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Ministerin in Mechernich

Lob von NRW-Familienministerin Ute Schäfer für Inklusion im städtischen Mechernicher Awo-Kindergarten Eicks

NRW-Familienministerin Ute Schäfer (l.) mit der Awo-Bezirksvorsitzenden Helga Kühn-Mengel in Mechernich-Eicks. Foto: Franz Küpper/KR/pp/Agentur ProfiPress

Mechernich-Eicks – „Eickser Kindergarten als vorbildlich gelobt“ titelt Joachim Sprothen heute im „Kölner Stadt-Anzeiger“ über einen Besucher von NRW-Familienministerin Ute Schäfer im städtischen Mechernicher Kindergarten Eicks der Arbeiterwohlfahrt. „Auf dem Weg der Inklusion“ schreibt Franz Küpper in der „Kölnischen Rundschau“.

„Annika Nöthen aus Eicks hat eine echte Ministerin getroffen. Und zwar NRW-Familienministerin Ute Schäfer. Die hat gestern mit der Vorsitzenden des AWO-Regionalverbands Rhein-Erft und Euskirchen, Helga Kühn-Mengel, die „Bruchbachstrolche“ der AWO-Kindertagesstätte besucht“, schreibt Küpper weiter.

„Die kleinen Stöpsel räumten freimütig ein, dass sie von den Aufgaben einer Ministerin nicht die geringste Ahnung haben. Ihnen brannte die Frage weit mehr auf den Nägeln, ob das Mittagessen mit oder ohne Butterbrot besser schmeckt. Aus Sicht von Annika, Leonie und Co. hatte der Besuch von Landesministerin Ute Schäfer in ihrer Kindertagesstätte in Eicks nur einen Vorteil: Sie kamen um das Mittagsschläfchen herum. Denn in dem dafür vorgesehenen Raum hatten sich die Familienministerin, Kita-Leiterin Ellen Honerath, die Bundestagskandidatin und Vorsitzende des Awo-Regionalverbands Rhein-Erft & Euskirchen, Helga Kühn-Mengel, die für Inklusion zuständige Awo-Fachkraft Elke Baum und Mechernicher Politiker auf die viel zu kleinen Stühlchen gesetzt“, schreibt Joachim Sprothen.

Seit einem Jahr arbeitet der städtische Mechernicher AWO-Kindergarten Eicks mit 17 Kindern ohne Behinderung und zwei Kindern mit Behinderung. Baulich verändert werden musste dafür nichts, so Ellen Honerath. Und doch kamen durch die Umsetzung des Inklusions-Konzepts Veränderungen auf sie und ihre beiden Kolleginnen zu. „Mehr Personalstunden und die Möglichkeit, sich nochmals intensiver fortbilden zu können“, sagte Honerath im Interview mit Franz Küpper.

Im Schlafraum der Einrichtung am „Maternusberg“ berichteten Honerath und Kühn-Mengel der Ministerin, dass „man in einem kleinen Ort, in einer kleinen Einrichtung viel erreichen kann.“ Honerath berichtete von ihrer Zusatzausbildung zur Fachkraft U3, dem „Marte Meo“-Zertifikat und der Zusatzqualifikation zum Thema „Inklusion durch Bildung“, die sie derzeit beim AWO-Bundesverband absolviert.

„Denise Röttgen, die zweite pädagogische Fachkraft, bildet sich derzeit zum Thema »Sprache und Integration« weiter“, so Franz Küpper: Einmal pro Woche komme Hildegard Orlandi für eine Stunde als Fachkraft für Inklusion in die Einrichtung. „Sie berät die Kitas vor Ort“, so Baum. Orlandi ist Erzieherin, Heilpädagogin und hat eine therapeutische Ausbildung als Motopädin. 56 Kinder mit besonderem Betreuungsbedarf im Regionalverband habe sich Orlandi genauer angeschaut, davon 26 in Mechernich und zwei in Hellenthal. „Sie beobachtet das Kind und berät die Teams, nimmt an Erstgesprächen mit Eltern teil, führt Abstimmungsgespräche mit dem Kreis-Jugendamt und gibt je nach Bedarf zum Beispiel Hilfe bei der Antragstellung“, so Baum zur „Kölnischen Rundschau“.

Derartige Besuche mache sie häufig, erklärte Ministerin Schäfer laut „Kölner Stadt-Anzeiger“. Dass es sich um einen Awo-Kindergarten handelt, der in den Zuständigkeitsbereich von Kühn-Mengel fällt, dürfe allerdings auch eine Rolle gespielt haben, so Joachim Sprothen. Entscheidend sei aber gewesen, so Schäfer, dass es sich um einen eingruppigen Dorfkindergarten handele, der zwei Kinder mit Behinderung betreue. Die 19 Kinder, die die Eickser Kita besuchen, seien zwischen drei und sechs Jahre alt. Der Anspruch auf U-3-Betreuung sei dort kein Problem. „Dafür hatten wir zu wenig Anmeldungen“, sagte Ellen Honerath dem „Kölner Stadt-Anzeiger“.

Die in Eicks geleistete Arbeit nannte die Ministerin „vorbildlich“. Zwei der dort betreuten Kinder hätten Defizite im sprachlichen und motorischen Bereich und besonderen Förderbedarf. Ihre Eltern müssten aber nicht jeden Morgen etwa zum integrativen Kindergarten nach Kommern fahren, wo ständig eine Fachkraft vor Ort ist, sondern könnten ihre Sprösslinge zur Kita in Eicks bringen.

Ministerin Schäfer: „Jedes Kind individuell zu begleiten, ist genau das Richtige.“ Die frühen Kindsjahre seien der wichtigste Zeitraum für die Förderung. „Wenn das Kind einen guten Start erwischt, kann es eine gute Bildungsbiografie erreichen. Wir wollen, dass jedes Kind nach seinen Bedürfnissen die beste Förderung erhält.“

pp/Agentur ProfiPress