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Gottesdienst mit viel PS

20. Motorradgottesdienst in Breitenbenden – MoGo-Team unterstützt Verein „Linas Rollis“, der Rollstühle für kleine Kinder herstellt – Pressespiegel nach einem Bericht von Cedric Arndt in der Kölnischen Rundschau und im Kölner Stadt-Anzeiger

Mechernich-Breitenbenden – Nach zweijähriger Corona-Pause fand in diesem Jahr der 20. Motorradgottesdienst in Breitenbenden statt. 182 Motorradfahrer nahmen mit ihren Maschinen an dem Gottesdienst teil, der von der Interessengemeinschaft „MoGo Breitenbenden“ organisiert worden war. Journalist Cedric Arndt berichtet für die Rheinische Redaktionsgemeinschaft im Kölner Stadt-Anzeiger und in der Kölnischen Rundschau über die Messe und den guten Zweck dahinter.

82 Motorradfahrer waren mit ihren Maschinen nach Breitenbenden gekommen. Dort fand nach zweijähriger Corona-Pause der 20. Motorradgottesdienst statt. Foto: Cedric Arndt/pp/Agentur ProfiPress
182 Motorradfahrer waren mit ihren Maschinen nach Breitenbenden gekommen. Dort fand nach zweijähriger Corona-Pause der 20. Motorradgottesdienst statt. Foto: Cedric Arndt/pp/Agentur ProfiPress

Ausgelassen seien die Gespräche gewesen, in denen sich die Teilnehmer über die Ereignisse der vergangenen zwei Jahre unterhielten, berichtet Cedric Arndt. „Alle sind froh, nach unserer zweijährigen Pause wieder zusammenkommen zu können und sich über das gemeinsame Hobby auszutauschen“, sagte Britta Trescher vom „MoGo“-Organisationsteam gegenüber den Tageszeitungen und ergänzte: „So unterschiedlich wie unsere Maschinen sind auch die Menschen dahinter. Und dennoch bilden wir immer wieder eine gut gelaunte Gemeinschaft.“

Demofahrt für mehr Sicherheit

Während der Messe mit Pastor Hardy Hawinkels kehrte dann aber doch Ruhe auf dem Platz ein. „Der Anblick des Seelsorgers, der seine Predigt vor einem PS-starken Zweirad hielt, bildete dabei für alle Anwesenden keinen ungewohnten Anblick mehr“, schreibt Cedric Arndt.

Im Anschluss an die Messe fand eine Demofahrt nach Blankenheim statt „um für mehr Sicherheit für Motorradfahrer in der Eifel zu sensibilisieren“, so Trescher. Sie fügte hinzu: „Viele Autofahrer erleben oft nur die Idioten, die, alle Vorschriften missachtend, Rennen veranstalten.“ Doch nicht jeder, der auf der Landstraße überhole, sei ein verantwortungsloser Raser, betonte die Organisatorin gegenüber dem Journalisten.

Seelsorger Hardy Hawinkels hielt seine Predigt vor einem PS-starken Zweirad. Foto: Cedric Arndt/pp/Agentur ProfiPress
Seelsorger Hardy Hawinkels hielt seine Predigt vor einem PS-starken Zweirad. Foto: Cedric Arndt/pp/Agentur ProfiPress

Ziel sei es deshalb, Kontakte mit anderen Verkehrsteilnehmern zu knüpfen. Trescher: „Beschleunigung und Bremsweg folgen einem völlig anderen Fahrverhalten als in einem Auto. Dies möchten wir, auch mit der Polizei, anderen Menschen näherbringen.“

Das MoGo-Team stellte den Motorradgottesdienst darüber hinaus in den Dienst der guten Sache. Unterstützt wurde damit der Verein „Linas Rollis“, der kleine Rollstühle für Kinder zwischen dem zehnten und 36. Lebensmonat herstellt. Im Gespräch mit Cedric Arndt erzählte der Vereinsvorsitzende Detlef Jackels von seiner Enkeltochter Lina, die von Geburt an unter der Fehlbildung Spina Bifida – auch offener Rücken genannt – leidet.

Rollstühle in 29 Länder geliefert

Jackels: „Die Kinder können nicht laufen, haben keine Blasenkontrolle oder leiden unter Atembeschwerden.“ Auf Anfrage bei der Krankenkasse habe er erfahren, dass den Kindern erst im Alter von zweieinhalb bis drei Jahren ein Rollstuhl zur Verfügung gestellt werde. „Ein gesundes Kind lernt aber schon mit zehn Monaten laufen. Sollen sie denn so lange bewegungslos rumliegen und warten?“

Mit dem Verein „Linas Rollis“, stellen Detlef und Elke Jackels kleine Rollstühle für Kinder zwischen dem zehnten und 36. Lebensmonat her. Foto: Cedric Arndt/pp/Agentur ProfiPress
Mit dem Verein „Linas Rollis“, stellen Detlef und Elke Jackels kleine Rollstühle für Kinder zwischen dem zehnten und 36. Lebensmonat her. Foto: Cedric Arndt/pp/Agentur ProfiPress

So begannen Detlef Jackels und seine Frau Elke damit, selbst kleine Rollstühle herzustellen. Zunächst sei dies als Hilfe für die Enkeltochter gedacht gewesen, schreibt der Journalist – doch inzwischen habe das Ehepaar bereits Familien in 29 Ländern beliefert. „Dank zahlreicher Spenden müssen die nur die Versandkosten bezahlen“, erzählte Detlef Jackels gegenüber den Tageszeitungen und fügte hinzu: „So konnten wir mittlerweile 310 Jungen und Mädchen das Leben zumindest ein wenig erleichtern. Das verdanken wir auch der Unterstützung von Initiativen wie dem MoGo-Team.“

www.mogo-igm.de

www.linasrollis.de

pp/Agentur ProfiPress