurf des Wirtschaftsplans 2016 eingestellt, in den Folgejahren sind jeweils zwei Millionen Euro veranschlagt.

pp/Agentur ProfiPress