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Mechernichs Realschüler liefen für indisches Kinderheim – Heimleiter Pater Leo de Souza nahm die Spende der Klasse 6 b persönlich entgegen

Die Realschülerinnen Alena Hamacher (l.) und Nina Zädler (2.v.r.) übergaben im Beisein von Klassenlehrerin Ulrike Syndicus den Erlös des Sponsorenlaufs an Pater Leo de Souza, der vor über 30 Jahren ein Kinderheim in Indien gegründet hat und es heute noch leitet. Foto: Renate Hotse/pp/Agentur ProfiPress

Mechernich – Im Schulprogramm der Realschule im Feytal ist verankert, dass jede Klasse ein Patenkind aus einem Land der Dritten Welt unterstützt. Das dafür notwendige Geld wird auf einem Sponsorenlauf gesammelt. Dieser hat vor einigen Wochen oberhalb des Eifelstadions im Mechernicher Wald stattgefunden. Zuvor hatten alle Schüler sich Sponsoren im Verwandten- und Bekanntenkreis gesucht, die jeden gelaufenen Kilometer mit einem kleinen Betrag honorierten. Die meisten schafften die einen Kilometer lange Runde mindestens sechs Mal und bekamen dafür eine Urkunde, manche liefen sogar neun Kilometer. Auf diese Weise kam ein Betrag von 300 Euro zusammen.

Dieses Geld sollte auf Wunsch der Klasse 6 b dem indischen Kinderheim „Aloysian Boys Home” in Mangalore zu Gute kommen. Auch die katholische Kirchengemeinde St. Margaretha Vussem-Breitenbenden und die Dorfgemeinschaft Vussem unterstützen seit 30 Jahren diese von Jesuiten geleitete Einrichtung. Und da deren Gründer und Leiter, Pater Leo de Souza, zurzeit bei der Familie des Vussemer Ortsvorstehers Johannes Klinkhammer zu Besuch ist, hatten jetzt mit Alena Hamacher und Nina Zädler zwei Schülerinnen der 6 b die Gelegenheit, ihm die Spende sogar persönlich zu überreichen.

Dazu trafen sie sich mit Pater Leo, der vor drei Jahren seine Diamantene Priesterweihe in Vussem feierte, ihrer Lehrerin Ulrike Syndikus und den Eheleuten Anneliese und Johannes Klinkhammer im Garten der Familie des Ortsvorstehers. Mit ihr verbindet den indischen Priester, der Doktor der Biologie ist und acht Sprachen spricht, eine jahrzehntelange Freundschaft. In dem von ihm gegründeten Kinderheim leben zwischen 90 und 120 Kinder im Alter von fünf bis 17 Jahren gruppenweise unter der Obhut einer Hausmutter in kleinen Häusern. Pater Leo legt großen Wert auf die Lern-, Sport- und musische Förderung seiner Schützlinge bis hin zu einer beruflichen Ausbildung im Aloysian-Trainingsinstitut, die ihnen ein selbständiges Leben ermöglicht. Vor allem gilt dies für die Ausbildung von Mädchen aus ärmeren Familien, die kein Schulgeld zahlen müssen und kostenlos mit Mittagessen und Büchern versorgt werden.

pp/Agentur ProfiPress