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Grundschüler mit Durchblick

Projekt zum Thema Optik an der Grundschule Satzvey – Kinder lernten, wie Auge funktioniert – Ergebnisse beim Schulfest vorgestellt – Eine von 13 „prima(r)forscher“-Schulen in NRW

Durch die Ziehharmonika-Technik wurde aus einer Lehrerin ganz schnell ihre Kollegin, wenn man den Blickwinkel veränderte. Foto: Johannes Mager/pp/Agentur ProfiPress

Mechernich-Satzvey – „Das Auge sieht nicht eins zu eins, sondern lässt sich täuschen“, weiß Anna Neuy, Konrektorin der Satzveyer Grundschule. Und es arbeitet manchmal recht überraschend. Das haben in ihrer Projektwoche die Kinder der Grundschule Satzvey gelernt.

Seit August 2009 zählt die Grundschule zu den 13 „prima(r)forscher“-Schulen in Nordrhein-Westfalen. Dem Projekt liegt eine Kooperation zwischen der Deutschen Telekom Stiftung und der Deutschen Kinder- und Jugendstiftung zugrunde. Gemeinsam ist den ausgezeichneten Schulen, dass sie im Sachunterricht naturwissenschaftliche Schwerpunkte setzen und die Entdeckerlust der Kinder fördern.

Aus eins mach zwei: Der Strohhalm scheint in zwei Teile zerteilt, doch das ist nur eine optische Täuschung an der Wasseroberfläche. Foto: Johannes Mager/pp/Agentur ProfiPress

Bei den Satzveyer Grundschulen drehte sich jetzt also alles rund um das Thema Optik. Die Ergebnisse ihrer Forschungen präsentierten die Kinder im Rahmen ihres Schulfestes. Dort gab es etwa das Phänomen zu sehen, dass ein Strohhalm in Höhe der Wasseroberfläche geteilt zu sein scheint, wenn man von der Seite auf das Glas schaut. Auch die beiden Fotos von zwei Lehrerinnen, die in Streifen geschnitten und durcheinander gebracht wurden, wurden optisch wieder zu einzelnen Bildern, wenn man die Streifen abwechselnd auf ein Ziehharmonika ähnliches Papier klebt und aus dem richtigen Winkel betrachtet.

Mit Anna Neuy hatten die Schüler „Lochkameras“ aus Schuhkartons gebastelt. Durch das klitzekleine Loch in der Rückwand konnten die Betrachter beim Schulfest entweder auf eine brennende Kerze oder ein paar Blumen schauen, die ihnen aber spiegelverkehrt und auf dem Kopf stehend erschienen. „So arbeitet unser Auge auch“, erklärte die Lehrerin. Ein Gegenstand, der betrachtet wird, wird im Auge auf dem Kopf stehend abgebildet. „Erst im Gehirn wird es wieder umgedreht“, weiß sie. Bei der Lochkamera mussten die Kinder lernen, sehr exakt zu arbeiten. „Denn wenn ein zu großes Loch war oder ein Schlitz daraus wurde, funktionierte es nicht“, so die Konrektorin. Auch die „Wunderscheibe“ täuschte das Auge. War auf der Handteller großen Scheibe einerseits ein Fisch und andererseits ein Aquarium abgebildet, so fügten sich beide Bilder zu einem Fisch im Aquarium zusammen, wenn mir sie rasend schnell auf einem Stäbchen hin und her drehte.

pp/Agentur ProfiPress