Neue Ortsvorsteherin für Satzvey

Heike Waßenhoven löst Hans Sofka nach 14 Jahren ab

Mechernich-Satzvey – Heike Waßenhoven ist die neue Ortsvorsteherin in Satzvey. Sie löst Hans Sofka ab, der seit Juli 2001 Ansprechpartner der Bürger in Satzvey war. Im Mechernicher Rathaus dankte Bürgermeister Dr. Hans-Peter Schick ihm jetzt im Namen von Rat und Verwaltung für seinen langjährigen Einsatz und vereidigte seine Nachfolgerin. Außerdem überreichte er ihr die Ernennungsurkunde zur Ehrenbeamtin.

„Man sollte nicht versuchen, es allen recht zu machen“, gaben ihr unisono der Bürgermeister und ihr Vorgänger mit auf den Weg. Beide bereiteten sie auf den „Spagat“ vor, den Ortsvorstehern oft abverlangt werde, wenn es darum gehe, den Ausgleich zwischen den Ansprüchen der Bürger und der Realität zu schaffen. „Man muss eine Linie haben und darf ruhig Ecken und Kanten zeigen“, ergänzte Schick das „nicht immer einfache“ Profil des Ehrenbeamten. „Sie haben es sich nicht leicht gemacht“, würdigte er Hans Sofkas 14-jähriges Engagement.

Heike Waßenhoven (Mitte) löst als neue Ortsvorsteherin von Satzvey ihren langjährigen Vorgänger Hans Sofka (2.v.l.) ab. Den Amtswechsel vollzogen sie jetzt im Beisein von Bürgermeister Dr. Hans-Peter Schick (2.v.r.), Manuela Holtmeier, Teamleiterin Politik (r.) und Kämmerer Ralf Claßen (l.). Foto: Renate Hotse/pp/Agentur ProfiPress
Heike Waßenhoven (Mitte) löst als neue Ortsvorsteherin von Satzvey ihren langjährigen Vorgänger Hans Sofka (2.v.l.) ab. Den Amtswechsel vollzogen sie jetzt im Beisein von Bürgermeister Dr. Hans-Peter Schick (2.v.r.), Manuela Holtmeier, Teamleiterin Politik (r.) und Kämmerer Ralf Claßen (l.). Foto: Renate Hotse/pp/Agentur ProfiPress

Hans Sofka gehört seit 2009 dem Rat der Stadt Mechernich an. Seit fast 60 Jahren ist er aktiver Sänger im Männergesangverein Satzvey-Firmenich. Auf mehr als sechs Jahrzehnte Vereinszugehörigkeit, davon 37 Jahre Vorstandsarbeit in verschiedenen Funktionen, kann er allein im Fußball zurückblicken. Auch als Schiri stand er oft auf dem Platz.

Geboren wurde Hans Sofka im Jahre 1937 als mittleres von fünf Kindern im Sudetenland (Mähren) nahe Wien. Der Vater wurde gegen Ende des Zweiten Weltkrieges auf der Firmenicher Bleibach-Brücke von amerikanischen Besatzern gefangen genommen. Im Planwagen gelangte die Familie zunächst bis zum niederösterreichischen Benediktinerkloster Stift Melk, später im Güterwagen nach Hessen. Im Rundfunk erfuhr man über einen Vermisstenaufruf des Deutschen Roten Kreuzes vom Aufenthaltsort des Vaters. Erneut machte sich die Mutter gemeinsam mit den Kindern auf die Reise, nach vielen Wirrungen fand die Familie endlich wieder zusammen und kam im zerbombten Satzveyer Bahnhof unter. Später baute Hans Sofkas Vater der Familie in Satzvey ein eigenes Haus.

Hans Sofka ist Vater von vier erwachsenen Kindern und war nach mehreren beruflichen Stationen bis zu seinem Ruhestand in der Tiefbauabteilung der Kreisverwaltung beschäftigt.

Auch seine Nachfolgerin, die gelernte Friseurin Heike Waßenhoven engagiert sich auf breiter Ebene, so unter anderem im Vereinskartell und im Seniorenklub. Als sachkundige Bürgerin gehört Heike Waßenhoven dem Stadtentwicklungsausschuss sowie dem Ausschuss für Bildung, Kultur und Soziales an.

pp/Agentur ProfiPress