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Krimis vor „abgedrehter“ Kulisse

Literaturfestival „Nordeifel -Mordeifel“ präsentierte unter anderem auch Mechernicher Büchermacher im Hangar auf der „Dahlemer Binz“ und im Käfig des Hochregallagers von „PAPSTAR“

Kall/Mechernich/Dahlem – Das alle zwei Jahre stattfindende Kriminallesefestival „Nordeifel – Mordeifel“ hat selten so geistreich „abgedrehte“ Lesungsorte zu bieten gehabt wie diesen Bücherherbst. Jetzt fand eine der Autorenlesungen mit Ralf Kramp, Dr. Stefan Barz und Guido M. Breuer im Bettenlager des Kreiskrankenhauses Mechernich statt, über das an dieser Stelle bereits berichtet wurde.

Der Andernacher Kriminalschriftsteller Andreas J. Schulte und der Mechernicher Autor, Redakteur und Diakon Manfred „Manni“ Lang lasen wenige Tage zuvor im Hochregallager der Firma PAPSTAR im benachbarten Kaller Gewerbegebiet.

Während sich Schulte als begnadeter Vorleser entpuppte, der spielend fünf Rollen in unterschiedlichen Stimmlagen simulieren kann, präsentierte Lang auf unnachahmlich komische Weise landestypische Kriminaldelikte wie Kirmesschlägerei, Fischdiebstahl, Wilderei und Holzklau. Unter dem Titel „Auf Tuchfühlung mit den Tätern und doch auf der sicheren Seite der Gitterstäbe“ berichtet die Mechernicher Agentur „ProfiPress“ auf dem „Storyteller“, der Webseite der Firma PAPSTAR.

Über 70 Zuschauer fanden sich im wunderbaren Ambiente eines Flugzeughangars auf der Dahlemer Binz ein, um unter anderem einem Fliegerkrimi von Manfred „Manni“ Lang über den Absturz eines unbemannten Sportflugzeugs zuzuhören. Die Inspiration gab der Absturz einer Piper Cadet im September 2015 bei Mechernich-Bergheim. Ungeahnte Aktualität erlangte der Fall durch den „Geisterflug der Cessna 551“ des Kölner Unternehmers Peter Griesemann vor wenigen Tagen. Foto: Melissa Brandt/pp/Agentur ProfiPress
Über 70 Zuschauer fanden sich im wunderbaren Ambiente eines Flugzeughangars auf der Dahlemer Binz ein, um unter anderem einem Fliegerkrimi von Manfred „Manni“ Lang über den Absturz eines unbemannten Sportflugzeugs zuzuhören. Die Inspiration gab der Absturz einer Piper Cadet im September 2015 bei Mechernich-Bergheim. Ungeahnte Aktualität erlangte der Fall durch den „Geisterflug der Cessna 551“ des Kölner Unternehmers Peter Griesemann vor wenigen Tagen. Foto: Melissa Brandt/pp/Agentur ProfiPress

Ein Mann, fünf Rollen

In dem Bericht heißt es: „Ob Kriminalautoren es immer mit der Wahrheit so genau nehmen, sei einmal dahingestellt. Sie deshalb gleich hinter Gitter zu bringen, ist gleichwohl eine drastische Maßnahme. Der bekannte Krimiautor Andreas J. Schulte aus Andernach und Lokalmatador Manfred Lang (»Manni kallt Platt«) jedenfalls landeten während des Krimifestivals »Nordeifel – Mordeifel« im Hochregallager der Firma PAPSTAR im Kaller Gewerbegebiet hinter Schloss und Riegel.

Dafür sorgten Bernd Born, Jana Schmitz und Lea Fuchs von der Marketing- und Public-Relations-Abteilung von PAPSTAR, die den wunderbaren Krimiabend im Hochregallager organisiert hatten (www.papstar-storyteller.de/nordeifel-mordeifel-1) und begleiteten – unter anderem mit Getränken, Gebäck und einer Überraschungstüte mit PAPSTAR-Produkten als Geschenk für jeden Gast.

Scheinbar in einem Käfig, eingesperrt zwischen zwei Gruppen von je 30 Zuhörern, waren die Autoren Andreas J. Schulte und Manfred Lang im Hochregallager der Kaller Firma PAPSTAR. Foto: Frank Schoepgens/ www.schoepgens.photos/pp/Agentur ProfiPress
Scheinbar in einem Käfig, eingesperrt zwischen zwei Gruppen von je 30 Zuhörern, waren die Autoren Andreas J. Schulte und Manfred Lang im Hochregallager der Kaller Firma PAPSTAR. Foto: Frank Schoepgens/ www.schoepgens.photos/pp/Agentur ProfiPress

60 Krimifans im »Hochregal«

Denn das Schönste war: Etwa 60 Krimifans waren zugelassen und konnten die im offenen Käfig eingesperrten Krimischreiber nach Herzenslust bestaunen – und ihren frei erfundenen, aber gut gemachten Erzählungen lauschen.

Dichterlesung im dichten Käfig; auf Tuchfühlung mit den Tätern und doch auf der sicheren Seite der Gitterstäbe. Das Publikum amüsierte sich prächtig, denn in den Mordsgeschichten des gelernten Radio- und Fernsehjournalisten Schulte geht es alles andere als trist und schaurig zu. Auch bei den Storys seines Redakteurs- und Buchautorenkollegen Manni Lang bleibt kein Auge trocken.

Andreas J. Schulte gibt seinen Zuhörern das Gefühl, live in einem Hörspiel zu stecken. Manni Lang hat es nicht so sehr mit Giftmord und Eifersuchtstotschlag, er präsentiert stattdessen mit einem Augenzwinkern landestypische Kavaliersdelikte wie Kirmesschlägerei, Fischdiebstahl, Wilderei und Holzklau.

Der Andernacher Kriminalschriftsteller Andreas J. Schulte entpuppte sich als begnadeter Vorleser, der spielend fünf Rollen in unterschiedlichen Stimmlagen simulieren kann. Foto: Frank Schoepgens/ www.schoepgens.photos/pp/Agentur ProfiPress
Der Andernacher Kriminalschriftsteller Andreas J. Schulte entpuppte sich als begnadeter Vorleser, der spielend fünf Rollen in unterschiedlichen Stimmlagen simulieren kann. Foto: Frank Schoepgens/ www.schoepgens.photos/pp/Agentur ProfiPress

Ganz nebenbei gewährte PAPSTAR beim Festival »Nordeifel – Mordeifel« Einblick ins Subterrain des atemberaubenden 40 Meter hohen Riesenkomplexes, in dem 27.008 Paletten voll mit Einmalartikeln gelagert und wie von Geisterhand sortiert, gestapelt und zu Lkw-Ladungen zusammensortiert werden. Kaum hatten die Autoren die letzte Buchseite zugeschlagen, erwachte das Hochregallager zu seiner betriebsamen Geschäftigkeit.“

Zur Bildergalerie von Fotograf Frank Schoepgens geht’s hier: www.papstar-storyteller.de/bildergalerien Andreas J. Schulte schrieb an Organisator Bernd Born: „Ich wollte mich auf diesem Weg noch einmal für den Lesungsabend im Hochregallager bedanken. Das war eine tolle Organisation mit viel Liebe und Herzblut und es hat wirklich großen Spaß gemacht, bei Euch zu lesen.“

Erwin Bungartz, der gebundene Vertreter des Dahlemer Bürgermeisters Jan Lembach, begrüßte über 70 Gäste und den Schriftsteller Herbert Pelzer, der erst im August seinen neuen Roman „Niemand“ im Hillesheimer KBV-Verlag aufgelegt hatte. Foto: Manfred Lang/pp/Agentur ProfiPress
Erwin Bungartz, der gebundene Vertreter des Dahlemer Bürgermeisters Jan Lembach, begrüßte über 70 Gäste und den Schriftsteller Herbert Pelzer, der erst im August seinen neuen Roman „Niemand“ im Hillesheimer KBV-Verlag aufgelegt hatte. Foto: Manfred Lang/pp/Agentur ProfiPress

Absturz ohne Pilot

Zwei Tage vor Kall hatten der Nörvenicher Buchautor Herbert Pelzer und der Mechernicher Journalist, Kolumnist und Büchermacher Manfred Lang im Rahmen von „Nordeifel – Mordeifel“ in einem Flugzeughangar der Dahlemer Binz vorgelesen. Hochaktuell war dabei ein von Lang nach einem Flugzeugabsturz ohne Pilot bei Mechernich-Bergheim im September 2015 verfasster Kurzkrimi.

Denn Lang las ihn auf der „Binz“ justament an dem Tag, als die Kölner Zeitungen groß über den „Geisterflug“ eines Cessna-Jets vom südspanischen Jerez bis zu seinem Absturz in die Ostsee vor Lettland berichteten.

Manni Lang las aus seinen in Taschenbuchform erschienenen „Dörpsgeschichten“ über landestypische Kriminaldelikte wie Kirmesschlägerei, Fischdiebstahl, Wilderei und Holzklau. Foto: Frank Schoepgens/ www.schoepgens.photos/pp/Agentur ProfiPress
Manni Lang las aus seinen in Taschenbuchform erschienenen „Dörpsgeschichten“ über landestypische Kriminaldelikte wie Kirmesschlägerei, Fischdiebstahl, Wilderei und Holzklau. Foto: Frank Schoepgens/ www.schoepgens.photos/pp/Agentur ProfiPress

Auch die einmotorige Sportmaschine, die bei Bergheim abgestürzt war, flog noch 15 Kilometer führerlos, nachdem der erst Tage später im Urfttal tot geborgene Flugzeugführer aus seiner Maschine gefallen war. In Manni Langs Krimi benutzt ein belgischer Möbelunternehmer die „führerlose Flugnummer“, um aus seinem alten Leben abzuhauen…

Erwin Bungartz, der gebundene Vertreter des Dahlemer Bürgermeisters, begrüßte über 70 Gäste im Ambiente des Flugplatzes. Die Veranstaltung mit Herbert Pelzer, der erst im August seinen neuen Roman „Niemand“ im Hillesheimer KBV-Verlag vorgelegt hatte, und Manfred Lang war von Melissa Brandt von der Gemeindeverwaltung und der Nordeifel Touristik GmbH hervorragend vorbereitet worden. Die Buchhandlung Elsen aus Blankenheim steuerte einen Büchertisch bei.

Werbung für das Literaturfestival „Nordeifel – Mordeifel“ am Hangar-Tor auf der „Binz“, rechts Herbert Pelzer, links Manfred Lang. Foto: Melissa Brandt/pp/Agentur ProfiPress
Werbung für das Literaturfestival „Nordeifel – Mordeifel“ am Hangar-Tor auf der „Binz“, rechts Herbert Pelzer, links Manfred Lang. Foto: Melissa Brandt/pp/Agentur ProfiPress

Melissa Brandt schreibt für die Dahlemer Gemeindezeitung: „Über 70 Gäste folgten zu Beginn Herbert Pelzer, der seine Zuhörer mitten in das Nachkriegsschicksal seines Romanhelden Kaspar Niemand entführte, der des Mordes verdächtigt wird, und versucht, im zwielichtigen Milieu der Dürener Nordstadt unterzutauchen.“

„Zum Schluss“, heißt es in dem Artikel, „kämpften die Gäste mit ihren Lachtränen, als Autor Lang die Beichte eines verzweifelten Wilderers zum Besten gab“. Das nächste Literaturfestival „Nordeifel – Mordeifel“ findet 2024 statt. 2023 ist erstmals ein Festival zur Mundart-Rettungsaktion „Mir kalle Platt“ unter Federführung ebenfalls der Nordeifel Touristik GmbH geplant.

pp/Agentur ProfiPress