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Mechernich übernimmt St. Antonius-Krankenhaus

Trägerwechsel sichert den Fortbestand des Schleidener Krankenhauses – Symbolische Schlüsselübergabe in der Schlosskirche

Einen symbolischen Riesenschlüssel übergab CTW-Geschäftsführer Bernd Koch an Josef Reidt (l.), Vorsitzender des Verwaltungsrates der Kreiskrankenhaus Mechernich GmbH. Foto: Renate Hotse/pp/Agentur ProfiPress

Mechernich/Schleiden – Im Gesundheitswesen weht ein rauer Wind, und den bekommt, wie viele kleinere Häuser, auch das St. Antonius-Krankenhaus Schleiden zu spüren. Am vergangenen Freitag vollzog sich eine für das Überleben des Schleidener Hospitals notwendige Kooperation: Die Kreiskrankenhaus Mechernich GmbH übernahm mit Wirkung zum 1. Januar 2014 die Mehrheit der Gesellschaftsanteile an der St. Antonius-Krankenhaus Schleiden gGmbH. Die symbolische Schlüsselübergabe fand im Anschluss eines Festgottesdienstes mit anschließenden Ansprachen in der Schleidener Schlosskirche statt.

Bereits 2004 hatte es schon einmal einen Trägerwechsel gegeben: Damals erhielt die Caritas Trägergesellschaft West (CTW) 51 Prozent an der neugegründeten St. Antonius-Krankenhaus Schleiden gGmbH, die Mechernicher 49 Prozent. Zuvor war die Kirchengemeinde St. Philippus und Jakobus mehr als 70 Jahre lang Träger des Schleidener Krankenhauses. „Es ging damals um die Zukunft des Krankenhauses. So wie heute auch“, sagte CTW-Geschäftsführer Bernd Koch vor Ärzten und Angestellten in der Schlosskirche.

Zehn Jahre später sei das Inkrafttreten des Krankenhausplanes 2015 vor gut einem halben Jahr der Impuls für den erneuten Trägerwechsel, so Koch: „Die Vorgaben sind insbesondere für kleinere Krankenhäuser schwierig zu erfüllen.“ Der jetzige Trägerwechsel sichere den langfristigen Bestand des Schleidener Krankenhauses, das Ende 2015 ein weiterer Standort des Kreiskrankenhauses Mechernich wird. Man bedaure zwar, die Mehrheitsanteile abzugeben, so Koch, doch: „Eine gesicherte Perspektive unter den aktuell gültigen Rahmenbedingungen ist nur durch den Zusammenschluss mit dem in der Nähe liegenden Kreiskrankenhaus Mechernich möglich.“ Im Anschluss an seine Ansprache überreichte Koch einen symbolischen Riesenschlüssel an Josef Reidt, Vorsitzender des Verwaltungsrates der Kreiskrankenhaus Mechernich GmbH, in Vertretung für den durch Krankheit verhinderten Geschäftsführer Dr. Hans Rossels.

Reidt führte aus, dass die Gesellschaft  nach dem Zusammenlegen der beiden Häuser rund 1.600 Beschäftigte habe und „damit auch eine erhebliche wirtschaftliche Bedeutung“. „Es kommt zusammen, was zusammengehört“, sagte Dr. Franz-Josef Zumbé, Vorsitzender der Kassenärztlichen Vereinigung Nordrhein. Den Festgottesdienst zelebrierte Pfarrer Philipp Cuck Seite an Seite mit Manfred von Holtum, Generalvikar des Bistums Aachen und stellvertretender Aufsichtsratsvorsitzender der CTW.

pp/Agentur ProfiPress