Aktuelles

Rausch der Düfte und Farben

Rausch der Düfte und Farben
Am Sonntag war 20. Blumen- und Kleintiermarkt in Kommern – So manch einer “hatte einen Vogel” – Hühnerhändler bleiben weg
Mechernich-Kommern – Der Blumen- und Kleintiermarkt in Kommern erwies sich am Sonntag als Publikumsmagnet. Zum 20. Mal fand dieser farben- und duftreiche Markt statt. Bereits zum Auftakt gegen 11 Uhr war er bestens besucht. “In diesem Jahr stehen 68 Stände mit den unterschiedlichsten Angeboten für die Besucher bereit”, freute sich Organisatorin Helga Weiermann.
Neben Verkaufsständen warteten auch Tauschbörsen auf Interessenten. Die professionellen Anbieter waren zahlreich vertreten, aber auch viele Privatverkäufer gesellten sich dazu. So hatte etwa Kakteenzüchter Hans Thiebach, der über 800 verschiedene Kakteenarten in seinem Haus züchtet, gemeinsam mit seiner Frau Monika in den vergangenen Tagen und Wochen aufgeräumt.
Viele Kakteen waren ihm im wahrsten Sinne des Wortes über den Kopf gewachsen, so dass er die Pflanzen zum ersten Mal auf einem Markt zum Verkauf anbot, wie Thiebach betonte.
Auch ein gut behüteter Mann fiel auf: Auf seinem Sticker am Revers stand: “Ich habe einen Vogel, Du auch?” Nachdem die Gäste den Stand diese Vogelmannes namens Ulrich Wiskirchen aus Mechernich besucht hatten, hatten manche von ihnen auch einen: Wahlweise gab es bei ihm Wellensittiche oder auch sämtliche Arten von Kanarienvögeln zu kaufen. Zudem bot Wiskirchen nostalgische Käfige an, die an die Vogelfängerausrüstung des berühmten Mannes aus Mozarts “Zauberflöte” erinnerten.
Eifel-Touristikfachfrau Uschi Regh, die privat über den Blumen- und Kleintiermarkt bummelte, war ganz begeistert von der Veranstaltung: “Hier gibt es wirklich immer wieder etwas Neues zu sehen, der Markt ist ein echter Geheimtipp und einfach wunderschön.”
Zu den blühenden Angeboten gesellten sich Metallskulpturen, Körbe, Pflanztöpfe und Gartenmöbel. Ein Stand mit auserlesenen Nougatsorten, ein anderer mit Senf in den unterschiedlichsten Geschmacksvarianten, einer mit Spezialitäten aus der Partnerstadt Nyons und viele weitere Stände mehr rundeten das Angebot auf dem Markt der Sinne und schönen Dinge ab.
Eine Veränderung bemerkte Helga Weiermann: Hühner-Händler zogen sich in den vergangenen Jahren vom Blumen- und Kleintiermarkt ganz zurück. Gründe seien die Vogelgrippe und der fehlende Nachwuchs: Immer weniger Menschen züchten und halten Eier legende Zweibeiner.
Gudrun Klinkhammer/pp/Agentur ProfiPress

Manfred Lang

25.06.2007